- Die A6 als Teil des drittgrößten Autobahnnetzes der
Welt
Mit der Entwicklung des Personenkraftwagens Anfang des 20.
Jahrhunderts, änderte sich die Infrastruktur grundlegend im damaligen Deutschen
Reich. Der Kraftwagenverkehr stieg in den Jahren 1924 bis 1928 so rasant an
(um 300%), dass es nötig war, neue befestigte Straßen zu bauen und bereits
asphaltierte Straßen zu verbessern. Das vorhandene Provinzialstraßennetz konnte
den Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Eine Lösung des Verkehrsproblems
sah man nicht im Ausbau der Provinzialstraßen, sondern im Bau der
kreuzungsfreien Schnellstraße ohne Gegenverkehr, also der Autobahn.
Die erste ihrer Art wurde 1932 zwischen Köln und Bonn durch
Dr. Konrad Adenauer eröffnet. „So werden die Straßen der Zukunft aussehen!"
Dieses Zitat, welches von ihm während der Eröffnung verkündet wurde, ging in
die Geschichte ein. Dr. Konrad Adenauer hatte damals das Amt des
Oberbürgermeisters der Stadt Köln inne. Heute ist die erste deutsche Autobahn
Deutschlands unter den Namen A555 bekannt.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten setze ein
regelrechter Bauboom ein. Davon betroffen war insbesondere der Bau der
Reichsautobahnen. Im Mai 1934 wurde das Grundnetz der Autobahnen von 6900 km
Länge veröffentlicht. Dies konnte allerdings während der Regierungszeit des
dritten Reiches nicht mehr realisiert werden. Insgesamt wurde die Streckenlänge
der deutschen Autobahnen zwischen 1935 und 1943 von 108 km auf 3896 km
vergrößert.
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Nach der Kapitulation und damit nach dem Zerfall des
dritten Reiches wurden viele Bauprojekte nach dem zweiten Weltkrieg fast
identisch übernommen und verwirklicht. Dies zeigt auf, dass die Planungen der
Nazi-Diktatur offenbar so ausgereift waren, dass eine grundlegende
Trassenverlaufsänderung nicht notwendig war.
Die Nachkriegsregierung sorgte
dafür, dass die bereits bestehenden Straßenverlaufe qualitativ verbessert und
ausgebaut wurden. Es wurden auch Querverbindungsautobahnen hinzugefügt, sodass
das Schnellstraßennetz immer dichter wurde. Zu den Querverbindungen gehört
heute zum Beispiel die A6, die die beiden, nach Süden verlaufenden Autobahnen
A7 und A9, verbindet.
Eine der bedeutsamsten Autobahnen des drittgrößten
Autobahnnetzes der Welt war uns ist mit zunehmender Bedeutung die Autobahn A6.
Sie sorgt für die Verbindung zwischen dem Osten und dem
Westen Süddeutschlands und somit auch für die angrenzenden Länder Frankreich
und Tschechien. Außerdem ist sie Teil der großen Europastraße E50, die durch
sechs Länder von Frankreich bis nach Russland verläuft.
- Aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung sollen Geschichte,
Bedeutung, Verkehrsentwicklung und Probleme der Bundesautobahn A6
veranschaulicht und ausgearbeitet werden. Um den Stoff etwas eingrenzen zu
können wird sich die Arbeit in vielen Punkten nur auf den Bereich Heilbronn-Nürnberg
und die Region Nürnberg beschränken. Die
Geschichte der Bundesautobahn A6
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befestigt war, ging als die „Via Carolina“ bzw. die „Goldene Straße“ in die
Geschichte ein.
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