Die Sieben Todsünden und der Film Sieben
Inhaltsverzeichnis
1. Todsünden. 1
1.1. Herkunft 1
1.2. Die Sieben Todsünden. 2
1.2.1. Zorn. 3
1.2.2. Hochmut 3
1.2.3. Wollust 3
1.2.4. Trägheit 3
1.2.5. Völlerei 4
1.2.6. Habgier 4
1.2.7. Neid. 4
1.3. Das Narrenschiff. 4
2. Sieben
(Film) 5
Die katholische Kirche
unterscheidet zwischen lässlichen Sünden und schweren Sünden. Als lässliche
Sünde bezeichnet man Vergehen, die aufgrund klarer Einsicht, entschuldbarer Sachzwänge
oder mangels sachlicher Gewichtigkeit nicht zum Verlust der heilig machenden Gnade
führt. Unter schweren Sünden hingegen versteht man freiwillige, vorsätzliche
und schwerwiegende Übertretungen der göttlichen Gebote, die einer Abkehr von
Gott gleichkommen. Aufgrund dieser unbekömmlichen Aussichten werden letztere
auch Todsünden genannt. Diese sündigen Handlungen und Verhalten sollen ewige Verdammnis nach sich ziehen und zu deren Vergebung übliche
Busspraktiken versagen.
Die Geschichte der
Todsüchtigen reicht auf einen Mönch Namens Evagrius Ponticus zurück. Dieser
hatte im 4. Jahrhunderts n. Chr. auf die kirchlichen Ehren verzichtet und sich
in die Einsamkeit der Wüste zurückgezogen. Dort beschrieb er die "acht
Gedanken oder Dämonen", die einen Mönch heimsuchen können: Gula, Luxuria,
Avaritia, Ira, Tristitia, Acedia, Gloria und Superbia. Zu Deutsch: Völlerei,
Unkeuschheit, Habsucht, Zorn, Trübsinn, Faulheit, Ruhmsucht und Stolz.
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Das Hauptbild, die Todsünden,
bildet den größeren Mittelteil des Tisches. Um dieses Rundbild herum sind in
den Ecken des Tischs vier weitere Tonden
angeordnet, die „Die vier letzten Dinge“, nämlich das „Sterben“, das „Jüngste
Gericht“, den „Himmel“ und die „Hölle“ abbilden. Man vermutet, dass Hieronymus
Bosch diese Bilder angefertigt hat.
„Die Sieben Todsünden“ befinden
sich um „Das Auge Gottes“, in dessen Pupille Jesus zu sehen ist, der seine
Wundmale zeigt. Der Untertitel dieser Abbildung mit dem lateinischen Text:
„Cave cave deus videt“ heißt so viel wie „hüte dich, Gott sieht“.
Die Bilder sind mit den
lateinischen Begriffen der Todsünden untertitelt: Unten beginnend sind dies
„ira“ (Zorn), „superbia“ (Hochmut), „luxuria“ (Wollust), „acedia“ (das einzige
griechische Wort: Gleichgültigkeit, hier als Trägheit verstanden), „gula“
(wörtlich: Kehle, gemeint: Völlerei), „avaritia“ (Habgier) und „invidia“
(Neid). Im Gegensatz zu den Figuren in den Tonden „Die vier letzten Dinge“ sind
die dargestellten Personen der „Sieben Todsünden“ verzerrt.
Die Abbildung des „Zorns“ zeigt
eine Schlägerei vor einem Wirtshaus, bei der auch das Mobiliar nicht verschont
bleibt. Eine Frau versucht ins Geschehen einzugreifen. Vor den Männern sind
„Knochenschuhe“
ausgebreitet “
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Die Abbildung der Todsünde
“Wollust“ präsentiert ein Zeltgelage. Während Männer und Frauen sich
handelseinig werden, verdrischt ein Mönch den entblößten Hintern eines Narren
mit einem Kochlöffel. Die Harfe, Symbol für ein himmlisches Instrument, ist
achtlos beiseite geworfen.
Mit „Trägheit“ ist die des Geistes
gemeint, Bosch setzt sie in seinem Bild als Gleichgültigkeit gegenüber dem Glauben
und Gott um. Ein Geistlicher hat es sich in seinem Lehnstuhl bequem gemacht,
die Bibel liegt geschlossen neben ihm.
In Zeiten, als Hunger noch eine
reale Gefahr nach jedem Winter war, galt die Völlerei als besonders
verwerflich, da sie zukunftsgefährdend für die Bevölkerung war. Die Szene am
Bildbeherrscht ein widerwärtiger Fettwanst, der von einem ebenso fetten und
hässlichen Kind bedrängt wird, damit er ihm von seinem reichhaltigen Mahl
abgebe.
Das Bild über die „Habgier“ scheint
sich in zwei Szenen aufzulösen: Ersichtlich handelt es sich um eine Gerichtsszene.
Während ein Mann seinen Geldbeutel umklammert, lässt sich der Richter von dem
hinter ihm Stehenden bestechen, nämlich Geld zustecken. Er nimmt diese unrechte
Leistung bedenkenlos an.
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Das Narrenschiff von Hieronymus
Boschs Bild ist eine Darstellung der Todsünde „gula“ (Maßlosigkeit, Völlerei),
sind im Nachhinein Veränderungen vorgenommen worden. So ist der im Bild zu
sehende Baum mit einer größeren Fülle Laubes ausgestattet worden, ohne dass
ersichtlich ist, dass Bosch selbst diese Veränderung vorgenommen hat. Außerdem
ist das Bild unten abgesägt. Es wird vermutet, dass sich die Darstellung
„Allegorie auf Maßlosigkeit und Wollust“ bezieht.
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2.
Sieben (Film)
Der Film „Sieben“ handelt von den
zwei Polizisten Mills und Somerset, welche einem Mörder auf der Spur sind,
welcher der Gesellschaft, wie er sagt, ihr sündhaftes Verhalten bewusst machen
will.
- Maßlosigkeit: Die Hand-
und Fußgelenke eines fettleibigen Mannes sind mit Stacheldraht
zusammengebunden worden. Der Mann musste essen, bis er im übertragenen
Sinn 'platzte', also an inneren Blutungen starb.
- Habsucht: Ein grausamer
Mord an einem prominenten Anwalt, der, nachdem er in seinem Büro gefoltert
wurde, dazu gezwungen wurde, Teile seines Körpers abzuschneiden, und an
den Folgen dieser Selbstverstümmelung starb.
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- Wollust: Mit einem Artikel
aus einem Leder-Fetisch-Geschäft wird ein Mord an einer Prostituierten
begangen.
- Stolz: Ein Model ist in
ihrem eigenen Schlafzimmer tot aufgefunden worden. Der Täter hatte sie vor
die Wahl gestellt, entweder entstellt weiterzuleben oder sich mithilfe von
Tabletten das Leben zu nehmen.
- Neid: Der Mörder wollte
selbst ein normales Leben, konnte es aber nicht haben und betrachtete sich
deshalb als die Verkörperung des Neides.
- Zorn: Mills wird der
abgetrennte Kopf seiner schwangeren Frau übergeben. Entsetzt und
rachsüchtig erschießt Mills den Mörder und wird so zur Verkörperung des
Zornes.
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