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Die 7 Todsünden .doc

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Social Science
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Religious Studies
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BRG Viktring Klagenfurt
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2006
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Die Sieben Todsünden und der Film Sieben

Inhaltsverzeichnis

1. Todsünden. 1

1.1. Herkunft 1

1.2. Die Sieben Todsünden. 2

1.2.1. Zorn. 3

1.2.2. Hochmut 3

1.2.3. Wollust 3

1.2.4. Trägheit 3

1.2.5. Völlerei 4

1.2.6. Habgier 4

1.2.7. Neid. 4

1.3. Das Narrenschiff. 4

2. Sieben (Film) 5

 


1. Todsünden

 

Die katholische Kirche unterscheidet zwischen lässlichen Sünden und schweren Sünden. Als lässliche Sünde bezeichnet man Vergehen, die aufgrund klarer Einsicht, entschuldbarer Sachzwänge oder mangels sachlicher Gewichtigkeit nicht zum Verlust der heilig machenden Gnade führt.

Unter schweren Sünden hingegen versteht man freiwillige, vorsätzliche und schwerwiegende Übertretungen der göttlichen Gebote, die einer Abkehr von Gott gleichkommen. Aufgrund dieser unbekömmlichen Aussichten werden letztere auch Todsünden genannt. Diese sündigen Handlungen und Verhalten sollen ewige Verdammnis nach sich ziehen und zu deren Vergebung übliche Busspraktiken versagen.

1.1. Herkunft

 

Die Geschichte der Todsüchtigen reicht auf einen Mönch Namens Evagrius Ponticus zurück. Dieser hatte im 4. Jahrhunderts n. Chr. auf die kirchlichen Ehren verzichtet und sich in die Einsamkeit der Wüste zurückgezogen. Dort beschrieb er die "acht Gedanken oder Dämonen", die einen Mönch heimsuchen können: Gula, Luxuria, Avaritia, Ira, Tristitia, Acedia, Gloria und Superbia.

Zu Deutsch: Völlerei, Unkeuschheit, Habsucht, Zorn, Trübsinn, Faulheit, Ruhmsucht und Stolz.

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Er fasste "Ruhmsucht" und "Stolz" zu "Hochmut" sowie "Traurigkeit" und "Faulheit" zu "Trägheit" zusammen und fügte den "Neid" hinzu.

1.2. Die Sieben Todsünden

 


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Das Hauptbild, die Todsünden, bildet den größeren Mittelteil des Tisches. Um dieses Rundbild herum sind in den Ecken des Tischs vier weitere Tonden[1] angeordnet, die „Die vier letzten Dinge“, nämlich das „Sterben“, das „Jüngste Gericht“, den „Himmel“ und die „Hölle“ abbilden.

Man vermutet, dass Hieronymus Bosch diese Bilder angefertigt hat.

„Die Sieben Todsünden“ befinden sich um „Das Auge Gottes“, in dessen Pupille Jesus zu sehen ist, der seine Wundmale zeigt. Der Untertitel dieser Abbildung mit dem lateinischen Text: „Cave cave deus videt“ heißt so viel wie „hüte dich, Gott sieht“.

Die Bilder sind mit den lateinischen Begriffen der Todsünden untertitelt: Unten beginnend sind dies „ira“ (Zorn), „superbia“ (Hochmut), „luxuria“ (Wollust), „acedia“ (das einzige griechische Wort: Gleichgültigkeit, hier als Trägheit verstanden), „gula“ (wörtlich: Kehle, gemeint: Völlerei), „avaritia“ (Habgier) und „invidia“ (Neid).

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1.2.1. Zorn

Die Abbildung des „Zorns“ zeigt eine Schlägerei vor einem Wirtshaus, bei der auch das Mobiliar nicht verschont bleibt. Eine Frau versucht ins Geschehen einzugreifen. Vor den Männern sind „Knochenschuhe“[2] ausgebreitet “

1.2.2. Hochmut

Hochmut stellt sich im Bild als eine Frau dar, die keinen Blick für ihre Umgebung und schon gar nicht für den Betrachter übrig hat, wendet sie ihm doch den Rücken zu, und starrt gebannt in einen Spiegel, den ihr ein teuflisches Wesen vorhält.

1.2.3. Wollust

Die Abbildung der Todsünde “Wollust“ präsentiert ein Zeltgelage. Während Männer und Frauen sich handelseinig werden, verdrischt ein Mönch den entblößten Hintern eines Narren mit einem Kochlöffel. Die Harfe, Symbol für ein himmlisches Instrument, ist achtlos beiseite geworfen.

1.2.4. Trägheit

Mit „Trägheit“ ist die des Geistes gemeint, Bosch setzt sie in seinem Bild als Gleichgültigkeit gegenüber dem Glauben und Gott um. Ein Geistlicher hat es sich in seinem Lehnstuhl bequem gemacht, die Bibel liegt geschlossen neben ihm.

 

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1.2.6. Habgier

Das Bild über die „Habgier“ scheint sich in zwei Szenen aufzulösen: Ersichtlich handelt es sich um eine Gerichtsszene. Während ein Mann seinen Geldbeutel umklammert, lässt sich der Richter von dem hinter ihm Stehenden bestechen, nämlich Geld zustecken. Er nimmt diese unrechte Leistung bedenkenlos an.

1.2.7. Neid

Die letzte Abbildung, der „Neid“ ist von missgünstigen Blicken getragen. Nicht einmal die Tiere sind von dieser Todsünde verschont. Ein Hund, dem ohnehin schon zwei Knochen vorliegen, giert nach einem dritten, ein weiterer Hund neidet seinem Artgenossen diese Beute.

1.3. Das Narrenschiff

Das Narrenschiff von Hieronymus Boschs Bild ist eine Darstellung der Todsünde „gula“ (Maßlosigkeit, Völlerei), sind im Nachhinein Veränderungen vorgenommen worden. So ist der im Bild zu sehende Baum mit einer größeren Fülle Laubes ausgestattet worden, ohne dass ersichtlich ist, dass Bosch selbst diese Veränderung vorgenommen hat.

Außerdem ist das Bild unten abgesägt. Es wird vermutet, dass sich die Darstellung „Allegorie auf Maßlosigkeit und Wollust“ bezieht.


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  • Maßlosigkeit: Die Hand- und Fußgelenke eines fettleibigen Mannes sind mit Stacheldraht zusammengebunden worden. Der Mann musste essen, bis er im übertragenen Sinn 'platzte', also an inneren Blutungen starb.

 

  • Habsucht: Ein grausamer Mord an einem prominenten Anwalt, der, nachdem er in seinem Büro gefoltert wurde, dazu gezwungen wurde, Teile seines Körpers abzuschneiden, und an den Folgen dieser Selbstverstümmelung starb.

 

  • Trägheit: Mills und Somerset finden einen Mann vor, der an sein Bett gefesselt wurde und nach genau einem Jahr Gefangenschaft mumifiziert ist.

 

  • Wollust: Mit einem Artikel aus einem Leder-Fetisch-Geschäft wird ein Mord an einer Prostituierten begangen.

 

  • Stolz: Ein Model ist in ihrem eigenen Schlafzimmer tot aufgefunden worden. Der Täter hatte sie vor die Wahl gestellt, entweder entstellt weiterzuleben oder sich mithilfe von Tabletten das Leben zu nehmen.

 

  • Neid: Der Mörder wollte selbst ein normales Leben, konnte es aber nicht haben und betrachtete sich deshalb als die Verkörperung des Neides.

 

  • Zorn: Mills wird der abgetrennte Kopf seiner schwangeren Frau übergeben. Entsetzt und rachsüchtig erschießt Mills den Mörder und wird so zur Verkörperung des Zornes.


[1] Rundbild

[2] Schuhe die bösen Menschen kennzeichnen


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