Nach dem Erhärten des Kunststoffes
fährt die Trägerplattform um den Betrag einer Schichtstärke von 0,025 mm
bis 1,25 mm herab. Bei überstehenden Bauteilen wird zusätzlich eine
Stützkonstruktion aufgetragen, damit sich diese Teile nicht verformen. Diese
Vorgehensweise wiederholt sich so oft, bis das Modell fertiggestellt ist.
Dieses Verfahren findet man auch wieder im
medizinischen Sektor. Es ist möglich, menschliche Strukturen, wie Skelette,
nachzubilden, um zum Beispiel Unfallverletzungen zu untersuchen. Auch in der
Fahrzeugindustrie findet Fused Deposition Modeling seine Anwendung. Es können
Armaturen, Lenkräder oder Felgen hergestellt werden.
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Bild 5: Schematischer Aufbau eines FDM Prototypers
Auch bei dem Verfahren Laminated Object Modeling
können Werkstücke schnell und kostengünstig hergestellt werden. Diese Methode
ermöglicht eine Herstellung besonders robuster Teile. Da diese Prototypen sehr
groß sind, finden sie keinen Platz in normalen Büroräumen. Die Funktionsweise
wird anhand von Bild 6 gezeigt. Wie bei einem alten Schreibmaschinenband läuft
hier auf zwei Rollen eine Kunststofffolie über einer Trägerplattform. Ein Laserstrahl
wird mithilfe eines Spiegels in X und Y Richtung abgelenkt und trifft auf die
Kunststoffoberfläche. Der Strahl schneidet nach Vorlage eines 3D-Modelles, das
mit CAD vorher entworfen wurde, die Folie aus.
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Da diese Methode sehr robuste Prototypen herstellt,
findet man es fast in jedem Anwendungsbereich wieder. Es wird gern im
Maschinenbau oder in der Fahrzeugtechnik angewandt. Dadurch kann gleich geprüft
werden, ob ein vorher erstelltes Zahnrad für seine Bestimmung richtig entworfen
wurde.
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Bild 6: Schematische Funktionsweise des Laminated Object Modeling
Prototypers
3D Printing ist ein Bindeverfahren, bei welchem Kunststoffpulver
mit einem Binder verklebt wird. Bei dieser Methode können auch Metallpulver
oder Keramikpulver eingesetzt werden. Die Funktionsweise eines solchen
Prototypers wird in Bild 7 verdeutlicht. Als Ausgangsmodell dient wieder eine
CAD-Datei, die an den Prototyper gesendet wird.
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Bild 7: Schematische Funktionsweise eines 3D Printing
Prototypers
Im Zufuhrbehälter befindet sich das Pulver, aus dem
später das Modell entstehen soll. Eine kleine Plattform (im Bild links) drückt
eine bestimmte Menge des Pulvers nach oben und die Walze verteilt das Pulver
auf die große Plattform im Aufbaubehälter, die sich zunächst am oberen Rand des
Aufbaubehälters befindet.
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mit dem Druckkopf verteilt und bindet sich mit diesem Pulver und der vorherigen
Schicht. Das nicht gebundene Pulver im Aufbauraum bleibt bis zur Fertigstellung
des Modells am Platz und dient zur Stützung der neuen Schicht. Nachdem der Vorgang
bis zur Beendigung immer wieder wiederholt worden ist, wird das überschüssige
Pulver mit einem Staubsauger abgesaugt. Nachteil bei dieser Methode ist, dass
das Modell nachbehandelt werden muss, wenn es längere Zeit im Einsatz ist.
Mehrfarbige Musterstücke sind auch möglich, indem der Binder eingefärbt wird und
mehrere Druckköpfe zum Einsatz kommen.
Wie beim selektiven Lasersintern kann auch hier
Metallpulver eingesetzt werden. Davon profitieren der Maschinebau und die
Fahrzeugtechnik am meisten. Es können größere Objekte, wie ganze Motoren oder
Getriebe, hergestellt werden. Auch in der Architektur wird dieses Verfahren
ein- und umgesetzt. Hier können sogar ganze Gebäude inklusive Wohneinrichtung
erzeugt werden.
Rapid Prototyping ist ein Sammelbegriff
verschiedener Fertigungsverfahren, durch welche Prototypen verschiedenster Art
hergestellt werden können. Die Grundlage der Herstellung bildet immer ein
virtuelles 3D-Modell, das mit Hilfe von CAD erstellt wird. Der Aufbau der
Prototypen erfolgt immer schichtweise.
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Die fünf wichtigsten Verfahren sind die
Stereolithografie (STL), das Selektive Lasersintern (SLS), Fused Deposition
Modeling (FDM), Laminated Object Modeling (LOM) und das 3D Printing (TDP). Beim
STL wird eine photopolymere Flüssigkeit durch einen UV-Laserstrahl verfestigt, wohingegen
das Ausgangsmaterial beim SLS pulverförmig ist und durch einen CO2-Laserstrahl
verfestigt wird. FDM unterscheidet sich von den anderen Verfahren dadurch, dass
ein Kunststoffdraht zuerst durch eine beheizbare Düse verflüssigt und dann an
den gewünschten Stellen aufgetragen wird. Das Ausgangsmaterial beim LOM bildet
eine Kunststofffolie, welche durch einen Laserstrahl geschnitten und ebenfalls
schichtweise aufgetragen wird. Das TDP zeichnet sich dadurch aus, dass eine
Pulverschicht an den Stellen, die zum späteren Bauteil gehören, durch einen
Binder verklebt wird, während der Rest des Pulvers am Ende abgesaugt wird.
Somit lässt sich abschließend feststellen, dass das
Rapid Prototyping ein sehr zeitgemäßes Verfahren ist, welches viele
unterschiedliche Möglichkeiten der Prototypenherstellung bietet.
Bild 1:
http://www.rapix3d.de/de/pics/fullscreen/genus3d_cli_full.png,
25. Mai 2008
Bild 2:
http://www.bathsheba.com/math/120cell/120cell_5.jpg,
25. Mai 2008
Bild 3:
http://www.staub-ag.ch/kunststoff/service/glossar/stl_prinzip.gif,
25. Mai 2008
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http://www.staub-ag.ch/kunststoff/service/glossar/lasersintern.gif,
26. Mai 2008
Bild 5:
http://www.promod-technologie.de/images/fdm.jpg,
26. Mai 2008
Bild 6:
http://www.promod-technologie.de/images/LOM.jpg,
26. Mai 2008
Bild 7:
http://www.3dtechnology.de/Bilder-3D-Drucker/funktionsweise.jpg,
26. Mai 2008
Internetseiten:
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Rapid_Prototyping,
24. Mai 2008
[2] http://www.kawo1.rwth-aachen.de/~amarock/ess/pages/polymere.htm,
24. Mai 2008
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Polymer, 25. Mai
2008
[4] http://www.ppc.biba.uni-bremen.de/projects/rp/Download/Eignung_RPV.pdf,
25. Mai 2008
[5] http://www.staub-ag.ch/kunststoff/service/glossar/stereolithographie.htm,
26. Mai 2008
[6] http://www.staub-ag.ch/index.html?/kunststoff/service/glossar/lasersintern.htm,
26. Mai 2008
[7] http://www.promod-technologie.de/FusedDepositionModeling.htm,
26. Mai 2008
[8] http://de.wikipedia.org/wiki/Fused_Deposition_Modeling,
27. Mai 2008
[9] http://www.ulrich-rapp.de/stoff/fertigung/rapidpro.htm#LOM,
27. Mai 2008
[10] http://www.rtejournal.de/ausgabe1//index_html/15/,
27. Mai 2008
Buch:
[11] Weißbach, Wolfgang,
Werkstoffkunde - Strukturen, Eigenschaften, Prüfung. 16. Auflage, Wiesbaden,
Vieweg Verlag, 2007
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