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Rapid Prototyping (deutsch: schneller
Prototypenbau) ist ein Sammelbegriff von verschiedenen Fertigungsverfahren. Anders
als beim Drehen oder Fräsen wird hier kein Material entfernt, sondern es wird
Schicht für Schicht Material aufgetragen. Der Schichtauftrag ist ein Aneinanderfügen
von Volumenkörpern, so als wenn man aus Papier einzelne Schichten eines Körpers
zusammenkleben würde.
Voraussetzung ist ein virtuelles 3D-Modell, welches mit
Hilfe von CAD (Computer Aided Design) am PC entworfen wurde. Dieses Modell kann
jetzt so verändert werden, dass es den gewünschten Anforderungen entspricht. Es
kann in der Größe und in der Farbe verändert werden, genauso wie Teile entfernt
oder hinzugefügt werden können. Der virtuelle 3D-Körper wird in Schichten
zerlegt, von 0,01 mm bis 1,3 mm. Bild 1 zeigt ein 3D-Modell mit einem
schichtweisen Aufbau. Die Informationen werden dann direkt an ein Prototyper,
eine Maschine zur Herstellung eines Prototypen, gesendet. Deshalb kann ein
Prototyp direkt ohne Umwege aus den CAD-Daten erstellt werden, was wiederum zur
Folge hat, dass Musterbauteile oder Erstbauteile schnell und kostengünstig
hergestellt werden können, um einen ersten Einblick zu bekommen.
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Bild 1: Grobe 3D Darstellung eines Modells mit dem schichtweisen
Aufbau
Die verschiedenen Fertigungsverfahren haben alle
unterschiedliche Vor- und Nachteile.
Vorteile bestehen beispielsweise darin, dass
Prototypen schnell und kostengünstig hergestellt werden können. Im Gegensatz zu
anderen Herstellungsverfahren ist eine Kostenersparnis bis zu 50 % und
eine Zeitersparnis bis zu 70 % möglich. Das hat zur Folge, dass das
fertige Endprodukt früher auf den Markt kommen kann. Die Musterwerkstücke haben
große Freiheitsgrade, welche komplexe Formen ermöglichen, wie das nachfolgende Bild
2 darstellt.
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Bild 2: Komplexes Designerkunststück, mit Rapid Prototyping
hergestellt
Des Weiteren ist es mit Rapid Prototyping möglich, Prototypen
ohne Überwachung herzustellen.
Die Fertigungsverfahren des Rapid Prototypings haben
auch einige Nachteile. Durch den schichtweisen Aufbau des Werkstückes ist es
nicht möglich, eine glatte Oberflächenstruktur zu erhalten, was sich in
Treppeneffekten widerspiegelt. Somit haben die Musterwerkstücke nur eine
eingeschränkte Genauigkeit. Außerdem sind Kenntnisse im CAD-Bereich notwendig,
um überhaupt ein 3D-Modell am Computer entwerfen zu können. Zur Fertigstellung
des Prototyps können nur ausgewählte Materialien verwendet werden, wie
z. B. Polymere, Metallpulver oder Thermoplaste.
Trotz der zahlreichen Nachteile sprechen die
Vorteile für das Rapid Prototyping.
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der den Laserstrahl ablenkt. Dieser Laserstrahl trifft auf die flüssige
photopolymere Schicht und härtet an dieser Stelle das Material aus. Nach der Aushärtung
der ersten Schicht fährt die Plattform um den Betrag einer Schichtstärke, welche
hier eine Dicke von etwa 0,02 mm aufweist, nach unten. Ein Rakel (Wischer)
(3) verteilt die nächste Schicht. Das geschieht alles in einer sehr hohen
Geschwindigkeit und wird Schicht für Schicht wiederholt, bis das Bauteil fertig
ist.
Mit dieser Methode ist es möglich, jede Art von
Form herzustellen. Anwendung findet sie zum Beispiel im Haushaltsbereich
(Schüsseln, Messbecher, ..), oder in der Industrie (Gehäuse für Taschenrechner,
..).
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Bild
3: Schematische
Funktionsweise des Verfahrens der Stereolithografie
Selektives Lasersintern ist, genau wie die
Stereolithografie, ein Verfahren um Prototypen mit wenig Zeitaufwand zu
erstellen. Die Vorgehensweise richtet sich stark nach der Funktionsweise der
Stereolithografie, siehe Bild 4. Der Unterschied besteht darin, dass der
Prototyp aus einem pulverförmigen Ausgangsmaterial gefertigt wird.
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das pulverförmige Ausgangsmaterial angeschmolzen und gesintert. Das
ungesinterte Pulver (4) bleibt bis zur Fertigstellung im Bauraum und stützt das
Modell (5) bei überstehenden Kanten. Nachdem das Pulver angeschmolzen ist, wird
die Plattform um den Betrag der Schichtstärke nach unten gefahren. Der
Beschichter trägt nun eine neue Schicht des Pulvers auf, die anschließend
gesintert werden kann. Diese Vorgänge wiederholen sich Schicht für Schicht, in
einer hohen Geschwindigkeit, bis der Prototyp vollendet ist.
Da die Prototypen auch aus Metall hergestellt
werden können, bietet sich ein Einsatz in der Medizintechnik an. Dort können zum
Beispiel Knochenverlängerungen oder Zahnprothesen für Lehrzwecke entwickelt
werden.
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Bild 4: Schematische Funktionsweise des Verfahrens vom Selektiven
Lasersinterns
Fused Deposition Modeling (deutsch: Schmelzschichtung)
ist ein günstiges und schnelles Verfahren um Prototypen zu erstellen. Wie bei
jedem Rapid Prototyping Verfahren, bildet auch hier ein CAD-Modell die Basis. Bild
5 zeigt die Funktionsweise des Verfahrens. Auf einer Rolle befindet sich ein
drahtförmiger Kunststoff.
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