Hochschule der Medien, Stuttgart
Studiengang Werbung & Marktkommunikation
Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg
1.)
Inhalt
1.) Inhalt 2
2.) Einleitung. 3
3.) Motivation. 4
3.1 Definition 4
3.2 Motivationstheoretische Ansätze 4
3.3 Arten von Motivation 5
3.3.1
extrinsische Motivation 5
3.3.2
intrinsische Motivation 5
3.3.3
Zusammenspiel 6
4.) Die Zwei-Faktoren Theorie von Frederick
Herzberg. 6
4.1 Motivatoren und Hygienefaktoren 8
4.2 Job-Enrichment und Job-Enlargement 9
5.) Umsetzung von Herzberg am Beispiel eines
fiktiven Unternehmens. 10
5.1 Ausgangssituation 10
5.2 Lösungsansätze 11
6.) Schlussbetrachtung. 12
7.) Literaturverzeichnis. 13
8.) Abbildungsverzeichnis. 13
2.)
Einleitung
„Seit Herausbildung eigenständiger
Personalabteilungen in industriellen Großunternehmungen im ausgehenden 19.
Jahrhundert haben sich Inhalt, Ziele und Methoden des Personalmanagement
fundamental gewandelt. In traditioneller Auffassung kam dem Personalwesen als
betriebliche Instrumentalfunktion die Aufgabe zu, den Faktor Arbeit möglichst optimal
an die rechtlichen, technologischen, organisatorischen und marktrechtlichen
Rahmenbedingungen der Unternehmung anzupassen.“
Heutzutage, zur Zeiten des Fachkräftemangels, der nicht nur in Deutschland
vorherrscht, müssen sich Großunternehmen Gedanken darüber machen wie Sie ihre
Mitarbeiter am besten halten können, welche Freizeitangebote Sie bieten können,
welche Altersvorsorgunterstützung Sie leisten wollen usw.
Nicht nur „wie viel“ sondern auch „wie gut“ arbeitet mein Arbeiter und „wie
zufrieden“ ist er dabei sind zentrale Fragen die ein „Human Ressource
Management Büro“ heute beantworten können muss.
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Eine dieser Theorien, die ich in der folgenden
Arbeit näher darstellen will, ist die Zwei-Faktoren-Theorie von Frederick
Herzberg.
Im folgenden Kapitel werde ich den Begriff Motivation, vor allem im
wirtschaftlichen Sinn abgrenzen, danach die Theorie von Herzberg näher
vorstellen und deren Begrifflichkeiten näher betrachten und sie anschließend an
Hand eines Praxisbeispiels in die Wirklichkeit übertragen.
Eine abschließende
kritische Betrachtung beendet diese Arbeit.
3.)
Motivation
3.1
Definition
„Motivation ist die Gesamtheit der in einem
individuellen Gefüge wirksamen Motive. Motivation ist als ein „summarisches
Konstrukt“ (HECKHAUSEN, 1977, S. 175) die Gesamtheit der das Verhalten
beeinflussenden Faktoren, die sich vornehmlich als Bedürfnisse manifestieren.
Diese können bestehen als Bedürfnisse des Verlangens (Appetenz) oder des
Vermeidens (Aversion). Der Erfolg unterrichtlichen Lehrens hängt zum Großteil
von der Berücksichtigung bzw. Schaffung von Lern- und Leistungsbedürfnissen
ab.“ (Schröder 1985, S. 210f)
3.2
Motivationstheoretische
Ansätze
„Den motivationstheoretischen Ansätzen liegt die
Annahme zugrunde, dass das menschliche Verhalten durch latente, zeitlich
relativ unveränderte Bedürfnisse bestimmt wird, die durch innere und äußere
Anreize aktiviert werden können“
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Schwierigkeiten bestehen allerdings in der
Möglichkeit der Beobachtung und Messung von Motivation, da diese ein
„hypothetisches Konstrukt“ ist. Die einzige Lösung besteht in der Analyse von
Anreizen und den darauf folgenden Reaktionen worauf hin wiederum Rückschlüsse
auf die Verhaltensbereitschaft sowie auf die zugrunde liegenden Motive möglich
werden.
„Die Begriffe Motiv (motive) und Bedürfnis (need)
werden in der Literatur überwiegend synonym verwendet. Davon zu trennen ist der
Begriff (value). Während bestimmte Motive bzw. Bedürfnisse definitionsgemäß zu
einer bestimmten Handlung führen, hängt es von der Konkreten Situation (z.B.
von bestimmten übergeordneten Sachzwängen) ab, ob sich Individuen tatsächlich
entsprechend ihren Wertvorstellungen verhalten. Motivation ist demnach an
Anreize und Situationen gebunden, d.h. ähnliche Motive können sich in
unterschiedlichen Verhalten von Menschen niederschlagen, während andererseits
verschiedene Motive gleiches oder ähnliches Verhalten hervorrufen können.“
Beispiele für solche Theorien sind, außer Herzberg
auch, die Bedürfnispyramide von Maslow oder die Gerechtigkeitstheorie von
Adams.
3.3
Arten von Motivation
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3.3.1 extrinsische Motivation
Die extrinsische Motivation bezeichnet die Reaktion
auf externe Belohnungen materieller oder immaterieller art. Die extrinsische
Motivation umfasst somit alle von einer Unternehmung geschaffenen Anreize die
von den Mitarbeitern wahrgenommen werden. Materielle Anreize dienen dabei Oft
dazu Bedürfnisse außerhalb der Arbeit zu befriedigen.
3.3.2 intrinsische Motivation
Intrinsische Motivation ist die Verinnerlichung
bestimmter Leistungsstandards und führt zu einem Selbstbelohnungsprozess bei
den Mitarbeitern. Es gilt das Prinzip der Selbstverstärkung. Die intrinsische
Motivation tritt bei im Zusammenhang mit Loyalität und Gehorsam auf oder wenn
eine Handlung selbst als lustvoll oder anregend erlebt wird (z.B. bei
Sportlern, Tänzern usw.)
3.3.3 Zusammenspiel
Intrinsische und extrinsische Motivation schließen
sich nicht grundsätzlich aus und können zugleich in derselben Tätigkeit wirken.
Allerdings sind beide nicht einfach kumulierbar: Extrinsische Motivation, die
z. B. durch künstliche Anreize eine vorhandene intrinsische Motivation teilweise
oder ganz verdrängt und die Wertigkeit der Handlungsfolgen durch den sog.
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4.)
Die Zwei-Faktoren Theorie von
Frederick Herzberg
Grundlage dieser Theorie ist die von Herzberg und
seinen Mitarbeitern durchgeführte, bekannte, Pittsburgh Studie, in der über 200
Ingeneure und Buchhalter befragt wurden. In dieser Studie haben Sie untersucht
welche Faktoren Unzufriedenheit vermeiden oder abbauen und welche insbesondere
Zufriedenheit hervorrufen.
„Dabei fand Herzberg heraus, dass nur ganz selten
dieselben Ursachen (Faktoren) im Zusammenhang mit guten und schlechten
Arbeitserlebnissen genannt werden.“
Grafiken wurden automatisiert entfernt Abbildung 1 Einflussfaktoren auf Arbeitseinstellung nach
Herzberg (1966, S.57)
Herzberg schließt daraus, dass
Arbeitszufriedenheit bzw. Arbeitsunzufriedenheit
nicht unmittelbar voneinander abhängen sondern im Gegenteil zwei voneinander
unabhängige Dimensionen darstellen.
Analog dazu definiert er zwei Arten von Anreizen, die Herzberg als Motivatoren
und Hygienefaktoren bezeichnet.
4.1
Motivatoren
und Hygienefaktoren
Motivatoren sind nach Herzberg Faktoren die zur
Zufriedenheit führen wohingegen die Verschlechterung der Hygienefaktoren zur
Unzufriedenheit
führen. Dies definiert Herzberg analog der Hygiene in der Medizin.
„Bezogen auf die Arbeitsmotivation bedeutet das:
Wenn sich Hygiene-Faktorenverschlechtern, steigt die Unzufriedenheit der
Mitarbeiter; wenn bei ihnen eine Verbesserung eintritt, wird keine Unzufriedenheit
empfunden, aber auch keine Zufriedenheit, da Verbesserung als
selbstverständlich angesehen werden.“
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