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Dialoganalyse - Iphigenie auf Tauris, 1. Aufzug 3. Auftritt .docx

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Human Science
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German
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Dialoganalyse – „Iphigenie auf Tauris“; 1. Aufzug, 3.Auftritt, Vers 300 - 436

Das Drama „Iphigenie auf Tauris“ wurde von Johann Wolfgang von Goethe geschrieben und erschien 1787. Thema des Dramas ist das Leben der Iphigenie auf Tauris, die von der Göttin Diana dorthin gebracht wurde, um sie vor einer Opferung durch Iphigenies Vater Agamemnon zu retten.
Der zu analysierende Dialog findet zwischen der Priesterin Iphigenie und dem König Thoas statt; Thoas, der gerade von einem erfolgreichen Feldzug wiederkommt, bittet Iphigenie in diesem Dialog um ihre Hand.

Im Folgenden werde ich den vorliegenden Dialog analysieren, indem ich eine inhaltliche Gliederung des Gesprächs vornehme und indem ich die einzelnen Standpunkte der Gesprächsteilnehmer untersuche. Des Weiteren werde ich die sprachlichen Gegebenheiten analysieren.

Das Gespräch beginnt damit, dass Iphigenie Thoas verrät, dass sie aus „[…] Tantalus‘ Geschlecht“ stammt (V.306), die für ihre Bereitschaft Familienmitglieder zu opfern in der gesamten alten Welt bekannt sind.

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V. 450). Also erzählt Iphigenie von ihrer Familie (vgl. V.351 – 396) und als sie alles berichtet hat, was es zu berichten gibt, will Thoas wissen, wie Iphigenie ihrer Familie entkommen konnte (vgl. V. 399). Und auch hier erzählt Iphigenie dem König was geschehen ist (vgl. V. 400 – 432); Thoas bleibt trotz Iphigenies Ahnenlinie unbeeindruckt (vgl.

V. 433f) und wiederholt danach seinen Antrag: „Komm, folge mir und teile, was ich habe.“ (V. 436).

Iphigenie, die in diesem Dialog auch den größten Gesprächsanteil hat, zeigt direkt zu Beginn des Gesprächs mit Thoas, dass sie eigentlich nur ungern über ihre Familie, über ihr Geheimnis, sprechen möchte (vgl.

V. 300ff) und sie denkt, dass dieses Geheimnis „[…] schadet […]“ (V. 304). Sie versucht Thoas‘ Interesse zu mildern, indem sie ihm sagt, dass sie selbst aus dem Geschlecht des Tantalus kommt (vgl. V. 306); sie hofft auf eine Abschreckung, da sie in keinem Fall an einer Heirat interessiert ist.

Im Anschluss versucht Iphigenie die Taten ihres Ahnherrens durch die Aussage, dass der Mensch viel zu schwach sei, um mit den Göttern zu wandeln (vgl. V. 315ff), zu rechtfertigen. Iphigenie wird von Thoas dazu ermutigt weiterzureden, indem dieser ihr sein Vertrauen verspricht (vgl. V. 349f). Thoas, der immer noch an einer Hochzeit mit der Priesterin interessiert ist, will unbedingt die gesamte Familiengeschichte der Iphigenie erfahren, denn dies war ihr Trumpf, um sich gegen den Heiratsantrag zu wehren (vgl.

V. 304ff). Wahrscheinlich will er diesen Trumpf einfach zu Nichten machen, um Iphigenie von einer Hochzeit zu überzeugen.

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V. 350) und sich recht unbeeindruckt von ihrer Familiengeschichte zeigt. Durch die Zusicherung seines Vertrauens zwingt er praktisch Iphigenie dazu, sich zu öffnen.

Goethe benutzt in Vers 428 das Wort „Wolke“ als ein Symbol für die Rettung, die Iphigenie erfahren hat. Warum hier eine Metapher verwendet wird, ist nicht klar, allerdings unterstützt diese Metapher die Geheimniskrämerei der Iphigenie.
Des Weiteren verwendet Goethe einen Blankvers, also einen ungereimten fünfhebigen Jambus, um die Dramatik der Sprechphasen zu verstärken.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass Iphigenie durch Thoas dazu gezwungen wird, über ihre Familie zu sprechen. Dieser verspricht ihr dafür sein Vertrauen.

Iphigenie, die hoffte, dass sie Thoas mit dem Lüften ihres Familiengeheimnisses davon überzeugen kann, dass sie als Braucht nicht geeignet ist, doch Thoas wiederholt seinen Antrag.


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