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Der Venus-Effekt .doc

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Faculty
Natural Science
Discipline
Geology
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University, School
Studien Kolleg Obermarchtal
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(ziemlich waghalsige Theorie in Zeiten des Meeresspiegelanstieges)
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Der Venus-Effekt

Venedig von der Wasser- zur Wüstenstadt

Der Markusplatz in Venedig : Ausgedörrt, vertrocknet, ohne einen Tropfen Wasser. Während früher die Stadt am Mittelmeer regelmäßig überschwemmt wurde und Italiens Regierung mehrere Milliarden Euro für den Hochwasserschutz ausgab, liegt die ehemalige Handelsmetropole nach Jahrhunderten der globalen Erwärmung jetzt im Tal einer gigantischen Wüste, die sich von Afrika bis nach Skandinavien erstreckt.

Das Mittelmeer ist vollständig verdunstet. Dies ist ein Beispiel, wie der Venus-Effekt unsere Welt in den nächsten Jahrzehnten zerstören kann.

Bereits heute sind rund 30 Prozent der weltweiten Landflächen von lebensfeindlicher Wüste verschluckt worden - und jedes Jahr werden es über 100 000 Quadratkilometer mehr.

Wenn sich das Klima in diesem Jahrhundert nicht ändert, droht die Erde wie der Wüstenplanet Venus zu werden. Diese Entwicklung, der Venus-Effekt, wäre für uns Menschen tödlich.

Ursachen der Desertifikation

Ausgelöst wird die Ausbreitung der Wüste, die Desertifikation, durch zweierlei Punkte: Zum einen die Witterung, doch hauptsächlich gilt der Mensch als Ursache.

 

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Der häufigste Eingriff des Menschen in den Naturhaushalt der Trockengebiete besteht in der Überweidung, das heißt, der Viehbestand pro Fläche ist unter den gegebenen Verhältnissen zu groß.

Durch das Weiden wird die Pflanzendecke immer weniger und der Boden wird aufgelockert. Die Folge ist eine zunehmende Erosion, wodurch den Pflanzen die Grundlage zum Wachsen noch weiter entzogen wird.

An zweiter Stelle ist die unangepasste ackerbauliche Nutzung. Fehlerhafte Bewässerungstechniken, Pflügen auf geneigten Flächen und ungeeignete Pflanzen sind Ursachen von Bodenveränderungen, die zu geringerem Bewuchs und damit stärkerer Erosion führen.

Schließlich ist auch die Entwaldung in Trockengebieten eine wichtige Ursache. Die Gewinnung von Ackerland und der Bedarf an Brenn- und Bauholz haben in vielen Gebieten der Erde den Baumbestand drastisch reduziert.

Insbesondere in vielen dichtbesiedelten Regionen Afrikas, in denen Holz auch heute noch den wichtigsten Energieträger darstellt. Weiterhin verursachen weniger Pflanzen auch den Rückgang des Niederschlags in der betreffenden Region und so zur Desertifikation.

 

 

 

 

 

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Durch die Globalisierung und somit der stetige Anstieg der Temperatur, schmelzen die Polkappen und der Meeresspiegel steigt.

Und genau das führt zu einer Kettenreaktion, dem so genannten galoppierenden Treibhauseffekt: denn der offene Ozean speichert mehr Sonnenenergie als das reflektierende Eis, und die damit einhergehende Erwärmung des Wassers führt wiederum zu einem schnelleren abschmelzen der Polkappen. Da die Pole mehr als 400 Gigatonnen des Treibhausgases Methan binden, würde dieses beim abschmelzen freigesetzt werden und den Temperaturanstieg noch weiter beschleunigen.

Schließlich wird es auf der Erde so warm, dass das Meerwasser verdunstet und der gesamte Planet Erde trockenliegt.

Folgen der Desertifikation

Jedes Jahr wird eine Fläche der Größe Portugals, also 100 000 Quadratkilometer Land, zur Wüste. Bereits heute sind große Teile Spaniens verschluckt.

Innerhalb weniger Jahrzehnte haben sich hier weitläufige Wüstenlandschaften gebildet. Heute sind bereits mehr al 30 Prozent des Landes von der zunehmenden Verwüstung betroffen. Auch in anderen südeuropäischen Ländern, sind die Regenmengen dramatisch gesunken und in einigen Regionen entsprechen die Temperaturen heute denen, die in Marokko, Algerien und Mauretanien vor 20 Jahren herrschten.

 

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Chinguetti

Über die Hälfte der Bewohner haben die alte Handelsmetropole in Mauretanien mittlerweile verlassen. Doch Chinguetti in der Sahara ist kein Einzelfall, allein in den nächsten 10 Jahren könnte die Verwüstung mehr als 50 Millionen Menschen zur Flüchtlingen machen.

Zentimeter um Zentimeter frisst sich der Sand durch die engen Gassen. Die feinen Körner dringen durch jeden spalt, jede noch so kleine ritze im Mauerwerk der Stadt.


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