Sie wird für alles aber
nicht das Gute genutzt.
„Warum sind wir so, fragt sich der Sehende, wenn er die
Treppen der Finsternis hinabsteigt. Und er sieht das Unheil.“
Die Zerstörung der Erde, der plötzliche Weltuntergang, die
Apokalypse, das ist es, was dem Menschen Angst macht. Der Tod hallt in jedem
von uns. Doch der Sehende nimmt ihn auf und lässt ihn zu einem Teil an seiner
Seite werden. Er verschmilzt mit ihm und lernt durch ihn. Denn diese Angst hat
sich jeder selbst zuzuschreiben.
Jeder. Denn wir vernichten die Erde für ein
gutes Leben. Keiner mag sich ein Ende der Welt vorstellen können, aber durch
jeden von uns kommt dieser Alptraum, im Sinne der Menschheit, jeden Tag ein
Stückchen näher. Jeden Tag geht die Welt schon ein bisschen unter. Ist sie
schon tot? Das beschäftigt den Sehenden. Er weiß es nicht. Aber er kennt die
Lösung. Die Lösung aller Dinge. Umkehren lässt sich das hier nie, aber man kann
es bessern. Niemals ganz, aber ein Anfang ist allemal besser als ein Ende.
Erstmal zählt allein der Gedanke. Der Wille, der dadurch entsteht ist von
unglaublichem Wert. Sich als Sehender zu bezeichnen ist jedem möglich, der
erkennt.
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durch die Emotionen. Denn sie lenken uns mehr, als wir denken. Die Schuld ist
nicht bei ihnen zu suchen. Sie sind nur Gefühle und können weder denken noch
handeln. Aber sie treiben uns zu Handeln, sie geben uns Gründe. Meist, um
Schlechtes zu tun. Aber wir können uns selbst kontrollieren, indem wir unseren
Einfluss erkennen.
Und wir müssen diesen Einfluss entweder vermindern, oder ihn
zu schätzen wissen, wobei letzteres wünschenswert wäre. Unser Einfluss ist uns
nicht bewusst. Jeder hat ihn. Jeder nutzt ihn. Wenn es wichtig ist, dann nicht,
aber immer dann, wenn man anderen schaden kann. Ist das gut ? Fragt sich der Sehende.
Und dabei blitzt schon die nächste, entscheidende Frage durch die Dunkelheit
der kommenden Nacht.
„Was ist böse, was ist gut? Ist das eine Ansichtssache?
Diese Frage beschäftigt den Sehenden. Doch er weiß, dass er sein Ziel bald
erreicht hat. Denn die Morgendämmerung erwacht und schickt ihn langsam zurück
ins Leben.“
Der Sehende kennt sich selbst. Er sieht die anderen
Menschen, die, die nicht begreifen wollen, dass sie sind wie sie sind. Jeder
will sich ändern. Aber zum „Guten“?. Gut und Böse sind Einbildungen. Falsche
Tatsachen. Werkzeuge der Oberen. Vorstellungen, die uns beeinflussen. Alles hat
zwei Seiten und nur wenn man beide beachtet, dann wird man zu dem, den die
Gesellschaft als „gut“ bezeichnet.
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ist beseitigt. Und der Sehende möchte zu solch einem Schlichter werden. Er
möchte jedem zeigen, wie einfach unser doch so komplexes Leben ist. Er sieht.
Und das beendet diesen Text. Wir sind nun nicht unbedingt so
schlau wie vorher. Wir sind schlauer, denn der Welt wurde hier eine neue
Möglichkeit gegeben. Die des Sehenden, des neutralen Beobachters, der sich
selbst kennt und jedem zeigt, wie er ist. Der Sehende soll zum Werkzeug unserer
Welt werden. Einer besseren Welt.
„Geh hin und sieh, was die Welt bedeutet. Erkenne sie und
sie wird dir helfen. Lebe sie und lass sie leben. Denn die Welt ist es, was wir
brauchen. Die Welt ist der König, die Natur, die Welt ist finster für den
Sehenden. Geh hin und bring Frieden, der du von der Finsternis lernst. Geh hin
und sieh.“
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Anhang:
Dieser Text soll einen kleinen Einblick in diese neue
Ideologie bringen. Wenn es Fragen geben sollte, dann bin ich gerne bereit sie
zu beantworten. Es ist schwer all seine Gedanken in diesem Text
zusammenzufassen, aber meine Gedanken sind in meinem Kopf, jederzeit abrufbar.
Der Sehende ist nur das Endstadium, der Weg dahin ist schwer, ich selbst
arbeite an mir, um das zu erreichen.
„Mögest du von der Finsternis lernen und sehen, mein
Freund.“
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