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Der Schöckl .doc

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Environmental Science
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Geo Sciences
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2009
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Exkursion Schöckl

Der Schöckl ist der Grazer Hausberg.

Der Name Schöckl kommt ursprünglich aus dem Slawischen und wird erstmals 1147 als Monssekkel erwähnt und ab 1326 war er unter dem Namen Schöckl bekannt.

Der Schöckl (1445m) kommt nicht über die Waldgrenze hinaus, obwohl seine Gipfel „waldfrei“ sind , durch die Rodung der Waldflächen erschuf man sich Weideflächen für die Rinderzucht.

Kurze Angabe zur Entstehung der Alpen:

Zur Zeit der Trias vor 220 000 000 Jahren gab es nur einen einzigen Kontinent (Pangea), die gesamte Landmasse war vom Meer umschlossen.

In der Obertias vor 200 000 000 triffteten die Platten langsam auseinander.

Ein Randmeer der Tethys dehnte sich zwischen Italien und Mitteleuropa aus, diese hinterließ mehrere tausend Meter dicke Sedimentschichten, durch die Plattenverschiebung nach Norden von Afrika kamen diese dicken Sedimentschichten wieder zum Vorschein und bildeten die Alpen.

Wahrnehmung der Berge:

Früher wurde der Berg mit Schrecken betrachtet, da man sich viele Wetterereignisse die vermeintlich mit den Schöckl zu tun hatten nicht erklären konnte. Daraus entstanden viele Sagen und Mythen.

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Durch die Erschließung der Berge wurden sie immer interessanter für Tourismus, Sport und Erholung.

Umfeld:

Das Grazer Becken wird vom Steirischen Randgebirge (Kalk und Schiefer) umschlossen.

Im Süden schließt sich das Riedelland an. Das gesamte Gebiet ist von Beckenlandschaften (Semriach Passail) und Durchbruchtälern (Bruck, Graz) die quer zu den Gebirgszügen liegen geprägt.

Allgemein:

Sediment Gesteine:

Verfestigung von Sedimenten

·        Mechanisch, Clustisch (Brekzie)

·        Chemisch-, Biogene Sedimente (Kalk, Schnecken, Muscheln)

Metamorphe Gesteine:

Umwandlungsgesteine

·        Orthogesteine (aus Magmatiten)

·        Paragesteine (aus Sedimentgesteinen z.B. Marmor)

Magmagesteine:

·        Vulkanite (aus heißer Lava)

·        Plutonite (erstarren sehr langsam z.B. Granite)

Geologie des Schöckl:

Die Hauptmasse besteht aus Schöcklkalk aus dem Paläozoikum, weiters finden finden sich grünschiefer, Tonschiefer, Metamorphite und Radegunder- Kristallin.

Der Schöcklkalk ist sehr wasserdurchlässig, es gibt dadurch sehr viele Quellen auf und rund um dem Schöckl

Schichten:

·        Das Kellergeschoss besteht aus Radegunder- Kristallin

·        Das Erdgeschoss aus Glimmerschiefer (leicht zu verreiben -> Frostsprengung)

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Formenwelt auf dem Schöckl:

Der Schöckl hat eine asymmetrische Form aufgrund der querliegenden Kalkplatte.

Charakteristisch dafür ist der Karst, typische Formen dafür sind Dolinen, Karren, Poljen, Höhlensysteme und Vollformen.

·        Dolinen sind trichterförmige Mulden, die durch Lösung des unterirdischen Kalkes oder durch unterirdische Einstürze entstanden.

·        Vollformen sind Kuppen und erheben sich über die Umgebung

·        Karren sind eine durch Fließgewässer entstandenen Verwitterungsformen im Karst

·        Höhlensysteme entstehen durch Deckenverschiebungen oder durch Wasserlösungen (am Schöckl gibt es um die 50 Hohlen, am bekanntesten sind die Leopoltinenhöhle (143 m tief), das Kleine und das Große Wetterloch)

·        Poljen sind Becken innerhalb der verkarsteten Gebirge

Eine Besonderheit ist der relative Höhenunterschied zur Stadt, welcher immerhin fast 1100 Meter beträgt. Auch ist der Schöckl die letzte hohe Erhebung im Südosten des Grazer Berglandes, bevor die Landschaftsformen in die weichen Riedellagen überwechseln.

Bedeutung des Schöckls:

Der Schöckl ist ein wichter Orientierungspunkt. Ab dem 1600 Jahrhundert wurden Feuerstationen errichtet, um vor sich nähernden Feinden zu warnen. Zu dieser Zeit wurde das Hochplateau des Schöckls auch gerodet um Weideflächen zu gewinnen.

Heute dient der Schöckl als Schiegebiet, Frischluftreservoir, Rückzugs- und Wandergebiet.

 

Pflanzenwelt:

Der Schöckl ist ein Pseudoalpinergipfel. Obwohl der Schöckl 1445m hoch ist, kommen trotzdem Alpenpflanzen die erst über 1800m wachsen vor.

Vorrangig wachsen auf dem Schöckl die Alpenrose und die Glockenblume. Bemerkenswert sind die Wetterföhren, die ihre Äste dem Wind abweisen.

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Klima:

Das Klima auf dem Schöckl wird seit 1894 gemessen, früher erledigte das der Wirt des Stubenberghauses, er musste Niederschlag, Temperatur und Luftdruck messen!

Im Südosten gibt es eine doppelt so hohe Sonneneinstrahlung als im Nordwesten. Im Südosten bilden sich dadurch Aufwinde, die sich die Paragleiter zunutze machen. Sie entstehen durch die Sonneneinstrahlung auf dem Boden, der sich dadurch erwärmt und Aufwinde erzeugt.

Im Winter ist der Schöckl sehr begünstigt von der Sonnenscheindauer, er hat mehr Sonneneinstrahlung als Graz in dieser Jahreszeit.

Die Temperatur am Schöckl weißt große Unterschiede auf. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 4 °C, die durchschnitts Höchstwerte liegen im Juli bei 12,4 °C und die durchschnitts kältesten Werte liegen im Jänner bei -3,4 °C

Der Schöckl ist sehr Niederschlagsarm im Winter, jedoch im Sommer sehr hohe Bereitschaft für Gewitter. Im Durchschnitt fällt 993 mm Niederschlag im Jahr, der Höchstwert liegt bei 1018, im Vergleich Graz mit 818 mm.

Sagen:

Um den Schöckl ranken sich zahlreiche Sagen wie z.B.:

·        Die Burg Klamm am Schöckl

·        Die Wetterhex

·        Die weiße Frau am Schöckl

 

 


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