Exkursion
Schöckl
Der Schöckl ist
der Grazer Hausberg.
Der Name Schöckl
kommt ursprünglich aus dem Slawischen und wird erstmals 1147 als Monssekkel
erwähnt und ab 1326 war er unter dem Namen Schöckl bekannt.
Der Schöckl
(1445m) kommt nicht über die Waldgrenze hinaus, obwohl seine Gipfel „waldfrei“
sind , durch die Rodung der Waldflächen erschuf man sich Weideflächen für die
Rinderzucht.
Kurze
Angabe zur Entstehung der Alpen:
Zur Zeit der
Trias vor 220 000 000 Jahren gab es nur einen einzigen Kontinent (Pangea), die
gesamte Landmasse war vom Meer umschlossen.
In der Obertias
vor 200 000 000 triffteten die Platten langsam auseinander.
Ein Randmeer der
Tethys dehnte sich zwischen Italien und Mitteleuropa aus, diese hinterließ
mehrere tausend Meter dicke Sedimentschichten, durch die Plattenverschiebung
nach Norden von Afrika kamen diese dicken Sedimentschichten wieder zum
Vorschein und bildeten die Alpen.
Wahrnehmung
der Berge:
Früher wurde der
Berg mit Schrecken betrachtet, da man sich viele Wetterereignisse die
vermeintlich mit den Schöckl zu tun hatten nicht erklären konnte. Daraus
entstanden viele Sagen und Mythen.
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Durch die
Erschließung der Berge wurden sie immer interessanter für Tourismus, Sport und
Erholung.
Umfeld:
Das Grazer
Becken wird vom Steirischen Randgebirge (Kalk und Schiefer) umschlossen.
Im Süden
schließt sich das Riedelland an. Das gesamte Gebiet ist von Beckenlandschaften
(Semriach Passail) und Durchbruchtälern (Bruck, Graz) die quer zu den
Gebirgszügen liegen geprägt.
Allgemein:
Sediment
Gesteine:
Verfestigung von
Sedimenten
·
Mechanisch, Clustisch (Brekzie)
·
Chemisch-, Biogene Sedimente (Kalk,
Schnecken, Muscheln)
Metamorphe
Gesteine:
Umwandlungsgesteine
·
Orthogesteine (aus Magmatiten)
·
Paragesteine (aus Sedimentgesteinen z.B.
Marmor)
Magmagesteine:
·
Vulkanite (aus heißer Lava)
·
Plutonite (erstarren sehr langsam z.B.
Granite)
Geologie
des Schöckl:
Die Hauptmasse
besteht aus Schöcklkalk aus dem Paläozoikum, weiters finden finden sich
grünschiefer, Tonschiefer, Metamorphite und Radegunder- Kristallin.
Der Schöcklkalk
ist sehr wasserdurchlässig, es gibt dadurch sehr viele Quellen auf und rund um
dem Schöckl
Schichten:
·
Das Kellergeschoss besteht aus
Radegunder- Kristallin
·
Das Erdgeschoss aus Glimmerschiefer
(leicht zu verreiben -> Frostsprengung)
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Formenwelt
auf dem Schöckl:
Der Schöckl hat
eine asymmetrische Form aufgrund der querliegenden Kalkplatte.
Charakteristisch
dafür ist der Karst, typische Formen dafür sind Dolinen, Karren, Poljen, Höhlensysteme
und Vollformen.
·
Dolinen sind trichterförmige Mulden, die
durch Lösung des unterirdischen Kalkes oder durch unterirdische Einstürze
entstanden.
·
Vollformen sind Kuppen und erheben sich
über die Umgebung
·
Karren sind
eine durch Fließgewässer entstandenen Verwitterungsformen im Karst
·
Höhlensysteme
entstehen durch Deckenverschiebungen oder durch Wasserlösungen (am Schöckl gibt
es um die 50 Hohlen, am bekanntesten sind die Leopoltinenhöhle (143 m tief), das
Kleine und das Große Wetterloch)
·
Poljen sind Becken innerhalb der
verkarsteten Gebirge

Eine
Besonderheit ist der relative Höhenunterschied zur Stadt, welcher immerhin fast
1100 Meter beträgt. Auch ist der Schöckl die letzte hohe Erhebung im Südosten
des Grazer Berglandes, bevor die Landschaftsformen in die weichen Riedellagen
überwechseln.
Bedeutung
des Schöckls:
Der Schöckl ist
ein wichter Orientierungspunkt. Ab dem 1600 Jahrhundert wurden Feuerstationen
errichtet, um vor sich nähernden Feinden zu warnen. Zu dieser Zeit wurde das
Hochplateau des Schöckls auch gerodet um Weideflächen zu gewinnen.
Heute dient der
Schöckl als Schiegebiet, Frischluftreservoir, Rückzugs- und Wandergebiet.
Pflanzenwelt:
Der Schöckl ist
ein Pseudoalpinergipfel. Obwohl der Schöckl 1445m hoch ist, kommen trotzdem
Alpenpflanzen die erst über 1800m wachsen vor.
Vorrangig
wachsen auf dem Schöckl die Alpenrose und die Glockenblume. Bemerkenswert sind
die Wetterföhren, die ihre Äste dem Wind abweisen.
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Klima:
Das
Klima auf dem Schöckl wird seit 1894 gemessen, früher erledigte das der Wirt
des Stubenberghauses, er musste Niederschlag, Temperatur und Luftdruck messen!
Im Südosten gibt
es eine doppelt so hohe Sonneneinstrahlung als im Nordwesten. Im Südosten
bilden sich dadurch Aufwinde, die sich die Paragleiter zunutze machen. Sie
entstehen durch die Sonneneinstrahlung auf dem Boden, der sich dadurch erwärmt
und Aufwinde erzeugt. Im Winter ist der Schöckl sehr begünstigt von der
Sonnenscheindauer, er hat mehr Sonneneinstrahlung als Graz in dieser
Jahreszeit.
Die Temperatur
am Schöckl weißt große Unterschiede auf. Die Jahresdurchschnittstemperatur
liegt bei 4 °C, die durchschnitts Höchstwerte liegen im Juli bei 12,4 °C und
die durchschnitts kältesten Werte liegen im Jänner bei -3,4 °C
Der Schöckl ist
sehr Niederschlagsarm im Winter, jedoch im Sommer sehr hohe Bereitschaft für
Gewitter. Im Durchschnitt fällt 993 mm Niederschlag im Jahr, der Höchstwert
liegt bei 1018, im Vergleich Graz mit 818 mm.
Sagen:
Um den Schöckl ranken
sich zahlreiche Sagen wie z.B.:
·
Die Burg Klamm am Schöckl
·
Die Wetterhex
·
Die weiße Frau am Schöckl
|