DER ORT GOTTES (GOTT IM MITMENSCHEN),
Die Legende ist eine christliche Antwort auf die
Frage nach dem Ort Gottes!
Dies kann man an den Geschichten über den Heiligen Martin
und die Heilige Elisabeth prüfen und von Placidus.
Martin:
Nachdem Martin seinen Mantel geteilt hatte, erschien ihm in
der Nacht Christus mit seinem Mantelstück. Das Wort des Evangeliums deutete dem
Martin seine eigene Tat: „Was immer ihr einem meiner geringsten Brüder getan
habt, das habt ihr mir getan.“
Elisabeth:
Elisabeth nahm einmal einen Aussätzigen, pflegte und wusch
ihn und legte ihn in ihr Bett. Der Landgraf wollte sich von dieser
Ungeheuerlichkeit überzeugen, aber als er den Aussätzigen sah, öffneten sich
seine inneren Augen, und er sah den gekreuzigten Jesus. Er segnete seine
Gemahlin und hieß gut, was sie getan hatte.
Oft verkaufte sie ihren Schmuck, um den Armen zu helfen. Sie
half den Kranken und berührte sie mit ihren Händen, was ihre Mägde nicht tun
mochten. Während der Hungersnot (1225) in Deutschland, verteilte sie alles
Korn, das auf ihren Höfen geerntet worden war, an die Hungernden. Von ihren
Dienerinnen ließ sie sich nicht mit „Herrin“ oder „Ihr“ anreden, sondern mit
„du“.
Von ihrem Witwengeld stiftete sie das Hospiz in Marburg und
half dort die Kranken zu versorgen.
Placidus:
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Der Kern dieser Legende ist ein sogenanntes Wandermotiv.
Später wird nicht mehr von Placidus erzählt, sondern von Eustachius- heute wird
dieser Jäger Hubertus genannt.
Der Jäger verfolgte seine Beute nicht mehr weiter, da er
sein Opfer als den „Ort Gottes“ erkannt hatte.
WO IST GOTT?
Ein Bericht über das KZ Buna vom jüdischen
Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel:
Eines Tages standen am Appellplatz drei Galgen. Einer von
den drei gefesselten Todeskandidaten war ein kleiner Junge. Mehr als eine halbe
Stunde kämpfte er mit dem Tod. Wo ist Gott bei so etwas? Dort- dort hängt er...