Theorie und Methoden Gerhard LIEB Organisatorisches:­ Prüfung: kurzfristig (2-3 Tage, max. 1 Woche) ausmachen, mündlich, Schwerpunkt: Verständnis 1. Zum Wesen der Geografie 1.1. Alte und n
Einführung in die PHYSISCHE GEOGRAPHIE Vorlesungsmitschri­ft aus WS 03/04 und WS04/05 1.) Die Stellung der physischen Geographie innerhalb der Geographie 1.1) Seit wann gibt es die ph.G? 1.2)
Der Islamische Kulturraum I 2.1. Die Anfänge des Islam .......... 2.1.1 Die geopolitische Großwetterlage .......... 2.1.2 Das vorislamische Arabien .......... Ergänzung zur letzten Stunde: St
Die Walser am Hochtannberg Die Walser sind ein alemannisches Volk aus dem Schweizer Kanton Wallis. Im 14 Jh. breiteten sie ihr Siedlungsgebiet aufgrund des Bevölkerungsdrucke­s Dunkelgrau: ehemal
Die
Aufgabenstellung im Rahmen des Seminarthemas „Nordföhn in Graz“ bestand in der
Auswertung von direkten Beobachtungsdaten von Nordföhnaufzeichnungen in den
Jahren 1990 bis 2006, zur Verfügung gestellt von Prof. Wakonigg. Diese Daten
bestanden aus subjektiven Eindrücken von Nordföhnereignissen und lieferten
Information über Datum, Uhrzeit, Temperatur, Niederschlag, relative Luftfeuchte
und Bemerkungen zu den einzelnen Föhnereignissen.
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Außerdem
lieferte die Seminararbeit „aktuelle Klimaänderung im Spiegel der Häufigkeit bestimmter
Luftmassen im Raum Graz“, zur Verfügung gestellt von Christoph Hödl, tägliche
Daten aus dem Zeitraum von 1990 bis 2005 über die Luftmassen über Graz.
„Der Föhn ist
eine absinkende Luftströmung, die bei der Überströmung eines Gebirges oder
Hochplateaurandes auf seiner Leeseite auftritt, und die dort zu kräftigem,
böigem Wind führt, dessen Einsetzen im Tal bzw. am Gebirgsfuß mit einem Anstieg
der Temperatur und einem Rückgang der relativen Feuchte verbunden ist.“[1] Der
Föhn ist, wie in einigen Quellen behauptet wird, kein katabatischer Wind.
Der Begriff
„Föhn“ lässt sich aus dem lateinischen Wort „flavonius“ ableiten und bedeutet
„mild“. Ursprünglich war mit dem Begriff Föhn nur der trockene Fallwind in den
Alpen gemeint, er wurde aber zunehmend zum internationalen Begriff und
beschreibt heute Winde in allen Gebirgen der Welt, welche dieselben
Eigenschaften besitzen wie der alpine Föhn.[2]
Über die
Entstehung des Föhns war sich die Wissenschaft lange uneins, eine befriedigende
Erklärung lieferte die durch HANN beschriebene „thermodynamische Föhntheorie“.
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Die Luft steigt jedoch weiter auf bis sie die Kammhöhe erreicht
und kühlt dabei um ca. 0,6°C pro 100 Meter (je nach Feuchtigkeitsgehalt der
Luft) weiter ab. Auf der Leeseite strömt sie hinunter, es findet
trockenadiabatische Erwärmung und eine Abnahme der relativen Feuchtigkeit um
ca. 4% pro 100 Meter statt.[3]
Seibert
widerspricht in ihrer Arbeit über den Föhn in den Alpen dieser Theorie. Sie
geht davon aus, dass es für das Auftreten von Föhn einen Strömungsantrieb quer
zum Gebirge benötigt. Weiters beeinflußt das vertikale Temperatur- und
Windprofil in der anströmenden Luft wesentlich die Ausprägung und Intensität
des Föhns.
Der Antrieb für die Überströmung des Windes über das Gebirge ist in
der Regel der großräumige Druckgradient. Die Luft strömt im Lee der Alpen aus
ca. 2000 bis 3000 Meter Höhe bis zum Grund der Alpentäler und des Alpenvorlandes.
Auf der anderen Seite des Gebirges steigt sie nur wenig auf, kann unterhalb von
1500 bis 2000 Meter auch blockiert werden und gar nicht aufsteigen.
Außerdem
kann die „thermodynamische Föhntheorie“ nicht jene Föhnfälle erklären, bei
denen auf der Luvseite kein Niederschlag fällt oder nicht einmal Staubewölkung
auf der Luvseite herrscht. Der Temperaturunterschied bei Föhn ist zu erklären
durch die Höhe der Gebirgsbarriere und der Schichtung der Luft vor Föhnausbruch.[4]
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Die Erwärmung ist nie so hoch wie die bei Südföhn, außerdem kann es
vorkommen, dass der Wind nicht Föhn- sondern Boracharakter hat.[5]
Die Entwicklung
des Nordföhns unterscheidet sich ebenfalls vom Südföhn. Gemeinsam haben sie die
an wandernde Zyklonen gebundene Entstehung. Aber der Südföhn tritt auf der
Vorderseite nördlich vorüber ziehender Zyklonen auf, der Nordföhn auf deren
Rückseite.
Der Nordföhnwetterlage geht in allen Fällen Tiefdrucktätigkeit im
Mittelmeer voraus. In Mitteleuropa herrscht vor Föhn hoher Druck. Das Hoch
dringt nun vor, dehnt sich von Norden her aus ins westliche Osten. Das Hoch
wiederum gewinnt an Raum je weiter es von Norden oder Nordwesten nach Mittel-
und Südeuropa vordringt.
Es bildet einen Keil hohen Druckes nördlich der
Ostalpen, der nach Ausgleich der Druckdifferenzen zwischen Nord- und Südseite
der Alpen wieder verschwindet. Nach dem Ende des Föhns reicht das Hoch bis ins
Mittelmeer.[6]
Die Auswertung
der Daten erfolgte in zwei Schritten, zuerst wurde das direkte Beobachtungsmaterial
hinsichtlich der Klimaelemente Temperatur, Windrichtung, Windgeschwindigkeit,
relative Luftfeuchtigkeit, Bewölkung, Sichtweite und Niederschlagsmenge
untersucht.
Aus den gewonnen Daten wurden danach Kriterien definiert die einen
‚idealen Nordföhntag‛ repräsentieren.
Diese Kriterien
sind:
a)eine relative Luftfeuchtigkeit kleiner oder
gleich 50% während des NF Ereignisses
b)eine Termin-Windgeschwindigkeit von mindestens 2
Beaufort
c)eine außerterminliche maximale
Windgeschwindigkeit von mindestens 5 Beaufort
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e)eine Sichtweite von mindestens 50 km
Die Kriterien Niederschlag, Bewölkung und Temperatur zeigten kein einheitliches
Muster da sie stärker durch die jahreszeitlichen Schwankungen überprägt sind als
durch ein einzelnes Nordföhnereignis, oder je nach vorher herrschender
Witterung zu oder abnehmen (z.B. Bewölkung)
Im zweiten
Schritt wurde nun der Zeitraum vom 1 Jänner 1990 bis 31 Dezember 2006 nach
diesen Kriterien hin auf Nordföhntage durchsucht. Insgesamt konnten wir 447
Nordföhntage identifizieren, das entspricht 26,3 Tagen pro Jahr, wobei diese
Zahl einer Standardabweichung von 6,35 Tagen unterworfen ist.
So war das
Minimum an NF Tagen im Jahr 2004 mit nur 16 Werten, das Maximum im Jahr 1997
aber hingegen mit 37 Tagen. Ein positiver Trend von +0,06 Tagen/Jahr konnte
zwar festgestellt werden, dieser ist aber zu gering um daran eine Zunahme
ablesen zu können.
Bei der
jahreszeitlichen Verteilung ergab die Analyse ein eindeutiges Maximum im
Frühjahr in den Monaten Februar, März und April, sowie ein Minimum an NF Tagen
im Sommer bzw. Frühherbst von August bis Oktober, zurückzuführen ist dies auf
die Verschiebung der Hoch/Tiefdruckgürtel im Jahresverlauf.