Ein Mann will ihm etwas Besseres als die Klapper geben,
nämlich den Ruf „Allahu akbar“ (Es gibt keinen Gott außer Gott. Ich bekenne,
dass Mohammed der Prophet Gottes ist. Auf zum Gebet! Auf zum Heil!). Und
diesen Ruf übernahm Mohammed.
Doch Mohammeds Erwartungen wurden nicht erfüllt, denn Juden
und Christen nannten ihn einen falschen Propheten. Die neue Gemeinschaft von
Juden, Christen und Muslime, die vereint den Einen Gott ausrufen würde, kam
nicht zustande.
Dennoch gibt es verbindende Elemente:
- Am wichtigsten ist der gemeinsame Gott.
- Mohammed nennt Juden und Christen „Leute der Schrift“.
- Abraham, Mose und Jesus (Isa) kennt und verehrt auch der
Koran.
Im Koran:
- Niemand darf zum Glauben gezwungen werden.
- Gute Menschen werden einst von Gott belohnt.
DIE FÜNF SÄULEN
Islam heißt Ergebung.
Mohammeds Botschaft ist der „Eine Gott“.
Der Koran (Qur’an = Lesung) ist die Schrift mit Mohammeds
Offenbarungen, in 114 Suren (Kapitel) gegliedert. Der Name Koran will sagen,
dass Mohammed die Wörter nicht von sich heraus sagt, sondern dass er Gott
zitiert, der ihm die Worte eingegeben hat.
Der Koran ist in dichterischer arabischer Sprache
geschrieben. Der Muslim soll ihn nicht übersetzen und er soll ein Teil seines
Herzens und Denkens werden.
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Die Hauptpflichten des Gläubigen, die „5 Säulen des
Islam“, heißen Ibida.
- das Bekenntnis zu Gott und zu seinem Propheten
- das Gebet: 5mal am Tag soll der Muslime beten (vor
Sonnenaufgang, wenn die Sonne im Zenit steht, nachmittags, nach
Sonnenuntergang, vor dem Schlafengehen). Besonders wichtig ist das
Freitagsgebet. Mann soll Gott eifrig gedenken, doch nach dem Gebet kann
man wieder seine Wege gehen. Der Freitag ist also kein Feiertag wie der
Sabbat und der Sonntag.
- das Fasten im Monat Ramadam: Ramadam ist der neunte Monat
des Mondjahres; weil die Mondmonate aber nur 29 oder 30 Tage zählen,
wandert der Fastenmonat jahreszeitlich. Die Fastenpflicht gilt für den
Tag, nicht für die Nacht. Darum nimmt man schon vor Morgengrauen eine
Mahlzeit zu sich. Tagsüber essen und trinken (!) sie nichts.
Das Fasten ist mit der Herabsendung
des Korans auf Mohammed verbunden. Das lesen des Korans und der besuch der
Moschee sind besonders wichtig.
- die Sozialabgaben (Almosen): Dabei geht es um soziale
Solidarität. Indem man seine Güter mit den Armen und der Gemeinschaft teilt,
gibt man sie Gott (dem sie ja eigentlich gehören) zurück.
- die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch): Wenn es möglich ist,
sollte man mindestens 1mal in seinem Leben diese Pilgerfahrt machen.
Während der Wallfahrt darf man keinem Lebewesen Leid zufügen und man muss
einheitliches weißes Gewand tragen, das die Rangunterschiede zwischen den
Menschen aufhebt. Nur Muslime dürfen Mekka betreten. Die Pilger
umschreiten die Kaaba 7mal und küssen den schwarzen Stein an der Ecke der
Kaaba. Am Ende der Wallfahrt trinken sie aus dem Brunnen Semsen und danach
darf man den Ehrentitel Hadschi oder als Frau Hadschije
führen.
Für Menschen, denen die Befolgung einzelner Gebote schwer
fällt, gibt es Ausnahmeregelungen.
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630 kehrte er fast ohne Widerstand nach Mekka zurück. Aufgrund
der Kämpfe wurde der Kriegsdienst in die islamische Pflichtenlehre aufgenommen.
632 starb Mohammed. Die Nachfolge war nicht geregelt und
somit anfangs heiß umkämpft. Schließlich wurde Mohammeds alter Freund Abu Bakr
zum „Kalifen“, das heißt zum Stellvertreter des Propheten, gewählt. Er konnte
den Aufruhr der Stämme wieder dämpfen. Ihm folgte Omar als „Beherrscher der
Gläubigen“. Er organisierte den Staat Medina, während seine Feldherren Persien,
Syrien und Ägypten eroberten.
Vermutlich haben die Christen den Islam anfangs als eine
ungefährliche christliche Sekte betrachtet.
Das Kalifenreich dehnte sich über ganz Nordafrika aus, griff
über nach Spanien und Südfrankreich, bis Karl Martell dem weiteren Vordringen
in Europa durch seinen Sieg bei Tours und Poitiers 732 ein Ende setzte.
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