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Der Islam .doc

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Social Science
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Theology
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University, School
BG/BRG Knittelfeld
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2003
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DER ISLAM

DIE ALTARABISCHE WELT

Die Sandsteppen Arabiens waren ein abgelegenes Gebiet, durch das Beduinen nomadenhaft in Sippen durchzogen. Der Einzelne war recht- und schutzlos, nur im Stamm bot sich ihm Sicherheit. Es war erlaubt und sogar ehrenhaft, andere Stämme zu überfallen und zu berauben. Allerdings galten 4 Monate im Jahr als heilig, in denen Fehden und Gewaltanwendung an Kultorten verboten waren.

Daher herrschten in der Oasenstadt Mekka ständig Frieden und die Geschäfte liefen gut.

In Mekka herrschte der Stamm der Kuraisch, welche die Stadt angeblich erbaut haben.

Über das Heiligtum Mekkas, die Kaaba, gibt es eine alte Legende:

Einst wanderte Adam durch Arabien, kam nach Mekka und erblickte einen weißen, leuchtenden Stein. Dieser erinnerte ihn an seinen Ursprung, als er noch im Glanze Gottes lebte. Daraufhin wollte er, dass all seine Nachkommen an diesen Ort pilgern, damit sie ihren göttlichen Ursprung nicht vergessen. So schritt Adam siebenmal um den Stein und rief den Namen Gottes aus. Dann baute er ein würfelförmiges Haus um den Stein.

Kaaba = Würfel = Haus Gottes

Noahs Arche schwamm siebenmal um die heilige Stätte herum. Durch die Flut blieben nur die Fundamente erhalten. Der Engel Gottes rettete den heiligen Stein.

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Er baute es wieder auf und empfang vom Engel den Stein zurück, der aus Trauer über den Götzendienst schwarz geworden war.

Die Kaaba in Mekka gab es aber schon vor der Legende. Aus der Oase im Tal einer Sandsteppe wurde eine reiche Handelsstadt. Die Kuraisch blieben Herren der Stadt und verlangten Wucherpreise für Lebensmittel während die übrige Bevölkerung verarmte.

MOHAMMED

Mohammed wurde 570 n. Chr. In Mekka in einer Familie der verarmten Kuraisch geboren. Der Vater starb vor seiner Geburt; die Mutter als er 6 Jahre alt war. So lebte er bei seinem Großvater und nach dessen Tod beim Onkel Abu Talib, welcher zu den einflussreichsten Handelsleuten der Stadt gehörte.

Mohammed leitete bald dessen Karawanen und wurde geschätzt. Er bekam den Beinamen Amin, der Treue.

Chadidscha, die reichste und vornehmste Frau der Kuraisch, machte Mohammed den Vorschlag in ihre Dienste zu treten. Das Geschäft der Witwe blühte weiter auf, woraufhin sie Mohammed die Ehe anbot. Sie war damals 40 Jahre alt und Mohammed 25.

Die beiden hatten eine glückliche Ehe, obwohl Mohammed sich eigenartig verhielt, da er die Wahrheit suchte. Er verlor die Freude an den Handelsgeschäften und am reichen Leben, doch Chadidsch ließ ihn gewähren.

 

 

 

 

 

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Ibn Ishaq, der die älteste Lebensbeschreibung Mohammeds (etwa 120 Jahre nach dessen Tod) überliefert, berichtet über die heiligste Nacht in Mohammeds Leben, die Nacht Al-Kadr, folgendes:

Als Mohammed schlief, kam der Engel Gabriel zu ihm mit einem Tuch, worauf etwas geschrieben stand. Er wollte, dass Mohammed es liest. Dieser antwortete, er kann es nicht lesen. Der Engel presste das Tuch auf ihn und würgte ihn. Dann ließ er ihn los, fragte noch einmal und würgte Mohammed nach dessen Verneinung wieder. Das Gleiche geschah noch einmal.

Angstvoll fragte Mohammed den Engel dann, was er denn lesen solle. Da sprach der Engel, dass er im Namen des Herrn lesen solle. Mohammed wiederholte die Worte des Engels, woraufhin dieser sich entfernte. Mohammed erwachte und es war ihm, „als wären ihm die Worte ins Herz geschrieben...“

Chadidscha sandte währenddessen Boten aus, um nach ihm zu suchen, die jedoch erfolglos zurückkehrten. Als Mohammed wieder zurück war, erzählte er alles seiner Frau. Diese sagte daraufhin, er soll sich freuen und standhaft sein. Sie hoffte, dass er Prophet des Volkes werde.

Eine andere Überlieferung:

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Wenn die Verse, die er nachsprechen sollte, in ihn eindrangen, stürzte er zu Boden, als läge ein erdrückendes Gewicht auf ihm. Dann erhob er sich und trug die Botschaft vor.

DIE VERKÜNDIGUNG DES ISLAM

Die Zahl der Anhänger Mohammeds wuchs. Zuerst trafen sie sich außerhalb Mekkas zum Gebet, doch später sprach Mohammed öffentlich im Hof der Kaaba, wo ihm auch die Kuraisch zuhörten.

Er sagte den Menschen, dass sie ihr Herz eng gemacht haben und daher vor Gott Rechenschaft ablegen müssen.

Die Meinungen über Mohammed gingen auseinander. Als er aber gegen den Vielgötterkult in Mekka predigte, brach offene Feindschaft aus. Die führenden Männer der Kuraisch holten Mohammed zu sich und fragten ihn, was er will (Geld, ein Königreich, Arznei gegen seine Besessenheit), damit er endlich aufhört zu predigen. Er sagte aber, dass er nichts will; er will nur Gottes Botschaft verkünden.

Die Kuraisch entgegneten ihm, dass sie ihn nicht in Ruhe lassen werden. Aber sie unternahmen nichts gegen ihn, da er zu ihrem Stamm gehörte und Abu Talib (sein Onkel) ihn schützte.

DIE HIDSCHRA

Einmal traf Mohammed auf der Karawanenstraße 6 Männer aus Yathrib (300 km nördlich von Mekka). Sie hörten ihm zu und erzählten, dass in ihrer Stadt viele Juden mit den Arabern zusammenleben. Die Juden seien die „Besitzer der Schrift“. Wieder zuhause erzählten sie allen von Mohammed.

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Durch Mohammed entstand eine Gemeinschaft der Muslime, die Umma. Die religiöse Gemeinschaft gewährte den Schutz, den bis dahin der eigene Stamm gewährt hatte. Mohammed schrieb eine Urkunde, die das Leben in der Stadt neu ordnen sollte. Darin sagt er, dass Gottes Schutz und Friede der einzige sei. Den Kuraisch wird kein Schutz gewährt. Niemand, der in diesen Bund eingetreten ist, darf ihn brechen.

Yathrib bekam den neuen Namen Medina, Stadt des Propheten.

DIE NEUE GEMEINSCHAFT

Stämme und Sippen boten den Menschen damals Zusammenhalt und Sicherheit. Als Mohammed und seine Anhänger aber von Mekka nach Medina zog, waren sie aus dem Schutz ihres Stammes ausgezogen und daher rechtlos. Nun aber sollte der Islam das Gemeinschaftsband aller werden, die Umma, welche jeden Einzelnen umschließt.

Die neue Gemeinschaft sollte für jeden Hilfsbedürftigen eintreten, daher sollte jeder, je nach seinem Einkommen, Almosen geben.

JUDEN, CHRISTEN UND MUSLIME

Durch den Einfluss der Juden hatte der altarabische Götterkult in Medina schon seine Kraft verloren, sodass für Mohammeds Botschaft der Weg gebahnt war. Er hatte erstmals mit Juden näher Kontakt und schätzte sie hoch als „Besitzer der Schrift“. Viele von seinen Bräuchen knüpfte er an jüdische Ordnungen an: Hinter dem islamischen Freitagsgottesdienst steht die jüdische Sabbatfeier; auch die Einrichtung des regelmäßigen Gebets ist jüdisch beeinflusst.

Über den Gebetsruf vom Minarett berichtet Ibn Ishaq:


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