Außerdem ist Gott gut und hat absolute Selbsterkenntnis – diese Selbstbeziehung
führt aber zu gewissen Widersprüchen.
Platon behauptet, dass die Selbstbezüglichkeit
des einen Gottes eine Einheit voraussetzt wo es keine Differenz gibt. So ist das
platonische Absolute nicht ident mit dem Gott, was bei Aristoteles nicht der Fall
ist.
Der antike Platonismus knüpft
stark an Platon und Aristoteles an. Auch bei Plotin wird Gott als „Denken des Denkens“
konzipiert, und ebenfalls wie bei Platon, wird eine zu Grunde liegende Einheit ohne
Differenz vorausgesetzt.
Allerdings formuliert Plotin das Verhältnis anders als
Plato. Bei Plotin ist das Eine Gute das Absolute und geht davon aus, dass sich Einheit
von selbst entzweit. So entzweit sich die unmittelbare Einheit und so kommt der
sich selbst denkende Geist Gottes zum Vorschein. Also wird Gott erst durch die Differenz
von Einen und Vielen, ist aber selbst nicht widersprüchlich.
Hier ist man schon sehr nahe
dem Problem des Absoluten im deutschen Idealismus. Problem: Welche Art von Einheit
ist das Ich? Auch für Fichte tauchte dieses Problem auf, dass eine ursprüngliche
Einheit der Selbstbeziehung des Ich vorausgesetzt sein muss.
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Die von Platon und Aristoteles
ausgehenden Probleme bezüglich des philosophischen Gottesbegriffes sind symptomatisch
für die Folgenden.
In der indischen Tradition wird
eine andere Akzentuierung in der Beziehung zwischen den Menschen und den Göttern
gesetzt. So müssen die Götter von den Menschen, durch Gebete oder Opfer, so manipuliert
werden, dass sie dem menschlichen Willen entsprechend handeln. Wenn man die Götter
richtig anspricht sind sie praktisch gezwungen dem Willen des Menschen zu gehorchen.
Im alten Rom galt es zB als grobe
Nachlässigkeit wenn man in der Rhetorik einen „magisch technischen“ Fehler beging.
Wenn man allerdings die richtige Technik an wandte, konnte man die Götter manipulieren.
Es besteht also eine gewisse Ambivalenz, denn einerseits sind die Götter unsterblich
und sehr mächtig, andererseits können sie vom sterblichen, schwachen Menschen manipuliert
werden. So rückte das Opfer ins Zentrum des Interesses.
In der indischen Theologie kann
man verschiedene Varianten feststellen. So steigen diverse Götte zu einem monotheistischen
Status auf, wodurch andere Götter zwar nicht verschwanden, aber an Bedeutung und
Macht verloren. So gibt es eine Theorie des Absoluten, welche aber atheistischen
Charakter aufweist(Buddhismus).
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Anaximandros meine zB schon,
dass egal von was man spricht, man von etwas Bestimmten spricht, welches durch eine
Instanz begrenzt ist.
Begriffe/Prädikate die man einem
Subjekt zuordnet das „Ich“ sagt, werden Gott zugesprochen, aber unter der Negation
der Begrenztheit des Menschen. So kann der Mensch zwar gut sein, aber nur Gott kann
absolut gut sein. So überträgt man einfach menschliche Attribute auf ein unbegrenztes
Ich(Gott), allerdings wird die Möglichkeit des Irrtums negiert. So kann man den
Begriff Gottes mit dem des absoluten Nichts gleichsetzen(wegen der Negation der
Möglichkeit Gott Attributive zuordnen zu können). Aber auch der Begriff des Nichts
gehört dem endlichen Bereich an. (in der Geldbörse ist Nichts, ich brauche also
Rahmenbedingungen für das Nichts). Das Nichts im absoluten Sinn ergibt das Problem
der analogen Rede.
Theorie: Das Denken ist nicht
in der Lage den Begriff des Absoluten überhaupt zu artikulieren. Dagegen meinte
Hegel, dass das Absolute für den Menschen restlos erkennbar ist(dieses Argument
ist allerdings nicht ganz nachvollziehbar).
Nikolaus von Kues hat die Selbstbeschränkung
des Denkes und seiner Formen mit dem Zusammenfall gegensätzlicher Begriffe im Absoluten
vereinbart (sah einen Zusammenhang). So ist Gott als „ich“ ohne Schranken gegeben.
Für den IchBegriff ist die Beschränktheit aber konstitutiv. So führt das Denken
zur Bildung des Begriffs des Absoluten, allerdings können wir den Begriff gar nicht
wirklich bilden.
So auch der Begriff des „Existierens“
wenn er auf den Begriff des Absoluten angewandt wird.
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Kants Standpunkt irritierte seine Mitmenschen trotzdem – deswegen die Erzürnung
– denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte man die Beweiskuktur, dass, da es eine Welt
gibt, es einen letzten Grund geben muss. Diese Position vertrat Kant ja eben nicht
gerade.
In der KdpV wird zwischen moralischer
Selbstbestimmung und dem Streben des Menschen nach Glück unterschieden. Die praktische
Vernunft Kants ist nicht vom Willen Gottes abhängig, denn seine moralische Handlung
hatte seine letzte Begründung in sich selbst. So wird die Moralität des Menschen
von dessen Glückstreben von Kant abgekoppelt. Kant meint, dass wir keinen Grund
dafür haben, dass das Glück ein Indikator menschlichen Handelns sei, dennoch sagte
er, dass der Mensch nach Glück strebt und der Glückseligkeit bedürftig ist. Unterscheiden
muss man zwischen zu erfüllender Pflicht und der moralischen Unzulänglichkeit des
Menschen. Grundsätzlich ist eine Harmonisierung zwischen Moralität und Glück, nach
Kant, nicht gegeben.
Platon (Phaidros) – Sokrates
sprichtüber Unsterblichkeit – meint, dass man nicht entscheiden kann, wie es sich
mit der Seele verhält. Es sei aber vernünftig, es so
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Im Hellenismus manifestierte
sich der Begriff pisti = Glaube – spricht auch für ein nicht ganz so naives Bewusstsein.
Aber wenn es einen Gott gibt, dann lässt dieser auch das Übel auf der Welt zu. Dies
wird fast Augenblicklich zu einem Problem als der Monotheismus die Weltbühne betritt:Wie
kann ein Gott existieren der absolut gut ist und trotzdem erleben wir so viele Grausamkeiten
in der Geschichte. Dieses Problem tritt zum ersten Mal bei Hiob auf. So entstanden
Argumente für den Theismus und Atheismus die aus dem Leid hervorgingen.
Problem des antiken philosophischen
Gottesbegriffes – Aristoteles: Gott = Denken des Denkens = das unbewegte Bewegende.
Auch diese Theorie ist weitgehend auf Plato rückführbar.
Plato: Plato setzt keine auf
sich selbst bezogene, also unmittelbare, Einheit. Im Neuplatonismus wurde daraus
eine platonische Prinzipienlehre (zB Plotin). Dabei schließt die unmittelbare Einheit
keine Vielheit mit ein.
Das Problem der auf sich selbst
bezogenen Einheit wurde von Plato nicht weiter ausgeführt. Er sieht die Psyche als
lebenden Organismus. Psyche/Leben = Autokinesis Kinesis = Veränderung im mechanischen
und biologischen Aspekt = Selbstorganisation.
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in sich, dass in der absolut Absoluten Selbsterkenntnis eine Negation innewohnt,
bzw. es negiert sich selbst.
Philosophie der Neuzeit – Problem
der Selbsterkenntnis radikalisierte sich nun .
Descartes „Cogito ergo sum“
Sprachphilosophie gab hier plötzlich Rückendeckung. Mit Wittgenstein kan die Problemstellung
der IchPerspektive auf welche allem Vorausgesetzt ist und somit das Problem der
Selbstreflexivität.
Man kann also nicht sagen, dass
sich das Problem der ersten Person Perspektive aufgelöst hätte. Unter diesem Aspekt
gewinnt die Selbstbezüglichkeit des Ich eine große Bedeutung. Fichte: Analyse des
IchBegriffs – Vgl. mit analytischen Theorien des Selbstbewusstseins. Wittgenstein
und Fichte konzentrieren sich beide erst in ihrer Spätphase auf das Problem des
ich, so wie nun in der analytischen Philosophie.
Die logische Struktur des ich
– die auf sich selbst bezogen ist – wurde von Fichte zur Diskussion gestellt. Er
meint, dass IchBegriff antinomisch ist. Ich denke mich – im Selbstbewusstsein ist
Subjekt eigens Objekt aber für welches Subjekt ist objektiviertes Subjekt Objekt?
Problem: Selbstbezüglichkeit des ich führt so zum Selbstwiderspruch, oder zu einem
unendlichen Regress.
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