Der Gottesbegriff
KurzerÜberblick:
Die VO baut auf zwei Pfeilern
auf:
1.) religionswissenschaftliche
Tatbestände
2.) Metaphysik/Metaphysikkritik
(beginnt mit den Sophisten, die die ersten SkeptizismusArgumente brachten. Platos
Arbeit hingegen ist eigentlich bereits ein Gegenstandspunkt zur Metaphysikkritik.
DieÜberzeugung aber, dass es keine Endgültige Erkenntnis gibt, wurde von Platon
und Sokrates aufgenommen, aber dennoch meinten sie, dass es Bereiche gibt in denen
Wahrheit gefunden werden kann.
So stützen wir uns einerseits
auf Argumente der ersten Philosophen und andererseits auf religionswissenschaftliche
Forschung und beides ist erforderlich, wenn manüber den Gottesbegriff argumentativ
sprechen will.
Kurz zum Gottesbegriff an sich:
Es gibt ja verschiedene Gottesbegriffe, Begriffe wurden aber immer wieder neu konzipiert.
Die meisten Wörter lassen eine Etymologie erkennen die immer wieder neu gebildet
wurde. Man kann verfolgen wie die Begriffe entstanden und sich veränderten. Es
gibt auch viele indirekte Bezeichnungen. Es gibt die These, dass die Bildung der
Begriffe für Gott eine neue Konzeption der Hochkulturen war, in der man das Herrschaftsmodell
auf den Kosmos übertrug, so dass der Eindruck entstand, dass es nicht allein der
Mensch ist der die Geschicke der Welt bestimmt.
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genannt. Auch auf Fälle, in denen
über die Existenz Gottes nur in hypothetischer Form oder in der Formulierung von
Glaubensinhalten gesprochen wird, lässt sich der Begriff Gbw. nicht anwenden. Im
engeren Sinne argumentiert man mit der Beweisbarkeit Gottes nur dann, wenn man mit
den Methoden des theoretischen Denkens die Existenz Gottes schlüssig ableitet oder
auch nur die Unmöglichkeit, Gottes NichtExistenz zu beweisen, demonstriert> negativer
Gottesbeweis!
Wichtige Beweiswege für die Existenz
Gottes:
1.
Vom ontologischen Gbw. spricht man, wenn von den Inhalten des Denkens
das Dasein Gottes deduziert wird: Gott wäre nicht das „Größe“ wenn ihm nicht Dasein
zu käme. (Anselm zB )
2.
Vom kosmologischen Gbw. spricht man, wenn aus dem Prinzip der Verursachung
alles Seienden in der Welt auf das Dasein einer ersten Ursache geschlossen wird,
welche zugleich als Ursache alles Seienden, ja sogar Ursache ihrer selbst (causa
sui) gedacht wird.
3.
Von einem physikotheologischen Beweis spricht Kant bei der Verwendung
jenes weiteren Arguments, das den Gedanken der Beweisbarkeit stützen soll: Die Zielgerichtetheit
bzw. die geplante Ordnung alles Seienden sei ein Indiz für die Existenz eines weltordnenden
Wesens> teleologischer Gbw.
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Jeder Versuch eines Gbw. muss
in seinem Kern aus einem ontologischen Argument folgen. Danach könne die Inhaltsbestimmung
„Sein Gottes“ nur aus dem Begriff des
Seins Gottes abgeleitet werden.
Der ontologische Beweis steht daher im Zentrum der folgenden Ausführungen. Sie beginnen
mit den ursprünglichen Versuchen, den Gedanken der Existenz Gottes aus dem Inhalt
des Denkens in Beweisform abzuleiten. Es wird ferner geprüft, ob die Mittel der
begrenzten menschlichen Vernunft zur Demonstration exakter Beweiswegeüberhaupt ausreichen.
Der Begriff Gott kommt aus der
Tradition monotheistischer Religionen, wobei man zwei Ursprünge orten kann:
1.
Beginnend mit der Ausbreitung der Thora um 660 v. C.
2.
Beginnend mit der griechischen Philosophie, besonders bei Xenophanes.
Später gab es dann die ersten nicht fragmentarisch, sondern ganz ausgearbeiteten,
Theologien von Aristoteles und Platon.
In beiden Traditionen war man
sich darin einig, dass es nur einen Gott geben kann, und in beiden Fällen haben
wir die Anknüpfung an den Gottesbegriff.
Etymologien die Gott bezeichnen
Etymologien die Gott bezeichnen
sind zB: Theos = Hauch, oder im Deutschen, wo Gott soviel wie „Das Wesen das verehrt
wird“ bedeutet. Die indische Bezeichnung für Gott hatte die ursprüngliche Bedeutung
von „Im Himmel wohnend“ Der griechischeÜbergang zum Monotheismus wird sich wohl
auf den Gott Zeus gründen, obwohl man durch die griechische Mythologie erkennen
kann, dass Zeus nicht überall herrschte, denn es gab ja auch noch Poseidon und Hades.
Inder, Iraner vollzogen genau wie auch die Griechen und viele andere, eine Trennung
in gute, schlechte, böse und finstere Mächte. Dies warübrigens besonders wichtig
für die Entwicklung des Monotheismus. In archaischen Stammeskulturen begriff man
den Körper als Sammelplatz verschiedener Mächte, es gab kein LeibSeeleProblem wie
bei den Griechen.
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Es gibt ja auch den metaphorischen
Begriff des „Herrschers“ für Gott, genauso wie „Regieren“ usw., diese Metaphorik
kann es natürlich nur dort geben, wo es auch irdische Regierungen gibt. Dies deutet
stark darauf hin, dass die Entwicklung der Hochkulturen der des Monotheismus vorausging,
parallel verlief oder ineinander griff. Es ist auch wichtig den Unterschied zwischen
sterblichen Menschen und unsterblichen Göttern herauszuarbeiten. So kommt es zu
einer deutlichen Gegenüberstellungen zwischen der Macht des Gottes und der Menschen.
Darüber gibt es ja einige Mythen, aus denen der Mensch dann lernen sollte, dass
es nicht gut ist so mächtig wie die Götter zu sein, oder so zu tun.
These: Im Zusammenhang mit der
Entwicklung der Hochkulturen steht die Entwicklung eines monotheistischen Gottes,
aber es kam auch zu einer Gegenüberstellung von staatlichen und göttlichen Systemen.
So kann man sagen, dass im Vormonotheismus Gott ein mit unbeschränkter Macht ausgestattetes
unsterbliches Wesen ist, ganz im Gegensatz zum Menschen.
Entwicklung des Monotheismus
Historische gesehen hat der Monotheismus
2 Wurzeln:
1.
Griechische Philosophie
2.
Entwicklung in den Königreichen Judas und Israel.
Ab ca. 1500 v. Chr. wurden die
monotheistischen Strömungen generell stärker.
1+2 = für alle 3 monotheistischen
Religionen = Judentum, Christentum und Islam.
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Da Buch „Genesis“ wurde aber
noch nicht geschrieben.
Fragment 11: Xenophanesübt Kritik
an Hesiot und Homer Fragment 14: Menschen glauben, dass Götter menschenähnlich sind
– Reflexion darauf, dass sich Menschen die Götter nach ihrem Vorbild machen. Fragment
16: Xenophanes stellt fest, dass sich jedes Volk ihre Götter nach ihrem eigenen
Erscheinen vorstellen Fragment 23: Xenophanes nimmt an, dass es einen Gott gibt,
der als „Obergott“ gelten muss. Fragment 24: Gott ist ganz Auge, Geist und Ohr.
Xenophanes setzt etwas fort,
was bereits bei Homer und Hesiot als Tendenz zum Monotheismus gedeutet werden kann.
Zeus als Hauptgott. Man kann richtig nachlesen wie Zeus immer mächtiger wird und
die anderen Götter zum Hilfspersonal werden.
Platon und Aristoteles postulieren
bereits, dass der eine Gott einen guten Willen hat und dass somit auch die Welt
gut sein muss – Gott= gut, sein Werk = gut. Dies beginnt im griechischen Raum mit
Xenophanes. Am Ende postuliert Xenophanes ein „Bild verbot“, denn Gott ist ja nicht
vorstellbar. Gott als das Absolute ohne Bestimmung. Bei Aristoteles Gott=Nous=das
Denken des Denkens=eine Vernunft=Geist Gott unterwirft sicher weder Raum noch Zeit.
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