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Der Einfluss auf das Gelingen von Identität der jungen Alten durch deren freiwillige Arbeit mit alten und hochbetagten Menschen (Page 2).doc

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Social Science
Discipline
Social Pedagogy
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Diploma thesis
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Katholische Stiftungsfachhochschule in München
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2007
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Die politische Französische Revolution 1789 hatte eine fortschreitende Differenzierung und Individualisierung der Gesellschaft zur Folge. Parallel zu der zunehmenden Säkularisation wurde ein einheitliches und durchgängiges Wertesystem geschaffen, welches auf „Solidarität, individ. Freiheit, Rationalität, aktive Weltgestaltung u.

Universalismus“ (ebd.) basierte.

Die Entstehung der Moderne geht für Zygmunt Bauman (1995: 10 f.) mit einem „Traum“ nach Ordnung in der Welt einher, mit dem eine „entfesselte .. bisher unbekannte Angst“ gebändigt werden soll. Diese Angst gründet sich auf dem Wissen, dass die menschliche Ordnung nicht vorgegeben ist, sondern durch den Menschen selbst gestaltet werden muss.

Die Menschen des Mittelalters hatten auf den Erlöser gewartet. Nun ist der Erlöser der Mensch selbst, er nimmt sein Leben in die eigene Hand. Diese Freiheit, die Zukunft selbst bestimmen zu können, geht jedoch mit der Aufgabe einher, diese auch selbst verantworten zu müssen und ist demnach eng mit der Angst „vor dem Chaos“ (ebd. 11) verbunden.

Dieser Angst setzte der Mensch mit dem ausgehenden Mittelalter die Radikalität und Universalität der Neuzeit in Form der ‚Mathesis Universalis’ entgegen:

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Descartes schreibt nicht eine Abhandlung über eine Methode – für bestimmte Wissensgebiete –, sondern über die Methode – für alle Wissensgebiete.“ (Welsch 1997: 70 ff.; kursiv im Original)

Die Neuzeit stellt somit einen Bruch mit dem Denken der traditionellen Ständegesellschaft des Mittelalters dar. Fortan werden durch den Zweifel an allem Bisherigen, ein Zweifel der schließlich zu einer „zweifelsfreien Gewissheit führen soll“ (Küng 2004: 31), die Welt und der Mensch zum Objekt menschlichen Handelns und es kommt zu einer „Entzauberung der Welt“ (Bauman 1995: 9).

Der Glaube an die Wissenschaft und den Fortschritt und die daraus resultierende Emanzipation des Menschen verdichten sich im Idealismus zu einer Zielgerichtetheit menschlichen Werdens und somit der gesamten Menschheitsgeschichte. Für Hegel ist das Denken des Menschen in (dialektischer) Bewegung, welches über verschiedene Stufen hin zu einem absoluten Wissen strebt (Vogt 2003: 205 ff.).

Der Mensch zielt durch seine Vernunft über einen teleologischen Weg, also in einer ziel- und zweckbestimmten Ordnung, auf ‚Vollkommenheit’. Dieser lineare Fortschrittsglaube beinhaltet eine „Unumkehrbarkeitsprämisse“ (Beck 1993: 95, kursiv im Original), die sich auch in dem Begriff der „Modernisierung“ wieder findet (vgl.

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Es gilt somit, unabhängig von der jeweiligen Haltung zur Aufklärung, ein gemeinsames Glaubensbekenntnis: es gibt nur einen richtigen Weg und ein wahrhaftiges Ziel: die durch den Menschen geplante Ordnung.

In den heutigen Gesellschaftsmodellen wird ein Ende dieses neuzeitlich-modernen Denkens diagnostiziert. Es gelten nicht länger die propagierten „Einheitsprogramme“ (ebd. 36) mit ihrer Intoleranz gegenüber dem Anderen (Bauman 1995: 14) und es schüren auch nicht weiter die „Fesseln der Rationalität“ (Giddens 1995: 172), denn es kommt zu einer „Wiederkehr der Ungewißheit“ (Beck 1993: 45) und somit zu einer Auflösung der umfassenden Ordnung (Baumann 1995: 224).

An diesem Punkt schließen sich eine Reihe von Fragen an, deren Beantwortung es zu einem genaueren Verständnis dieser Entwicklung bedarf: Wie lässt sich dieser scheinbare Bruch in der Entwicklung erklären? Was macht die Verfasstheit dieser ‚neuen’ Entwicklung aus bzw. welche wesentlichen Merkmale charakterisieren diese Entwicklung? Welche Begriffe stehen für diesen Entwicklungsprozess zur Verfügung und wie kann der Begriff der „Postmoderne“ dort verortet werden?

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Die Moderne hinterfragt nicht mehr nur die vorgegebene Welt, sondern sie macht sich selbst zum Thema, sie wird reflexiv. Den Anlass dieser Entwicklung sieht Welsch (1997) darin, dass mit der Radikalisierung der Moderne auch eine radikale Pluralität einhergeht, die bis in das Zentrum des aufgeklärten Denkens vorgedrungen ist. Pluralität und Partikularität brechen durch die Hintertür in den „Kern wissenschaftlichen Bewusstseins“ ein und es kommt zu einer „Mutation im Kern der Neuzeit“ (ebd. 78).

Spätestens über die ‚Relativitätstheorie’ von Albert Einstein, sowie über den ‚Unvollständigkeitssatz’ von Kurt Gödel wird das auf Universalität und Totalität ausgerichtete Denken aus der wissenschaftlichen Rationalität ausgeschieden. Diese „Grundsatzrevision“ (ebd. 78; kursiv im Original) in der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung bedeutet folglich das endgültige Ende der drei großen Meta-Erzählungen der Neuzeit, auf die der Anspruch der einen und universellen Wahrheit beruht. Welsch bezieht sich an diesem Punkt auf den Philosophen Jean-Francois Lyotard (vgl. 1990), dessen zentrale These das Ende der drei großen Meta-Erzählungen ist, welche die neuzeitliche Moderne hervorbrachte: die Emanzipation des vernünftigen Subjektes (in der Aufklärung), die Dialektik des Geistes hin zum Absoluten (im Idealismus) und die Hermeneutik des Sinns (im Historismus).

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Es lässt sich somit feststellen, dass die in der Neuzeit entstandenen und in der Moderne weiterentwickelten Einheitstendenzen sich in der Auflösung befinden. Das Zweifeln und Fragen ist jedoch geblieben und wendet sich nun an das Diktat der Universalität und dadurch schließlich an die Wurzeln der neuzeitlich geprägten Moderne.

Für Ulrich Beck dagegen hat die Reflexivität der Moderne ihren Ursprung nicht primär in einem Niedergang der Meta-Erzählungen aufgrund einer zunehmenden Pluralität und Partikularität. Den Ausgangspunkt bilden vielmehr die Folgen der Moderne, welche durch die Moderne – genauer: durch die Industriegesellschaft – selbst erzeugt werden, diese aber zu beheben sie nicht imstande ist (Beck 1993: 37).

Eine reflexive Moderne bedeutet also in erster Linie eine Selbstkonfrontation (Reflexivität) mit den Modernisierungsfolgen, durch die es zu einem „reflexartigen Übergang von der Industrie- zur Risikogesellschaft“ (ebd.; kursiv im Original) bzw. von der „einfachen, industriellen“ zu einer „reflexiven Moderne“ (ebd. 12; kursiv im Original) kommt.

Erst in einem zweiten Schritt kann es zu einer Reflexion der Moderne im Sinne einer „öffentlichen, politischen und wissenschaftlichen ... Reflexion“ (ebd.) kommen, die schließlich ihre eigenen Grundlagen kritisch hinterfragt. Die Aufhebung dieser Grundlagen beginnt allerdings schon bereits auf der Ebene der Selbstkonfrontation, indem die Normensysteme der Moderne ihre "Rationalitäts- und Kontrollversprechen" (ebd. 43) uneingelöst lassen, da sie die Modernisierungsfolgen nicht (angemessen) kontrollieren können. An dieser Stelle setzt die Risikogesellschaft an, denn sie beginnt dort,


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