Depressionen
1.Einleitung
Jeder
Mensch hat gute und schlechte Tage, hat zu dem ein oder anderen Zeitpunkt
einmal den Kummer oder sich besorgt gefühlt, wenn zum Beispiel ein
angestrebtes Ziel nicht erreicht werden kann.
Man leidet meist unter mangelndem
Antrieb, hat Schuldgefühle oder Angst, dazu kommen häufig Schafstörungen und
Appetitmangel (vgl. B. Bandelow (2004): 67). Sind das schon die ersten Anzeichen
einer Depression? Woran erkennt man eine Depression und was kann man dagegen
tun?
In
der folgenden Arbeit werden wir uns mit dem Thema Therapiemotivation am Bespiel
Depression auseinandersetzen. Vorerst werden wir einen Einblick in die
Definition von Depression geben. Die verschiedenen Formen der Depression haben
unterschiedliche Ursachen und sind daher unterschiedlich zu behandeln. Es
wurden verschiedenste Therapien zur Behandlung der Depressionen entwickelt,
diese werden wir in den zweiten Teil unserer Arbeit beschreiben.
2.
Definition der Depression
Der
Begriff Depression kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Niedergeschlagenheit
oder Bedrücktheit (vgl. dtv. Lexikon (2006): 167). Es herrscht allerdings
einige Verwirrung um den Begriff, weil er in der Alltagssprache von Laien für
momentane Stimmungstief verwendet wird.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Jurk (2008): 17). In unserer heutigen Zeit
gebrauch fast jeder Mensch das Wort Depression, ohne genau zu wissen, wie
gefährlich diese Krankheit sein kann. Depressive Verstimmung ist mehr als eine
Niedergeschlagenheit, als Reaktion auf ein belastendes Ereignis. Depressive
Patienten haben typischer weise keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft oder
eine Änderung ihres Zustands.
Der Mangel an Hoffnung führt auch zu einer
Antriebslosigkeit. Ohne Hoffnung wird auch jede Handlung für den Patienten
sinn- und ziellos und er kann in einer Art Starre versinken. Dennoch, trotz
des fehlenden Antriebs, kann eine innere- nicht sichtbare- Unruhe bestehen.
Eine Depression kann schwere Formen annehmen und bis zu einem Suizid führen.
Die Fähigkeit zur Trauer ist eine natürliche Reaktionsweise. Die Depression
dagegen ist ein phänomenologisch konkret beschreibbares Krankheitsbild, ein
Syndrom mit einer Vielzahl von Symptomen in Variabler Kombination und Ausprägung
(vgl. V. Faust (1989): 11).
3.
Klassifikation der klinischen Störungsbilder
Formal
diagnostisch werden Depressionen, die zu den affektiven Störungen gehören, wie
psychiatrische Krankheitsbilder entweder nach ICD-10 (Internationales Klassifikationssystem
psychischer Störungen) oder nach DSM-IV( Diagnostisches und Statistisches
Manual psychischer Störungen) der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung
klassifiziert (vgl. C. Jurk (2008): 134).
Symptome
einer depressiven Episode:
·
Hauptsymptome:
gedrückte Stimmung, Interessenlosigkeit/Freudlosigkeit, Antriebsstörung
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
·
Körperliche
(somatische) Symptome: früh-morgendliches Erwachen, sogenanntes Morgentief,
seelisch- körperliche Hemmung oder innere Unruhe, Appetitverlust mit
Gewichtverlust, Libidoverlust (vgl. size:12.0pt;line-height:150%;font-family:
Symbol'>C. Jurk (2008): 33ff.)
Das
heißt im Einzelnen, dass unter den seelischen und kognitiven Symptomen sind es
vor allem neben den depressiven Verstimmungen die- mitunter erst einmal schwer
als Depression identifizierbaren- Beeinträchtigungen: Freudlosigkeit, Interesselosigkeit,
Pessimismus, und Hoffnungslosigkeit. In ICD-10 sind psychische Störungen und
Verhaltensstörungen von F00-F99 in Kapitel 5 untergegliedert. Affektive
Störungen sind von F30-F39 aufzufinden (vgl. http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/ls-icdhtml.htm)
4.
Melancholie seit der Antike bekannt
Das
Krankheitsbild war schon bei den alten Griechen bekannt. Hippokrates führte
diesen Gemütszustand auf körperliche Ursachen zurück. Davon Zeugt noch der
Begriff Melancholie der von “ melaine chole“, der schwarzen Galle, abgeleitet
ist. Mit den Bezeichnungen Weltschmerz und Schwermut meinte man charakterliche
Eigenschaften, welche mit der Neigung zur Depression verbunden wurden. Nach dem
neuersten Stand der Forschung scheinen sowohl genetische, als auch äußere
Faktoren für das Auslösen dieser Erkrankung verantwortlich zu sein. Eine
Depression ist ein Syndrom, das sich in unterschiedlicher Intensität
zusammensetzt aus psychischen, psychomotorischen, sowie somatischen Symptomen.
Wichtig ist die Bestimmung des Erscheinungsbildes (vgl. C. Jurk (2008): 22-25).
5.
Behavioristisches Modell
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Der Zustand
der Niedergeschlagenheit wird von den nah stehenden Personen positiv Verstärkt
in dem der niedergeschlagene Mensch Sympathie und Aufmerksamkeit erfährt. Doch
Typischerweise empfinden z.B. Freunde, die zuerst mit Unterstützung reagierten,
die negativen Einstellungen der Person als ermüdend und sie beginnen, die
Betroffenen zu meiden. Solch eine Reaktion eliminiert eine weitere Quelle
positiver Verstärkung und stürzt die Person tiefer in die Depression (vgl. G. Zimbardo
(2008): 568).
6.
Kognitives Modell
Der
kognitiver Ansatz geht davon aus, dass durch ständige Belastungen kann das
Gehirn in einen depressiven Funktionszustand versetzt werden kann. Depressionen
werden durch Glauben hervorgerufen. Der Forscher Martin Seligman erforschte,
dass Tiere, die unter Stress gesetzt werden, auf den sie keinen Einfluss nehmen
können, sehr passiv werden, und sich wie Depressive Menschen verhalten (vgl. B.
Bandelow (2004): 123-124). Seligmans Theorie der erlernten Hilfslosigkeit
entwickelte sich aus den Forschungsarbeiten, die depressionsähnliche Symptome
bei Hunden aufzeigten. Seligman und Maier (1967) setzten Hunde nicht
vermeidbaren, schmerzhaften Schocks aus, es gab keine Möglichkeit den Schock zu
entkommen. Was die Hunde dann entwickelten, nannten die Forscher erlernte
Hilflosigkeit. Erlernte Hilflosigkeit ist durch drei Arten gekennzeichnet:
motivationale Defizite- um bekannte Verhaltensweisen abzurufen, haben die Hunde
lange Zeit gebraucht; emotionale Defizite- die Hunde zeigten Sressreaktionen,
waren lustlos: kognitive Defizite- sie zeigten wenig Lernerfolg in neuen
Situationen.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Laut Seligman fördert ein bestimmter Attributionsstiel die
Entstehung von Depressionen, nämlich negative Erlebnisse als intern, stabil und
generell verursacht anzusehen:
·
Intern:
Sie sehen (in) sich selbst das Problem und nicht den äußeren Umständen
·
Stabil:
Sie sehen das Problem als all unveränderlich und nicht als vorübergehend
·
Generell:
Sie sehen das Problem als gegenwärtig und nicht auf bestimmte Situationen
begrenzt
Diese
Forschung zeigt , dass Menschen mit Depression es schwierig finden, sich an
irgendetwas Schönes in ihren Leben zu erinnern und sich an einen anderen
Attributionsstiel fest zu halten, solch eine Tendenz kann dazu beitragen, eine
Depression als ausweglos zu sehen (vgl. G. Zimbardo (2008): 568-569)
7.
Geschlechterunterschiede bei der Depression
Frauen
sind doppelt so häufig betroffen wie die Männer. „Schätzungen der Prävalenz
affektiver Störungen ergeben, dass etwa 21 Prozent der Frauen und 13 Prozent
der Männer Im Laufe ihres Lebens n einer Depression leiden (Kessler et al..,
1994)“ ( G. Zimbardo, S. 570). Leider ist es so, dass die Frauen im Durchschnitt
mehr negative Erlebnisse und Stressfaktoren im Leben erfahren als Männer. Ein
Beispiel dafür ist, dass für Frauen die Wahrscheinlichkeit größer ist,
körperliche Misshandlung und sexuellen Missbrauch zu erleben. Die Versorgung
der Kinder und die berufliche Karriere sind Faktoren die im Leben von Frauen
einer schweren Depression den Boden bereiten (vgl.
|