Demokratie:
Für den Begriff Demokratie hat
sich bis zum heutigen Tage keine allgemeine Definition durchsetzen können.
Grundsätzlich kann gesagt werden, dass sich der Begriff aus den griechischen
Wörtern Demos = Volk, und kratein = Herrschaft, zusammensetzt. Demokratie
beschreibt also die Volksherrschaft.
Merkmale der heutigen Demokratie
sind allg. Wahlrecht, Achtung der im Grundgesetz festgehaltenen Menschenrechte,
Rechtsstaatlichkeit, Pluralismus, Gewaltenteilung und Volkssouveränität.
Entwicklung der Demokratie:
Die Anfänge der Demokratie sind
im 9 Jh. v. u. Z. in der Polis zu finden. Sippenverbände schlossen sich damals
zusammen und so entstanden Stadtstaaten. Als Ursache für diesen Vorgang sind
die vielen Kriege und auch der Wunsch nach Redefreiheit zu benennen.
An der Polis durften sich jedoch
nur Vollbürger beteiligen. Es muss aber festgehalten werden, dass der Adel die
vorherrschende Rolle in der Polis spielte.
Im 6 Jh. v. u. Z. wurde die
Verfassung der Polis unter Solon reformiert. Er teilte die Bürger in 4 Klassen
ein. Adel, Kaufleute, Handwerker und Bauern. In dieser Reihenfolge musste der
Adel die höchsten Steuern bezahlen, hatte dementsprechend allerdings auch die
meisten Beteiligungsrechte in der Politik.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Vom 5 Jh. bis hin zum 4 Jh. v. u.
Z. kann man von der Blütezeit der attischen Demokratie sprechen. Unter
Kleisthenes wurden zunächst die solonische Klasseneinteilung und somit auch die
reine Adelsherrschaft aufgehoben. Die Steuerklassen spielten daher keine Rolle
mehr für politische Abstimmungen.
Allerdings sollte erwähnt werden, dass
weiterhin nur die Steuerklassen 1 und 2 als Archont gewählt werden konnten. Nur
standen die Archonten in der Hierarchie nun nicht mehr an oberster Stelle,
sondern der Ausschuss und die Steuerklassen konnten durchaus auch durch reiche
Kaufleute erreicht werden.
Nach Kleisthenes umfangreicher
Veränderung der Demokratie führte Perikles dann die Diäten, also die Bezahlung
der Politiker ein, um soziale Sicherheit und somit auch einen Anreiz zur
Beteiligung an der Politik zu schaffen.
Ein nächster prägender Schritt
aus der Geschichte der Demokratie ist die Verfassungslehre des Aristoteles im 3
Jh. v. u. Z.
Er ist der Überzeugung, dass ein
Staat nur durch die fähigsten Bürger geleitet werden soll. Er teile die
Herrschaft nach Qualität und Quantität ein. Eine gute Regierung steht für die
Allgemeinheit, schlecht hingegen ist das Einzelstreben. Aus Sicht der Quantität
ist er der Überzeugung, dass ein jeder (viele) politische Beteiligungsrecht
haben soll, dass wenige für die Gesetze zuständig sind und dass nur einer
herrscht.
Warum bei der attischen
Demokratie dennoch nur von einer beschränkten Demokratie gesprochen werden
kann, ist kurz gesagt.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Im römischen Reich entwickelte
sich dann republikanisches Denken um für politische Stabilität zu sorgen. Fern
der attischen Demokratie heißt das, dass Ämter fortan durch Wahlen besetzt
werden und, dass Gewaltenteilung und Gewaltenkontrolle ein fester Bestandteil
der Politik werden sollten.
Umgesetzt wurden diese Gedanken
in der Mischverfassung der römischen Republik auf Basis der Oligarchie,
bestehend aus Senat als Element der Aristokratie, aus der Volksversammlung als
Element der Demokratie und aus dem Konsulat als Element der Monarchie. Es war
jedoch möglich, dass diese Verfassung in eine Diktatur umschlug. Dies konnte
geschehen, wenn Senat und Volksversammlung zu keiner Einigung gelangen konnten
und die politische Lage aussichtslos schien oder wenn zum Beispiel Krieg drohte.
Wenn also ein Notstand herrschte wurde vom Konsulat ein Diktator für ein halbes
Jahr ins Amt berufen.
Im Senat, saßen zunächst der Adel
und reiche Plebejer, später auch Patrizier. Dort wurde alles Wichtige beraten
und beschlossen. Die Volksversammlung, die sich aus den Vollbürgern
zusammensetze, hatte keine direkten Kontroll- und Entscheidungs-, aber jedoch
Einwirkungsrecht. Dadurch wurde die Macht des Senats beschränkt.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Bürger hatten Wahl- und
Zustimmungsrechte. Im Rat selbst, der meist jährlich gewählt wurde, saßen die
angesehensten Bürger und Amtsträger. Der Rat übte die vollziehende und die
rechtssprechende Gewalt aus.
Die Ziele dieses Systems waren
der Schutz der Freiheit der Bürger, der Schutz vor staatlicher Willkür, die
Förderung des Gemeinwohls und die Sicherung des ewigen Friedens und der
Gerechtigkeit. Dafür stand die Regierung eng im Konsens mit den Bürgern.
Die Ursachen zur Entstehung der
neuzeitlichen Demokratie basiert auf vier wesentlichen Faktoren. Zum einen
durch die Herausbildung großflächiger Territorialstaaten. Dadurch war es den
Bürger unmöglich geworden regelmäßig an Volksversammlungen teilzunehmen.
Gleichzeitig entfremdeten sich die Bürger auch voneinander.
Auch die Schaffung neuzeitlicher
Flächenstaaten durch Monarchen ist zu benennen. Die Monarchen forderten zu
dieser Zeit ungeteilte Souveränität und waren in ihrer Macht nicht beschränkt.
Gesetze konnte ohne Zustimmung des Volkes erlassen werden.
Als ein dritter Punkt ist die
Reformation und Aufklärung zu benennen. Die Bürger forderten neben
Religionsfreiheit und Toleranz auch die Garantie individueller Freiheits- und
Grundrechte. Die weltliche Macht wurde fortan infrage gestellt.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Diese vier Faktoren führten nun
also zur Reform der Monarchie hin zur Demokratie.
Die Gemeinsamkeiten und
Unterschiede von der Polis, über die römische Republik bis hin zu den
Städterepubliken im Mittelalter sind nachfolgend aufgezählt.
Gemeinsamkeiten sind: Bürger
hatten Beteiligungsrechte, Ämter wurden durch Wahlen und auf Zeit vergeben,
Amtsinhaber waren rechenschaftspflichtig, bestimmte Personengruppen wurden
stets ausgegrenzt (Frauen, Sklaven, Fremde), und die Macht wurde aufgeteilt.
Die Unterschiede sind in der Art
und Weise der Machtausübung und der Beteiligungsrechte der Bürger zu finden.
Dazu zählen die indirekte Demokratie, auch repräsentative Demokratie genannt
und begründet in der Repräsentationstheorie von Locke und Montesqieu, und die
direkte Demokratie, auch plebiszitäre Demokratie genannt und begründet in der
Identitätstheorie von Rousseau.
Ein nächster Schritt ist die
Herausbildung der modernen Demokratie in England. Als Basis dazu diente zunächst
die Magna Charta im 12 Jh., nach der das erste Parlament, das House of Lords,
gegründet wurde. Im 14 Jh. dann wurden alle Kreise und Gemeinden an Beratungen
beteiligt und das zweite Parlament für die Vertretung der einfachen Bürger
gegründet. Dieses wurde House of commons genannt.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Als Folge entstanden nun zwei
grundlegende Prinzipien. Als erstes „checks and balances“ was für
Gewaltenkontrolle und Gewaltenteilung steht. Das heißt die Macht wurde zwischen
den Parlamenten und dem König verteilt und diese drei Parteien hatten auch die
Möglichkeit sich zu beschränken.
Das zweite Prinzip nennt sich
„responsible Government“ und beschreibt, dass die Regierung auf Vertrauen und
Zustimmung der Bürger basiert, was aufgrund der Wahl auf Zeit durchaus entzogen
werden konnte, in dem man dann anders wählte.
Quelle: Informationen zur
Politischen Bildung – 284: Demokratie, 2004
|