Demenz:
Viele
ältere Menschen leiden unter Vergesslichkeit, weil das Kurzzeitgedächtnis und
die Konzentrationsfähigkeit im Alter abnehmen. Vergesslichkeit alleine bedeutet
aber noch nicht, dass man an einer Demenz leidet. Von Demenz spricht man, wenn
die geistige Leistungsfähigkeit sich kontinuierlich verschlechtert und der kognitive Abbau stärker verläuft als beim gesunden Altern. Neben der
Vergesslichkeit kommt es bei der Demenz auch zu einer Abnahme des
Denkvermögens, der Urteilsfähigkeit und der Fähigkeit Alltagsprobleme zu lösen.
Bald schon zeigen sich Änderungen im Tagesplan als große Herausforderung, denn
für Personen mit einer Demenz ist es schwierig, sich schnell auf neue
Gegebenheiten einzustellen. Zusätzlich können Wahrnehmungsstörungen,
Desorientiertheit oder Persönlichkeitsveränderungen auftreten.
In Österreich leiden derzeit rund
100.000 Menschen an einer Demenz. Das Risiko, an Demenz zu erkranken,
steigt mit dem Alter an. Etwa 5% der über 65-Jährigen und 20 %
der über 80-Jährigen sind betroffen. Demenz ist eine Krankheit, die viele
verschiedene Ursachen haben kann und in verschiedenen Formen auftreten kann.
Die häufigste Form ist die Alzheimer Demenz (60%), bei der aus bisher nicht geklärtem Grund Gehirnzellen
abzusterben beginnen. Ihre Bruchstücke werden danach nicht vollständig
abgebaut und bilden zusammen mit anderen Eiweißen die für die Krankheit
charakteristischen Ablagerungen im Gehirn (Alzheimer-Fibrillen und Plaques).
Dadurch kommt es zu einem deutlichen Schrumpfen der Hirnmasse. Ebenso
verringert sich die Konzentration wichtiger neuronaler Botenstoffe, sowie die
Anzahl der Nervenverbindungen.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Häufig wird eine Demenz erst im mittleren Stadium erkannt, da die
Symptome erst dann so deutlich sind, dass ein Arzt aufgesucht wird. Dabei wäre
es wichtig, so früh wie möglich eine genaue Diagnose
zu stellen, weil dadurch frühzeitig therapeutische Maßnahmen in Angriff
genommen werden können, die die Alltagskompetenz länger
erhalten und die Lebensqualität verbessern. Deshalb ist generell eine
Abklärung ab dem 60. Lebensjahr oder spätestens dann, wenn man merkt, dass die
geistige Leistungsfähigkeit schlechter werden zu empfehlen.
Selbst wenn man mit
60 völlig gesund ist, schafft man durch die so erzielten Messwerte einen
Ausgangspunkt, anhand dessen sich später eine mögliche Verschlechterung leicht
feststellen lässt.
Die Diagnose der
Demenz erfolgt an vielen spezialisierten Kliniken und Ambulanzen anhand von neuropsychologischen
Tests, einer körperlichen Untersuchung und einer genauen Erhebung der
Krankengeschichte, verschiedenen Blutuntersuchung und unter Einsatz bildgebender
Verfahren wie z.B. der Magnetresonanz-Tomographie.
Einmal von der Krankheit zerstörte
Nervenzellen können nicht wieder hergestellt werden und auch der
fortschreitende Zerfall kann nicht vollkommen gestoppt werden. Eine Heilung der
Alzheimer Demenz ist daher nicht möglich. Dennoch können Medikamente (sog.
Antidementiva) den Verlauf der Erkrankung verlangsamen und die Symptome
mildern.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Unter den Folgen der Demenz leiden nicht nur die Betroffenen selbst,
sondern auch ihre Familien und Angehörigen. Für die pflegenden Angehörigen ist
die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Organisationen wichtig. Diese
sind in allen größeren Städten vorhanden und geben konkrete Hilfestellung in
allen Fragen der Pflege.
|