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Demenz .doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Psychology
Document category
Report
University, School
Innsbruck
Additional information
2010
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Demenz:

Viele ältere Menschen leiden unter Vergesslichkeit, weil das Kurzzeitgedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit im Alter abnehmen. Vergesslichkeit alleine bedeutet aber noch nicht, dass man an einer Demenz leidet.

Von Demenz spricht man, wenn die geistige Leistungsfähigkeit sich kontinuierlich verschlechtert und der kognitive Abbau stärker verläuft als beim gesunden Altern. Neben der Vergesslichkeit kommt es bei der Demenz auch zu einer Abnahme des Denkvermögens, der Urteilsfähigkeit und der Fähigkeit Alltagsprobleme zu lösen. Bald schon zeigen sich Änderungen im Tagesplan als große Herausforderung, denn für Personen mit einer Demenz ist es schwierig, sich schnell auf neue Gegebenheiten einzustellen. Zusätzlich können Wahrnehmungsstörungen, Desorientiertheit oder Persönlichkeitsveränderungen auftreten.

In Österreich leiden derzeit rund 100.000 Menschen an einer Demenz. Das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt mit dem Alter an. Etwa 5% der über 65-Jährigen und 20 % der über 80-Jährigen sind betroffen. Demenz ist eine Krankheit, die viele verschiedene Ursachen haben kann und in verschiedenen Formen auftreten kann. Die häufigste Form ist die Alzheimer Demenz (60%), bei der aus bisher nicht geklärtem Grund Gehirnzellen abzusterben beginnen. Ihre Bruchstücke werden danach nicht vollständig abgebaut und bilden zusammen mit anderen Eiweißen die für die Krankheit charakteristischen Ablagerungen im Gehirn (Alzheimer-Fibrillen und Plaques). Dadurch kommt es zu einem deutlichen Schrumpfen der Hirnmasse.

Ebenso verringert sich die Konzentration wichtiger neuronaler Botenstoffe, sowie die Anzahl der Nervenverbindungen.

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Häufig wird eine Demenz erst im mittleren Stadium erkannt, da die Symptome erst dann so deutlich sind, dass ein Arzt aufgesucht wird. Dabei wäre es wichtig, so früh wie möglich eine genaue Diagnose zu stellen, weil dadurch frühzeitig therapeutische Maßnahmen in Angriff genommen werden können, die die Alltagskompetenz länger erhalten und die Lebensqualität verbessern. Deshalb ist generell eine Abklärung ab dem 60. Lebensjahr oder spätestens dann, wenn man merkt, dass die geistige Leistungsfähigkeit schlechter werden zu empfehlen.

Selbst wenn man mit 60 völlig gesund ist, schafft man durch die so erzielten Messwerte einen Ausgangspunkt, anhand dessen sich später eine mögliche Verschlechterung leicht feststellen lässt.

Die Diagnose der Demenz erfolgt an vielen spezialisierten Kliniken und Ambulanzen anhand von neuropsychologischen Tests, einer körperlichen Untersuchung und einer genauen Erhebung der Krankengeschichte, verschiedenen Blutuntersuchung und unter Einsatz bildgebender Verfahren wie z.B. der Magnetresonanz-Tomographie.

Einmal von der Krankheit zerstörte Nervenzellen können nicht wieder hergestellt werden und auch der fortschreitende Zerfall kann nicht vollkommen gestoppt werden. Eine Heilung der Alzheimer Demenz ist daher nicht möglich. Dennoch können Medikamente (sog. Antidementiva) den Verlauf der Erkrankung verlangsamen und die Symptome mildern.

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Unter den Folgen der Demenz leiden nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihre Familien und Angehörigen. Für die pflegenden Angehörigen ist die Unterstützung durch Selbsthilfegruppen und Organisationen wichtig. Diese sind in allen größeren Städten vorhanden und geben konkrete Hilfestellung in allen Fragen der Pflege.


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