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Das Schicksal der Juden im 3. Reich .docx

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Human Science
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History
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Gesamtschule Duisburg Süd
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Das Schicksal der „deutschen“ Juden im 3. Reich

Zu dieser Zeit, von 1933 bis 1945, herrschte in Deutschland ein stark ausgeprägter Antisemitismus. Der Begriff entstand im 19. Jahrhundert und bezeichnet den Hass einzelner Menschen oder ganzer Völker gegen die Juden. Schon im Mittelalter gab es massive Massenangriffe gegen die Juden, die man als Pogrome bezeichnet.

Für die Judenverfolgung gibt es viele „Gründe“. Einer der Hauptgründe ist ihre Religion, obwohl diese eigentlich sehr nah am Christentum ist. Die Juden sind Monotheisten, die nur an den einen Gott glauben, ebenso die 10 Gebote befolgen und in ihrer Thora, der jüdischen Heiligen Schrift, die ersten fünf Bücher unseres Alten Testamentes als Ankerpunkte haben.

Trotzdem waren die Menschen im 3. Reich der Meinung, dass die Juden für die Kreuzigung Jesu verantwortlich seien.

Befremdend waren auch ihre Essensgewohnheiten. Sie durften nur koscheres (=reines) Fleisch essen. Dieses musste von Tieren stammen, die gespaltene Hufe haben und Wiederkäuer sind. Dieses Fleisch durfte auch nicht mit Milch oder Milchprodukten zusammen verzehrt werden.

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Ein weiterer Grund für die Verfolgungen lag auf wirtschaftlicher Seite. Die Juden waren oft fleißige und außerordentlich tüchtige Geschäftsleute, und waren dementsprechend auch oft reich. So kam es, dass die Juden im Laufe der Geschichte immer wieder zu Sündenböcken gemacht wurden, die für Hungersnöte, Naturkatastrophen, Seuchen und viele andere Dinge verantwortlich gemacht wurden.

Die Ausmaße des Judenhasses und der Art und Weise wie sie verfolgt wurden steigerten sich von Jahr zu Jahr. Zuerst wollte der Führer, Adolf Hitler, alle Juden aus dem öffentlichen Leben ausschalten, insgeheim hoffend, dass die Juden freiwillig aus Deutschland auswandern würden.

Alle Deutschen wurden im Frühjahr 1933 aufgerufen jüdische Geschäfte, Warenhäuser, Anwaltskanzleien und Ärzte zu boykottieren. Auf diesen Geschäftsboykott folgte das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, das besagte, dass Beamte nicht arischer Abstammung in den Ruhestand versetzt wurden.

In schneller Folge wurde dieser „Arierparagraph“ auch auf andere Berufsgruppen ausgedehnt und ermöglichte so den legalen Ausschluss der Juden aus dem öffentlichen Dienst, den freien Berufen sowie aus Universitäten und Schulen. Diese erste Welle der Ausgrenzung und Unterdrückung veranlasste viele politisch verfolgte und jüngere Juden zur Auswanderung, die meisten blieben jedoch trotzdem in Deutschland.

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Abhängig gemacht wurde die Zugehörigkeit zur jüdischen Rasse von der Konfession der Großeltern. So wurden viele Menschen zu „Juden“, die sich vorher nicht zur jüdischen Rasse zählten. Im Winter 1938 verschärfte sich die Lage für die Juden noch einmal. 17000 angeblich polnisch stämmige Juden sollten nach Polen abgeschoben werden.

Doch die Polen wollten sie auch nicht haben, so dass diese Menschen im deutsch-polnischen Grenzgebiet umher-irrten, bis sich die Polen herabließen sie in primitivsten Unterkünften zu beherbergen. Als am 7. November 1938 der 17jährige Jude Herschel Grynszpan, dessen Eltern zu den Abgeschobenen gehörten, in Paris den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath ermordete, wurde dies von den Nationalsozialisten zum Anlass genommen sich sofort zu rächen.

In der Pogromnacht vom 9. Auf den 10. November 1938, die auch als Reichskristallnacht bezeichnet wird, ermordeten die Nationalsozialisten etwa 100 Juden, steckten hunderte von Synagogen in Brand und demolierten tausende jüdischer Geschäfte und Wohnungen. Um den Druck zur Auswanderung zu erhöhen, wurden 30000 jüdische Männer in Konzentrationslager verschleppt und erst wieder frei gelassen, wenn ihre Angehörigen die Ausreise zusicherten.

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Juden durften keine Einzelhandelsgeschäfte oder Handwerksbetriebe mehr haben. Alle Kapitalvermögen wurden eingezogen, Grundbesitz, Wertpapiere und Schmuck zwangsveräußert. Sie durften nicht mehr in Bibliotheken, Kinos, Theater, Schwimmbäder und Museen. Ab dem 15. November durften die jüdischen Kinder auch keine „deutschen“ Schulen mehr besuchen. Parkbänke erhielten die Aufschrift „Nur für Arier“ und an vielen Geschäften sah man Schilder mit der Aufschrift „Juden unerwünscht“.

Ab Dezember 1938 wurde Juden sogar das Autofahren und selbst der Besitz eines Kraftfahrzeuges verboten.

Bis 1939 konzentrierten sich Hitler und die NSDAP darauf, dass möglichst viele Juden auswanderten, doch mit Beginn des deutschen Krieges gegen Polen, wurden die Juden als unterbezahlte Arbeitskräfte in der Rüstungsindustrie eingesetzt.

Je mehr sich der Krieg ausbreitete, desto mehr Juden wurden als billige Arbeitskräfte benötigt. Ab 1941 gab es somit so gut wie keine Auswanderungen mehr. Im Verlauf des Jahres 1941 hatte die NS-Führung die Ermordung aller „deutschen“ Juden beschlossen. Die sogenannte „Endlösung der Judenfrage“ sollte nicht auf die Zeit nach dem erwarteten Sieg über die Sowjetunion verschoben werden.

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An der Rampe des Vernichtungslagers wurden die Juden selektiert. Alte, Kranke, Erschöpfte, schwangere Frauen und Mütter mit Kindern wurden direkt in die Gaskammern gebracht. Ihr Besitz wurde ihnen abgenommen, sortiert, und zur weiteren Verwendung wieder nach Deutschland geschickt. Die kräftig wirkenden Juden mussten Zwangsarbeit leisten, solange sie körperlich dazu in der Lage waren.

Auch sie wurden, wenn sie krank wurden oder durch Mangelernährung nicht mehr in der Lage waren zu arbeiten, vergast.

Über 1 Millionen Juden fanden in Auschwitz den Tod.


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