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Das Rollenbild der Frau .doc

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German
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Justus-Liebig-Universität Gießen - JLU Giessen
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2006
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Das Rollenbild der Frau

Justus Liebig Universität Gießen

Proseminar, Didaktik der Landeskunde im deutschsprachigen Raum

Professor Doktor D. Rösler

Wintersemester 2006/2007

Judith Reisewitz

Neuere Fremdsprachen, 2 Semester


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Rollenbild der Frau früher – Ein kurzer Rückblick

1.1      Frauenberufe früher

2. Das Rollenbild der Frau heute – Gleichberechtigung im Beruf?

2.1      Frauen am Arbeitsplatz

2.2      Frauen in Chefpositionen – Warum gibt es das so selten?

2.2.1                    Wie können die Arbeitsbedingungen in Führungspositionen verbessert werden?

3. Alleinerziehende Mütter – eine besondere Schwierigkeit

3.1      Rabenmütter

3.1.1                    Vorwurf: Rabenmutter! Wie ist die Reaktion?

3.1.2                    Was kann gegen das schlechte Gewissen getan werden?

3.2      Warum sollten Mütter arbeiten gehen?

3.2.1                    Vollzeitmütter

4. Fazit

5. Vergleich: Das Rollenbild der Frau in Lehrwerken – Gegenüberstellung der Lehrwerke Deutsch aktiv und Passwort Deutsch

6. Fazit

Literaturverzeichnis


Einleitung

In der folgenden Arbeit (das Rollenbild der Frau – damals und heute) wird allgemein das Rollenbild der Frau dargestellt, wie es im 19. Jahrhundert war. Anschließend geht es speziell um die Berufe der Frauen früher, welche Karrierechancen sie damals hatten und letztlich um den Vergleich, ob eine Frau in der heutigen Zeit bessere Möglichkeiten hat im Beruf erfolgreich zu sein.

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Ein weiterer Punkt dieser Arbeit ist die besondere Schwierigkeit eine berufstätige allein erziehende Mutter zu sein. Es werden Argumente gebracht, warum keine Mutter ein schlechtes Gewissen haben muss zu arbeiten und ob ihr Kind während der Arbeitszeit gut betreut ist.

Des Weiteren wird auf den Vorwurf eine Rabenmutter zu sein eingegangen und Argumente gebracht, warum keine Mutter sich vorwerfen muss ein Kind zu haben und trotzdem arbeiten zu gehen. Außerdem wird gezeigt, welche Vorteile das Kind hat, wenn es nicht rund um die Uhr von seiner Mutter betreut wird.


1. Das Rollenbild der Frau früher – ein kurzer Rückblick

Früher (19.Jh) war der Mensch durch sein Geschlecht einer bestimmten Rolle zugeteilt. Die Frauen zogen die Kinder groß und kümmerten sich um den Haushalt. Sie waren nur für das Familienleben zuständig.

Viele Frauen fühlten sich in dieser zugewiesenen Rolle zwar eingeschränkt, aber sie kannten es nicht anders, denn schon in der Schule wurde ihnen beigebracht, wie sie sich später um den Haushalt zu kümmern hatten. Sie bekamen nicht die gleiche Schulbildung wie Männer, sondern wurden auf ihre Aufgabe eine untergebene Ehefrau und Hausfrau zu werden, vorbereitet.

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Die Männer dagegen verdienten das Geld und trafen alle wichtigen Entscheidungen. Sie wurden schon als Jungen auf ihrer spätere Aufgabe in Wirtschaft, Politik und Militär vorbereitet.

Die Arbeit von Mann und Frau war streng getrennt, Berufsleben galt als männliche, Haushalt und Liebe galten als weibliche Arbeit (Asche/Beimel 1987:10). Daher wünschten sich wohl viele Frauen Mitte der 80er Jahre lieber ein Mann zu sein, wie Anette von Droste-Hülshoff (1797-1848) um das Jahr 1830 dichterisch zum Ausdruck bringt:

„Wär ich ein Jäger auf freier Flur,

Ein Stück nur von einem Soldaten,

Wär ich ein Mann doch mindestens nur,

So würde der Himmel mir raten;

Nun muss ich sitzen so fein und klar,

Gleich einem artigen Kinde,

Und darf nur heimlich lösen mein Haar,

Und lassen es flattern im Winde!“

1.1 Frauenberufe früher

Früher wurde eine Frau, die als Schreibkraft in Büros oder als Verkäuferin arbeitete, zum Bild der modernen, berufstätigen Frau. Für diese Berufe war jedoch keine Ausbildung nötig und die Arbeit wurde schlecht bezahlt.

Die Frau musste nur einfache Aufgaben bearbeiten, wodurch es so gut wie unmöglich für sie war Karriere zu machen, da sie schwierige Arbeitsvorgänge nie gelernt hatte. Die wichtigen und verantwortungsvollen Aufgaben blieben ihrem (männlichen) Chef überlassen. Für viele Frauen war ein solcher Beruf jedoch sowieso nur eine Phase in ihrem Leben, die mit der Eheschließung endete.

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Sie galten nicht als Vorbild für die Jüngeren und ihre Karriere wurde als unweiblich betrachtet.

Auch heute noch gibt es die typisch weiblichen Berufe, wie Sekretärin oder Arzthelferin. Sie sind am ehesten in mittleren Positionen oder Stellvertreterinnen zu finden, Führungspositionen, wie im Topmanagement, sind dagegen fast immer von Männern vertreten.


2. Das Rollenbild der Frau heute – Gleichberechtigung im Beruf?

Der Artikel 3 des Grundgesetzes von 1949 besagt, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Des Weiteren darf niemand wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung (..) benachteiligt oder bevorzugt werden.

Doch die Wirklichkeit sieht auch heute, 58 Jahren später, noch anders aus. Trotz der vom Grundgesetz geforderten Gleichberechtigung sind Führungspositionen meistens von Männern besetzt. Frauen sind immer noch im Berufsleben benachteiligt.

2.1 Frauen am Arbeitsplatz

Die meisten Frauen sind von Natur aus sensibler und feinfühliger als Männer. Diese Charaktereigenschaften spielen auch bei der Entscheidung sich für oder gegen eine Führungsposition zu entscheiden eine Rolle.

Es kann passieren, dass Mitarbeiter eifersüchtig auf die größere Macht einer Kollegin sind und dadurch der eigene Stellenwert am Arbeitsplatz sinkt. Außerdem steigt die Gefahr nicht von allen akzeptiert zu werden und den daraus folgenden Verlust an sozialen und kollegialen Beziehungen. (Ehrhardt 1998:54) Eine so genannte Karrierefrau kann schnell zur Außenseiterin werden.

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Die Führungsetagen bestehen meistens aus männlichen Mitgliedern. Eine Frau kann es aus diesem Grund sehr schwer haben sich bei dieser Männerüberzahl zu behaupten. Sie vermisst eine statusgleiche, weibliche Bezugsgruppe, mit der sie sich gemeinsam gegen eventuelle Schwierigkeiten vorgehen kann.

Ein weiteres Hindernis für Frauen, Chefposition anzustreben ist, dass beruflich erfolgreiche Frauen oft als unweiblich gelten und sie mit den Verlust ihrer Weiblichkeit zu kämpfen haben.

Diese Schwierigkeiten, sich unter vielen Männern in Chefetagen zu behaupten, führen zu einer Verweigerung der Teilnahme an den schon bestehenden Machtstrukturen. Die einzige „Macht“ der Frauen bleibt daher, wie früher schon, die Macht in der Familie, die daraus besteht sich um den Haushalt zu kümmern, die Kinder zu versorgen und zu erziehen.

Die berufliche Macht, ihre Wünsche und ihren Ehrgeiz in ein Unternehmen mit einzubringen bleibt dabei jedoch weiterhin aus.

2.2 Frauen in Chefpositionen – Warum gibt es das so selten?

Frauen haben schon immer mit der Doppelbelastung zu kämpfen, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen. Daher können sie sich oft nicht intensiv einem Beruf widmen und verzichten auf ihre berufliche Karriere.

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