GFS Biologie
Klonschaf Dolly
Inhaltsangabe
1.
Das Klonschaf Dolly
2.
Was bedeutet
Klonen?
3.
Therapeutisches
Klonen
4.
Reproduktives
Klonen „Dolly-Methode“: Somatischer Zellkern-Transfer
5.
Kritik am Klonen
6.
Klonen =
Gentechnik?
7.
Weltweite Resonanz
8.
Rechtliche
Situation
9.
Stellungsnahme
10.
Quellen
1.
Das Klonschaf Dolly
Dolly war ein
walisisches Bergschaf und wurde am 5.Juli 1996 geboren. Sie war das erste
Säugetier, das durch ein Klonverfahren erzeugt wurde, bei dem keine embryonalen
Stammzellen verwendet wurden, sondern aus ausdifferenzierten Zellen ( Zellen
entwickeln sich von einem weniger spezialisierten Zustand in einen stärker
entwickelten Zustand) geklont wurde. Das Schaf wurde im Roslin-Institut nahe
Edinburgh in Schottland von den beiden Wissenschaftler Dr. Keith Campbell und
Dr. Ian Wilmut „hergestellt“. Sie hatten die Absicht eine Heilungsmethode für
Mukoviszidose zu finden. Allerdings hat der Versuch erst nach 277-mal
funktioniert. Erst ein halbes Jahr später wurde Dolly der Öffentlichkeit
vorgestellt und löste gleichermaßen Freude und Angst aus. Genau genommen hat
sie drei Mütter: Die genetische Mutter, die eine Körperzelle aus ihrem Erbgut gespendet
hat, das Schaf dem ein Ei entnommen wurde und zu letzt die Leihmutter, der das
Ei eingesetzt wurde und die Dolly ausgetragen hat.
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leben Schafe doppelt so lange.
Dolly wurde nach
ihrem Tod ausgestopft und steht nun in als
Attraktion im Royal Museum im schottischen Edinburgh.
Grafiken wurden automatisiert entfernt
2.
Was bedeutet Klonen?
Das
Wort „Klon“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Zweig“.
Unter
Klonen versteht man die ungeschlechtliche Vermehrung von Organismen. Dabei kann
es sich um einzelne Zellen oder auch um Individuen (Tiere oder Menschen) handeln
deren Erbgut identisch ist. Klone können auf natürlich Weise entstehen, wenn
sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter in dem Embryonalstadium (in den
ersten Tagen der Trächtigkeit oder Schwangerschaft) in zwei oder mehr sich
eigenständig weiterentwickelnde Lebewesen teilt. Daraus entstehen dann eineiige
Zwillinge (oder weitere eineiige Mehrlinge).
Die
schon früh bekannte in vitro Fertilisation (Befruchtung im Reagenzglas) ist
eine Methode, bei der die Befruchtung im Reagenzglas stattfindet und der Embryo
anschließend in die Gebärmutter eingepflanzt wurde.
Bis
1996 war man im Glauben, dass sich eine Zelle nur dann zu einem vollständigen
Organismus entwickeln kann, wenn Kern und Zelle aus dem Embryonalstadium
stammen.
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Beim
therapeutischen Klonen soll kein vollständiger Mensch erschaffen werden,
sondern nur bestimmte Zelltypen. Dabei wird dem Spender ein Zellkern
entnommen und daraus ein embryonaler Klon gezüchtet. Der Embryo dient dazu
Organe oder Organteile neu zu erschaffen. Allerdings wird dieser nach wenigen
Zellteilungen zerstört. Die einzelnen Stammzellen werden dann in eine Kultur
zum weiteren Wachstum gebracht. Es entstehen differenzierte Zellen (Herzzellen,
Muskelzellen, Hautzellen, Knochenmarkzellen). Man hofft, dass diese nicht von
der Körperabwehr abgestoßen werden und somit die geschädigten Organe im
menschlichen Körper ersetzen können.
Dadurch könnten z.B.: Diabetes-,
Multiple Sklerose-, Parkinson- oder Herzinfarktpatienten behandelt werden. Der
derzeitige Forschungsstand zeigt bereits erste Erfolge in Tierversuchen. Man
hofft, dass dieses Verfahren In ungefähr 10- 20 Jahren zur Heilung angewendet
werden kann.
4. Reproduktives Klonen:
Beim reproduktiven Klonen wird die Blastozyste nicht abgetötet,
sondern wieder in den Mutterleib eingepflanzt und von dieser ausgetragen. Es
entsteht ein perfekter Klon des Zellkernspenders.
- „Dolly-Methode“:
Somatischer Zellkern-Transfer
- Wie
wurde Dolly geklont?
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Bei
dieser Methode wird dem lebenden Tier (Schaf 1) das geklont werden soll, eine
Zelle z.B. aus dem Euter oder aus dem Gewebe entnommen. Diese Zelle wird nun
kultiviert und vermehrt sodass der Zellkern (Nukleus), in dem sich das
Erbgut befindet entnommen werden kann. Aus einem anderen Tier (Schaf 2) wird
eine unbefruchtete Eizelle entnommen, aus der aber der Zellkern, also das
Erbgut der „Eizell-Spenderin“ entfernt wird. Der Zellkern von Schaf 1 und die
Eizellhülle von Schaf 2 werden nun in eine Nährlösung gegeben und durch elektrische
Impulse miteinander verschmolzen, was den Moment der Befruchtung simuliert.
Danach wird diese zusammengesetzte Zelle auf einem Nährmedium angezüchtet und
nachdem sie eine bestimmte Größe erreicht hat in ein Muttertier (Schaf 3) eingepflanzt,
in dieser ein lebensfähiger Organismus heranwachsen soll. Dieser Organismus ist
genetisch gesehen eine Kopie von Schaf 1. Allerdings ist ein kleiner Anteil
Erbgut auch in den Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen mit eigener DNA), also außerhalb des Zellkerns, zu finden. Somit gibt Schaf
2, dem Tier, dem die Eizelle entnommen wurde, auch nach der Entfernung des
Eizellkerns einen geringen Anteil Erbgut an den entstehenden Klon weiter.
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Die
Erbsubstanz wird aus der Eizelle entfernt.
Einbringen
des neuen Zellkerns in die entkernte Eizelle.
Mit
einem Elektroimpuls werden die Spendereizelle und der Zellkern vereinigt.
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Wo
ist Klonen nützlich?
- In der
Landwirtschaft („Hochleistungstiere“ können gezüchtet werden und so der
weltweite Bedarf von Essen etc gedeckt werden)
- In der
Medizin ( Körperteile oder Organe von Menschen können ersetzt werden à
Wunschdenken)
4. Kritik am Klonen
Weltweit arbeiten
Forscher daran, Tiere erfolgreich zu Klonen. Doch der Erfolg ist noch gering.
So stirbt der geklonte Embryo meist schon im Mutterleib ab und auch lebende
Klone weisen oft Missbildungen oder andere Schäden, wie z.B. Störungen der Muskelfunktion,
eine verminderte Anzahl von weißen Blutkörperchen oder Lungenversagen auf.
Rinder, Schafe und Ziegen haben bei der Geburt meist ein zu hohes Gewicht, was
einen Kaiserschnitt erforderlich macht. Diese Tiere sind teilweise nicht lebensfähig,
da innere Organe fehlgebildet sind oder sie eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit
zeigen. Außerdem haben diese Tiere Schwierigkeiten beim Atmen, Saugen und
Stehen. Auch die „Klon-Eltern“ werden Eingriffen unterzogen, die mit Schmerzen,
Leiden und Schäden verbunden sind.
Generell treten
Probleme beim Atmen, den inneren Organen und allgemeine Schwächen bei geklonten
Tieren häufig auf.
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