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Das Judentum - Lebensart und Feste .doc

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Social Science
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Religious Studies
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PH-Burgenland
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DAS JUDENTUM

Ein Gottesleugner kam einmal am Vorabend zu Schawuot zum Rabbi, um mit ihm über den Feiertag zu diskutieren. Das heißt: Er suchte eigentlich nach einem Anlass, um sich über die jüdischen Bräuche lustig zu machen. „Rabbi“, sagte er, „ich hab‛ herausgefunden, warum wir Juden zu Schawuot nur Milchiges essen.“ Der Rabbi begriff sofort, dass der Frechling ihn zum Narren halten wollte und antwortete nur: „Lass hören!“ Lacht ihm der Obergescheite ins Gesicht und erklärt: „Man isst deshalb Milchiges, weil am Tag, an dem uns die Thora gegeben wurde, doch alles Rindvieh zum Berg Sinai lief.“ Lächelt der Rabbi und gibt ihm recht: „Gut gesagt! Bevor wir Juden die Thora beim Berg Sinai angenommen haben, waren wir wirklich wie Rindvieh.

Wir wussten von nichts, nichts von guten Taten, nichts von Menschlichkeit. Erst durch die Annahme der Thora wurden wir Menschen. Aber jene Juden, die bis zum heutigen Tag die Thora nicht angenommen haben, sind Rindvieh geblieben.“

Allgemeines

Das Judentum ist die älteste und die kleinste Religion unter den Weltreligionen. Die Geschichte dieser Religion reicht ca. 4000 Jahre zurück. Das Judentum ist eine der sechs Weltreligionen, es hat allerdings die geringste Anzahl an Gläubigern und diese sind in aller Welt verstreut.

Das Mutterland des Judentums ist Israel; weshalb heute auch ein Davidstern auf der Flagge Israels ist.

 

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Jude ist, wer eine jüdische Mutter hat oder nach dem jüdischen Religionsgesetz zum Judentum übergetreten ist und wer an den Gott Israels – den einen und einzigen Gott – glaubt.

Gott, der Herr der Welt, hat das jüdische Volk auserwählt, um mit ihm einen Bund zu schließen und ihm seine Botschaft anzuvertrauen.

Jüdische Menschen glauben, dass sie eine besondere Beziehung zu Gott haben, die auf die Zeit zurückgeht, als Abraham einen Bund (Vereinbarung) mit ihm schloss. Von diesem Zeitpunkt an empfinden die Juden, als Gottes auserwähltes Volk, eine besondere Verantwortung gegenüber der Welt.

Sie glauben, dass die Welt von Gott erschaffen wurde und dass die Menschen auf ihn hören sollen. Gott kümmert sich um die Welt und um jeden Einzelnen, aber die Menschen müssen sich auch um seine Welt kümmern.

Juden kennen den Begriff der Erbsünde nicht. Jeder Mensch ist für seine Taten selbst verantwortlich und kann deshalb auch selbst seine Taten bereuen und wiedergutmachen.

Die Offenbarung Gottes und seine Gesetze als Grundlage des jüdischen Lebens stehen in der Thora.

Der Begriff Thora bedeutet „Gesetz“ oder „Lehre“ und bezieht sich auf die fünf Bücher Mose (die ersten fünf Bücher der Bibel). Dem jüdischen Glauben zufolge, hat Moses die Gesetze auf dem Berg Sinai empfangen. Orthodoxe Juden glauben, dass die Thora das lebendige Wort Gottes ist, das man nicht verändern und nicht interpretieren kann.

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Dem jüdischen Glauben zufolge gab Gott Moses die zehn Gebote, sie sich in zwei Gruppen einteilen lassen: Die eine Gruppe bezieht sich auf das Verhalten gegenüber Gott, die andere auf das Verhalten den Mitmenschen gegenüber. Die Thora wird jeden Sabbat in der Synagoge gelesen, sodass im Laufe eines Jahres die ganze Thora gelesen wird.

Die Synagoge ist das Gebetshaus der Juden. Synagoge ist das griechische Wort für „Treffpunkt“. Die Synagoge ist eine Kulturstätte, die für die Gemeinde noch zahlreiche andere Zwecke erfüllt.

Sie ist ein Ort des Gebets, des Lesens und Lernens der Gesetze und ein Ort für besondere Gelegenheiten wie Hochzeiten. In ihr spielt sich auch gesellschaftliches Leben ab. Der wichtigste Gegenstand in der Synagoge ist der Thoraschrank, in dem die Thorarollen aufbewahrt werden.

Jeden Freitagabend und am Samstagmorgen findet ein Gottesdienst statt. Im Mittelpunkt des Raumes steht ein Lesepult. Von hier aus wird der Gottesdienst von einem Rabbi oder Kantor geleitet.

In dem in der Regel rechteckigen Gebäude stehen von drei Seiten Sitzbänke in Richtung Rednerpult oder Bima. In orthodoxen Synagogen gibt es mitunter getrennte Sitzreihen für Männer und Frauen.

 

Lebensart

 

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Die Kippa, das ist die kleine runde Kappe, die die jüdischen Männer tragen. Sie wird beim Gebet aufgesetzt und soll den Respekt gegenüber Gott ausdrücken.

Der Tallit ist ein Gebetsschal mit vielen Fransen. Sie stehen für die Gesetze der Thora.

Der Davidstern ist das bekannteste Symbol des Judentums. Er symbolisiert die Verbundenheit des Volkes Israel mit Gott.

Die Menora ist ein siebenarmiger Leuchter, der im Tempel Jerusalems jeden Tag angezündet wurde.

Speisen – Essen zu Hause

Ein jüdisches Zuhause ist etwas Besonderes und mehr als nur ein Ort, wo man lebt. Es ist eines der Hauptanliegen, die Traditionen des jüdischen Glaubens wach zu halten und die Gemeinschaft für die Zukunft zu schützen. Viele der wichtigsten Feste werden zu Hause gefeiert.

Darin spiegelt sich die turbulente Geschichte des jüdischen Volkes wider, das in einer feindlichen Umgebung das eigene Zuhause als einen Ort der Sicherheit brauchte, um den Glauben praktizieren zu können. Eines der wichtigsten Merkmale für ein jüdisches Zuhause ist die Nahrungszubereitung. Juden sollen nur „koschere“ (reine) Nahrung zu sich nehmen.

Außerdem unterscheidet man drei Arten von Tieren: auf dem Land lebende Tiere, Meerestiere und Geflügel. Diese müssen bestimmte Eigenschaften besitzen, um als rein zu gelten.

 

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Wassertiere: nur die, die Flossen und Schuppen haben, dürfen gegessen werden. Nach diesen Kriterien sind Austern, Hummer, Krebse und Muscheln verboten.

Vögel: es dürfen nur Raubvögel gegessen werden.

Fleisch und Milch: "Du sollst ein Zicklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen."

Fleisch und Milch dürfen nicht gleichzeitig gegessen werden. Das bedeutet auch, dass Fleisch und Milchprodukte getrennt aufbewahrt und getrennt gekocht werden müssen.
Wenn man z.B. als Hauptgericht Fleisch gegessen hat, so muss man warten bis das Fleisch verdaut ist (in der Regel 6 Stunden), bevor man eine Milchspeise zu sich nehmen darf oder man benutzt Sojamilch als Ersatz.

Die Milchspeisen sind nach einer halben Stunde verdaut. Selbst die Töpfe, Geschirr, Besteck, Tisch und Küchentücher werden für "Milchiges" und "Fleischiges" getrennt.

Feste im Judentum

Wie bereits erwähnt, sind die Überlieferungen des Glaubens und die Rituale im Judentum von höchster Wichtigkeit. Die Juden feiern ihre Feste sehr traditionell und sehr streng.

Ich habe generell den Eindruck, dass die Juden ihren Glauben sehr ernst –und generell ein bisschen ernster als viele Christen- nehmen. Heute möchte ich euch 3 sehr wichtige Feste aus dem Judentum vorstellen. Ihr werdet auch merken, dass die Riten und Feste der Juden mit sehr strengen Regeln und Vorschriften begangen werden.

 


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