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Das Jahrhundert der Aufklärung 18. Jahrhundert .doc

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Das Jahrhundert der Aufklärung

18. Jahrhundert

Periodisierung = in Zeitabschnitte einteilen

Periodisierung

Ø  Periodisierung einer Epoche immer problematisch, oft unterschiedliche literarische Strömungen parallel verlaufen.

Ø  Neben Aufklärung gibt es ab 1750 Strömungen wie Empfindsamkeit, Rokoko, Sturm und Drang, aber nicht ausschließlich als Gegensatz der Aufklärung

Ø  Sturm und Drang als Weiterführung der Aufklärung gesehen, andererseits große Unterschiede in der Literaturauffassung.

Ø  Aufklärung gesamteuropäische Bewegung, von Frankreich und England beginnend, in Deutschland aber erst verspätet

Ø  Trotz versch. Strömungen der deutschen Aufklärung gemeinsame Grundlagen: Weltorientiertheit aufklärerischer Menschen welche Natur und Geschichte mit Hilfe der Vernunft zu begreifen versuchen

Die Vernunft

Ø  zentrale Motiv Vernunft meint, ganze menschliche Verhalten geplant und begründet sein soll und als Endzweck vollkommenes Glück der Menschen, das Wohl der Gesellschaft und des Staates garantieren wird.

Ø  menschl. Vernunft könne durch logische Schlüsse (rational) und Erfahrung der Sinne (empirisch) alle Probleme des Lebens lösen.

 

Ø  Diese Einstellung erklärt den absoluten Glauben an den Fortschritt.

Rationalismus – Empirismus

 

Ø  Vorbilder dieser Denkmethode kommen aus England (Empirismus) und Frankreich (Rationalismus).

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Ø  Die wichtigsten Vertreter sind:
Francis Bacon, Thomas Hobbes, John Locke, David Hume, René Descartes, Voltaire

Ø  Empirismus: sieht in der Beobachtung von Vorgängen und der Sinneswahrnehmung die Quelle der Erkenntnis

Ø  Rationalismus: hält die menschl. Vernunft für die Quelle der Erkenntnis

Ø  Descartes, der Begründer dieser Denkschule meint radikal: Ich denke also bin ich

Ø  begreift den menschl. Geist als einzige nicht zu bezweifelnde Wirklichkeit.

Ø  Beide Bewegungen fordern das Entstehen der exakten Naturwissenschaften, deren Ergebnisse wiederum fruchtbringend auf die Aufklärung zurückwirken.

Definition der Aufklärung

(Immanuel Kant)

Ø  Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit, Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Ø  Wahlspruch der Aufklärung: Sapere aude! à Wage, weise zu sein!

Ø  vernünftiges Denken und Verhalten soll die Ordnung und die Harmonie in der Gesellschaft garantieren.

Ø  Pflichtbewusstsein, Fleiß, Wirtschaftlichkeit die von den bürgerlichen Aufklärern gefordert werden stehen im bewussten Widerspruch zur Lebensweise des Adels à Müßiggang

 

Bürger wollen politische Rechte

 

Ø  Die Theorie: das gottgewollte Feudal- und Ständesystem durch die Vernunft des Denkens ersetzten

 

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Ø  Praxis: Bürger (Beamte, Gelehrte, Professoren, Akademiker, Studenten und niederer Adel) möchten diese Veränderungen sind aber von den Institutionen der Territorialstaaten beruflich und finanziell abhängig

Ø  Ziel der Aufklärung: Reform der Gesellschaft, keine Revolution à ohne die Obrigkeit sind Reformen nicht durchführbar, weswegen ein Kompromiss mit dem Absolutismus gesucht wird

Ø  Vertreter der rationalistischen Frühaufklärung: Christian Wolff, Johann Christoph Gottsched à vertreten die Idee des aufgeklärten Absolutismus

Ø  streng geregelter Vertrag: Absolutisten verpflichten sich keine Willkür walten zu lassen und alles tun um eine Entwicklung des Gemeinwohls zum Guten und Nützlichen zu fördern

Ø  Meinungen zu Religion bewegen sich zwischen totale Religionskritik und Unterordnung der Vernunft unter die Bibel und der Amtskirche à deutsche Aufklärung versucht Ausgewogenheit zwischen der Vernunft und den für wichtig gehaltenen Grundsätzen der Religion

Widersprüche und Gemeinsamkeiten

Pietismus

Ø  Ende 17. Jhd: von der Aufklärung beeinflusst und gegen die luthersche Orthodoxie (Rechtgläubigkeit, Strenggläubigkeit)

 

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Empfindsamkeit

Ø  in den 1740ern: erreicht Höhepunkt mit Goethes Briefroman „Das leiden des jungen Werthers (1774)

Ø  Begriff bedeutet, dass die sinnliche Wahrnehmung als Grundlage für vernünftiges Erkennen,

Ø  Empfindung existiert in den Herzen der Menschen und gehört zur Vernunft

Ø  Seit Werther häufen sich Wahrnehmungen von „rührseliger Weinerlichkeit“, „Empfindelei“ und „schwärmerische Massenlektüre“ was als Zeichen der Diskussion um „wahre“ und „falsche“ Empfindsamkeit

Ø  Von Vertretern wie Jean-Jacques Rousseau, Laurence Sterne, Samuel Richardson beeinflusst und reagiert auf die Überbetonung der ratio durch Frühaufklärung und schafft seelischen Freiraum

Ø  diese literarische Bewegung vertritt Ansicht, dass sich das individuelle Subjekt, von Verstand UND Gefühl bestimmt, durch einer „éducation sentimentale“ (empfindsame Erziehung) des Herzens bilden soll

Ø  höchst moralische Bewegung, unterscheidet zwischen guten (Glückseligkeit, Harmonie) und schlechten (Unglück) Gefühlen

Pietismus und Empfindsamkeit haben die Tendenz zur Selbstreflektion und Sensibilität

Gattungen wie Brief, Tagebuch und Autobiografie werden bevorzugt

 

Literatur dieser Strömung will Leser rühren und hat Zärtlichkeit und Mitleid als Thema und als Gefühl wecken

 

 

Literatur, Gesellschaft und Staat – in Zusammenhängen Denken

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Politik und Gesellschaft

Ø  wichtige Rechte wie Gesetzgebung, Gerichtsbarkeit, Polizeiwesen oder Zensur konnten die 300 versch. Territorialstaaten (in Deutschland) selbst ausführen

Ø  kein einheitlicher Staat, keine gemeinsames Finanz- und Steuersystem, keine gemeinsame Außenpolitik, keine einheitliche Verfassung

Ø  Adel hat Führungsposition während Bürgertum völlig rechtlos ist und keine öffentl. Gewalt ausübt


Das Bürgertum

Ø  ist nicht in sich geschlossen à Gelehrte, Lehrer, Beamte, Kaufleute

Ø  wird von der Aufklärung angesprochen und tragen sie auch

Ø  macht nur einen kleinen Teil der gesamten Stadtbevölkerung aus à 80% sind Bauern und keinesfalls Teilnehmer oder Befürworter der aufklärerischen Bewegung

Die Literatur als Instrument der Aufklärung

Nutzen und Vergnügen

Ø  Literatur wird als Instrument eingesetzt den bürgerlichen Leser aufzuklären und zu erziehen

Ø  Nutzen und Vergnügen bezeichnen die Methode mit der die Ideen der Aufklärung vermittelt werden

Ø  viele Dichter schreiben Fabel in „Moralischen Wochenschriften“ die unterhalten und belehren sollen

Ø  Sprache der Fabel ist einfach und bildreich, handelnde Figuren sind von Tradition festgelegt à es muss nicht viel erklärt werden

 


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