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Das frühe Christentum .doc

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Social Science
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Religious Studies
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Graz
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Das frühe Christentum

Die ersten Christen waren ohne Ausnahme Juden. Ihr Glaube, indem sie Jesus folgten und ihn als Messias Gottes bekannten, war keine neue Religion. Darum gab es auch in der religiösen Praxis keine Änderung. (lebten nach der Tora, gingen zur Synagoge, feierten den Sabbat und alle jüdischen Feste)

Die ersten Christen:

Um sich von anderen Juden zu unterscheiden, wurden sie als JüngerInnen Jesu genannt. Demnach wurde man anfangs, wenn man in Jesus-Nachfolge mitmachen wollte Jünger und nicht Christ. Untereinander, nannten sie sich Bruder und Schwester. Wenn aber in der Bibel von Brüder gesprochen wurde, wurden auch die Schwestern damit gemeint.

Am Scheideweg:

Ein neuer Abschnitt begann, als manche Jünger Jerusalem verließen und in fremde Länder kamen. In den dortigen Synagogen, erzählten sie anderen Juden, was sie durch Jesu erfahren haben. Allerdings besuchten auch Griechen die Synagogen und manche Jünger hatten auch nichtjüdische Freunde, denen sie von Jesus erzählten.

In der großen Stadt Antiochia begann man den Griechen das Evangelium von Jesu zu berichten. In Jerusalem war man darüber nicht sehr erfreut und man schickte Barnabas dorthin damit er darüber berichten konnte. Doch Barnabas freute sich als er dort eintraf und ihm kam eine gute Idee.

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Das neue Problem:

Mit dem neuen Namen kam ein neues Problem, denn bisher waren doch alle Jünger selbstverständlich Juden. Was nun wenn Griechen ebenfalls Jünger werden wollten? Mussten sie dann nicht zugleich Juden werden? Aber in Antiochia hatten sich so viele Griechen den Jesus-Jüngern angehängt, das sie ein nichtjüdische Mehrheit bildeten.

In Jerusalem forderten die jüdischen Jünger, dass diese „ Heiden“ nur dann dazu gehören könnten, wenn sie Juden werden würden. Diese waren damit allerdings nicht einverstanden. Empörender wurde ihr nichtjüdisches Verhalten aufgefasst, als Barnabas und Paulus meinten, dass es nicht nötig sei die Tora zu befolgen. „ Man könne auch Christ sein ohne Jude zu werden.“

Aus der Jüngergemeinschaft bildeten sich dann „Judenchristen“ und „Heidenchristen“ wobei letztere die Mehrheit bildeten. Die Heidenchristen brachten die griechisch-römischen Lebensformen und Denkweisen in die Christlichen Gemeinden, während die Judenchristen weiterhin an der Tora festhielten. Dies verschärfte die alten Spannungen weiterhin.

Den Judenchristen wurde aus dem Judentum vorgeworfen, ihre Gemeinschaft die Tora und den Glauben Israels zu verraten.

Durch diese Entwicklung verließen einige Judenchristen die Jesusbewegung.

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Das so entstandene Feindbild führte zu Judenhass und Judenverfolgungen in fast allen Jahrhunderten der christlichen Geschichte bis in unsere Tage.

Die Ausbreitung des Christentums:

Einen neuen Trennungsstrich zwischen Juden und Christen zog die Zerstörung Jerusalems und des Tempels durch die Römer im Jahre 70.

Die Christen breiteten sich immer weiter im römischen Reich aus. Die christlichen Missionare fanden viele offen Ohren, weil ihre Zeitgenossen sehr tolerant und Menschen voll religiöser Fragen und Bedürfnisse waren. Noch dazu unterstützten die gute Verkehrsverhältnisse und das überall gesprochene Volksgriechisch die Verbreitung des christlichen Glaubens.

Das Interesse war besonders unter den armen, kleinen und schwachen Menschen groß. Diese Entwicklung weckte aber auch Unverständnis und Angst im römischen Reich. Da bis auf das Christen- und Judentum alle anderen Götterbilder verehrten und ihnen opferten und das Christentum nicht einmal einen Altar hatte wurde sie sogar als gottlos verdächtigt und ihnen alles Böse zugetraut.

 

Die Verfolgung des Christentums:

 

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Obwohl in den ersten jahrhunderten viele Christen wegen ihres Glaubens grausam hingerichtet wurden, waren dies noch keine allgemeine Verfolgungen. Zu solchen Verfolgungen kam es um 250 unter Kaiser Decius. Dieser verlangte als Beweis ihrer Staatstreue Opferbescheinigungen von Christen.

Wer sich der kaiserlichen Anordnung verweigerte musste mit harten Strafen rechnen (Geldstrafen, Verbannung, Gefängnis, Folter und Tod). Viele bis auf die standhaftesten Christen gaben dem Druck nach. Diese trotzten jeder Drohung. Die härteste Verfolgung kam unter Kaiser Diokletian. Auch er verlangte im Jahr 303 das Kaiseropfer.

Sie zerstörten christliche Versammlungssäle und christliche Schriften wurden zerstört.

Im Jahr 313 wurde den Christen unter Kaiser Konstantin die Erlaubnis gegeben, ihren Glauben auszuleben und das Christentum wurde den anderen Religionen gleichgestellt.

Die Wende:

Durch Erklärung wurde das Christentum frei und es bekam das was ihm an Gebäuden und Grundbesitz genommen worden war zurück. Die Bischöfe bekamen Sonderrechte wie sie zuvor nur Senatoren zustanden. Auch höhere Staatsämter wurden nun von Christen besetzt.

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Von jetzt an war es nicht mehr gefährlich, sondern vorteilhaft Christ zu sein.

Die Versuchung der Macht:

Die neue Freiheit bezahlte die Kirche mit Abhängigkeit. Sie übernahm Dienste, die der Glaubwürdigkeit ihres Evangeliums im Wege stehen konnten. Stand sie bisher Krieg, Soldatenschaft und Todesstrafe ablehnend oder kritisch gegenüber, so änderten sie jetzt unter dem Einfluss und den Erwartungen des Staates ihre Einstellung.

Bisher hatte man Männern, die Soldaten bleiben wollten, die Aufnahme in die Kirche verweigert. Nun wurden gerade jene ausgeschlossen, welche die Waffen wegwarfen.

Über Vor- und Nachteile der Konstantinischen Wende wird noch heute gestritten. Sie gab der Kirche Freiheit und öffentliche Geltung und unterwarf sie zugleich den Interessen des Staates.

Die Entwicklung des Christusbildes:

In den frühen Zeiten des Christentums gab es keine heiligen Bilder. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand der Tisch der Eucharistie. Die Hauskirche war kein Tempel, sondern ein Versammlungsraum der Gemeinde ohne jedes Gottesbild. Die jüdisch-christliche Tradition verehrte Gott bildlos.

 

 

 

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