Die
Luft gerinnt zu schwarzem Stein,
Zermalmt
wird Schnabel Braut und Rose.
Es
reißt der Sterne Ringelreihn.
Der
Zirkus stürzt ins Bodenlose. [...]“
Ein weiterer Dadaist Hugo Ball wurde am 22. Februar 1886
in Pirmasens geboren. Er besuchte das Gymnasium und machte anschließend eine
kaufmännische Lehre. Nach Abschluss dieser Lehre holte er seine Reifeprüfung
nach und nahm von 1906 bis 1910 das Studium der Philosophie und der Soziologie
in München, Heidelberg und Basel auf. Im Anschluss machte er eine Regie-Ausbildung.
Von 1911 bis 1914 war er zuständiger Dramaturg in Plauen und München. Ein
bekanntes Werk innerhalb des Dadaismus von ihm ist „Die Nase des Michelangelo“ .
Im Ersten Weltkrieg war er zunächst Kriegsfreiwilliger,
später aber Kriegsgegner. 1915 emigrierte er in die Schweiz und wurde zum
Mitbegründer der Züricher Dada Bewegung. Zwischen 1917 und 1919 war er
politischer Journalist in Bern und wandte sich vom Dadaismus ab. 1920 bekannte
er sich zum Katholizismus und starb am 14. September 1927 im Tessin.
Ein bekanntes Gedicht im Dadaismus von Hugo Ball lautet:
Karawane
„jolifanto
bambla o falli bambla
großiga m'pfa habla horem
egiga goramen
higo bloiko russula huju
hollaka hollala
anlogo bung
blago bung blago bung
bosso fataka
ü üü ü
schampa wulla wussa olobo
hej tatta gorem
eschige zunbada
wulubu ssubudu uluwu ssubudu
tumba ba-umf
kusa gauma
ba - umf“
5.
Schluss
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Der
Dadaismus lässt sich als frech, provokant, neuartig, nicht da gewesen,
revolutionär, einzigartig und konfrontativ charakterisieren und bestätigt die
Sinnlosigkeit der Kunst.
Erstaunlich
ist für mich, dass zum Ende des Dadaismus eben die Stufe erreicht ist, die nie
erreicht werden sollte: Dadaismus ist zu etwas Gewöhnlichem, etwas Vorhersehbaren
und Festgelegtem geworden. Keine Modifikation und Transformation des Dadaismus
findet mehr statt, er ist stehen geblieben und wird nicht weiter wandelbar sein
und sich unentwegt fortsetzen können.
Der
unermüdliche Einsatz der Literaten und Künstler überzeugt den Leser, Zuhörer
und Zuschauer inszenierter dadaistischer Werke, jedoch reißen Begeisterung und
Einsatz für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Dadaismus beider
Künstlergruppen ab.
Viele
Gemälde, Schauspiele und lyrische Werke bleiben uns bis heute noch aus der
Richtung des Dadaismus enthalten und werden betrachtet und erachtet.
Der
Dadaismus wurde vielseitig genutzt, zu politischen Protesten, künstlerischen
Darstellungen oder einfach als kommunikative Ausdrucksform. Die Sinnlosigkeit
des Dadaismus entwickelte sich im Laufe der Jahre jedoch zu einer immer weiter
hinschreitenden Sinnhaftigkeit, die die Idee des Unsinnigen, Merkwürdigen und Fragwürdigem
immer weiter Standarisierte.
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Der
Dadaismus wird also viel zu schnell von der Antikunst zur Kunst und verliert
dadurch meiner Meinung nach seine Grundausrichtung und Idee.
6.
Literatur
Elger,
Dietmar: Dadaismus. 1. Auflage. Köln, London u Los Angeles: Taschen, 2004.
Eckhard, Philipp: Dadaismus. Einführung in
den literarischen Dadaismus und die Wortkunst des ‚Sturm‛- Kreises. München:
Fink Verlag, 1980.
Korte,
Hermann: Der Dada. dada siegt!. 3. Auflage. Reinbeck bei Hamburg. Rowohlt
Taschenbuch Verlag GmbH, 1994.
Best, Otto F.: Die deutsche Literatur in Text
und Darstellung. Expressionismus und Dadaismus. 1. Auflage. Stuttgart: Philipp
Reclam Verlag, 1996.
Forster, Iris: Die Fülle des Nichts. Wie Dada
die Kontingenz zwischen Weltanschauung macht. 1. Auflage. München: m press,
2005.
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