Christian
Albrechts Universität zu
Kiel 16.06.2009
Sommersemester
2009 Humangeographie
II (Begleitseminar)
Dipl.-Gegr. ..
Chinas
Geburtenpolitik
von
..
Inhaltsverzeichnis
I. Einführung in wissenswerte
Parameter der Statistiken..................................................S.1
1.
Hintergrund und Geschichte der Geburtenpolitik..............................S.1
1.1
Globale Bevölkerungsentwicklung.............................................S.2
1.2.
Die Bevölkerungsentwicklung bis zum Reformjahr 1979......................S.2
1.3.
Traditionen – Gründe für das Wachstum.....................................S.3
2.
Die Ein-Kind-Politik.........................................................S.3
2.1.
Inhalt........................................................................S.3
2.2.
Kontrolle u. Durchführung..................................................S.4
2.3.
Ausnahmen................................................................S.4
3.
Auswirkungen der Geburtenkontrolle........................................S.5
3.1.
Vermännlichung u. geschlechterspezifische Abtreibungen.....................S.5
3.2.
Die Bevölkerungsalterung..................................................S.6
4.
Ausblick und Prognosen.....................................................S.6
5.
Fazit.........................................................................S.7
6.
Literatur......................................................................S.8
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Grafiken wurden automatisiert entfernt (Rohe) Geburtenrate bzw.
Geburten-ziffer: Hierbei wird die Zahl der Lebendgeborenen pro Kalenderjahr auf
1000 Einwohner der jeweiligen Region betrachtet (Gans, 2007: S.775).
Fertilität: (..) die Fähigkeit eines Lebewesens, Nachkommen
hervorzubringen, bezogen auf die gesamte Population und/oder ein Areal bzw. eine
Region (Leser: 1997: S.204).
(Totale) Fertilitätsrate:
Summe der altersspezifischen Geburtenrate (Gans,
2007: S.775).
(Rohe)
Sterberate bzw. Sterbeziffer: Sterbefälle
innerhalb einer Region auf 1000 Einwohner pro Jahr (Gans, 2007: S.775).
Wachstumsrate bzw.
Wachstumsziffer: Das Verhältnis der absoluten
Bevölkerungsveränderung innerhalb eines Zeitabschnittes zur mittleren
Bevölkerung dieser Periode nennt man Wachstumsziffer. Wird zu ihrer Berechnung
an Stelle der mittleren Bevölkerung die Bevölkerung zu Beginn des entsprechenden
Zeitabschnittes herangezogen, so handelt es sich um eine Wachstumsrate (Burg, 1989: S.702).
1. Hintergrund und
Geschichte der Geburtenpolitik
Um auf die Hintergründe und
geschichtlichen Voraussetzungen der Geburtenpolitik eingehen zu können, wird
zunächst die Bevölkerungsentwicklung global betrachtet. Gäbe es keine
Missstände innerhalb der Bevölkerungsentwicklung, wäre die Geburtenpolitik
nicht von Bedeutung.
1.1. Globale
Bevölkerungsentwicklung
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(vgl. Abb.2: Weltbevölkerungsbericht,
2007), In den ärmsten Ländern (LLDC – Landlocked developing countries)liegt
sie jedoch immer noch bei ca. 4,7 und höher. Auf Grund der hohen Geburtenrate
und einer demographischen Eigendynamik, wird laut Schätzungen der UN Population Division die derzeitige
Weltbevölkerung, von ca. 6,6 Mrd. Menschen, in der ersten Hälfte des 21.
Jahrhunderts auf ca. 9 Mrd. Menschen ansteigen (vgl. Abb. 2 u. 3).
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Abb.2: Daten zum weltweiten
Bevölkerungswachstum
1.2. Die Bevölkerungsentwicklung
bis zum Reformjahr 1979
Grafiken wurden automatisiert entfernt Die
erste Volkszählung in der Volkrepublik China gab es 1953. Diese ergab eine
Bevölkerungszahl von 580,6 Mio. Einwohnern (Geers,
1990: S. 34). Weitere Zählungen in den Jahren 1964 und 1982 ergaben
deutliche Bevölkerungsanstiege: Waren es im Jahr 1964 noch 713 Mio. Einwohner,
belief sich 1982 die Zahl chinesischer Bürger auf 1.008,18 Mio. (vgl. Abb.4).
Die Genauigkeit dieser Angaben wird jedoch angezweifelt, da viele Statistiken
verfälscht oder ungenau erhoben wurden (Geers,
1990: S.34). Erste Probleme im Bildungs- bzw. Beschäftigungssektor, auf
Grund des starken Bevölkerungswachstums, versuchte die chinesische Regierung,
um Mao Zedong folgendermaßen einzudämmen:
Arbeiter
wurden in ihre Heimatdörfer Grafiken wurden automatisiert entfernt zurückgeschickt,
der Zuzug in Städte wurde erschwert, Jugendliche sollten auf dem Land arbeiten,
das Pensionsalter wurde herabgesetzt und Frauen wurden auf die Bedeutung des
Haushaltes aufmerksam gemacht (Geers,
1990: S.34).
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entschloss sich jedoch, auf Grund der starken Wachstumsrate innerhalb der fünfziger
Jahre, die Spätehe zu empfehlen und für „die kleine Familie“ (Geers, 1990: S.35) zu propagieren.
1.3. Traditionen – Gründe
für das Wachstum
Propagierte Mao 1956 noch für
kleinere Familien und sprach sich für die Spätehe aus, so wenig fand Ersteres
Anklang in der Gesellschaft. „Duo zi, duo fu“, (viele Kinder, viel
Glück) heißt ein chinesisches Sprichwort, dass die Situation chinesischer Familien
verdeutlicht. Vor allem Söhne brachten einem Paar viel Glück und Ehre, da diese
die Familie weiterführen konnten (Zhang,
2005: S.103). Ein weiteres chinesisches Sprichwort lautet: „Man zieht den
Sohn groß, um im Alter versorgt zu sein.“ Auch dieses Sprichwort
verdeutlicht, dass es in der chinesischen Familientradition sozusagen notwendig
ist, einen Sohn zu gebären, um im Alter abgesichert zu sein. Gebären Mütter nur
Mädchen, wird die Familie weder im Alter versorgt, noch kann die Familie stolz
sein (ZhAng, 2005: S.103).
Weitere Gründe für die Entwicklung des Wachstums sind die Verbesserung der
medizinischen Versorgung, als auch die Dekollektivierung der Landwirtschaft:
Durch die Rückbesinnung zur traditionell-familiär geführten Anbauform, sahen
die Bauern jedes Kind als zusätzliche Arbeitskraft (Zhang, 2005: S.103).
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bedingter Werte, dennoch im Jahre 1983 zu einer Verdopplung der jährlichen
Eheschließungen und dementsprechend zu einer steigenden Geburtenzahl (Machetzki, 1985: S.83).
2. Die Ein-Kind-Politik
Das, durch diese Beweggründe
hervorgerufene Bevölkerungswachstum (vgl. Abb. 4), musste durch eine konsequent
geführte Bevölkerungs- bzw. Geburtenpolitik eingedämmt werden (Staiger, 1994: S.946). Zahlreiche
politische Programme sollten die Bevölkerungszahlen stagnieren lassen: So
sollen Alte und Arbeitsunfähige starker von der Sozialpolitik unterstützt
werden, ein höherer Bildungsstand soll die traditionelle Einstellung der
Bevölkerung lockern, Verhütungsmittel werden unentgeltlich angeboten. Außerdem
gab es seit 1971 eine Zwei-Kind-Politik, die besagte, dass Familien lediglich
zwei Kinder gebären dürfen. (Pfenning,
1983: S.91). All diese Programme wurden kaum von der Bevölkerung angenommen und
die Bevölkerung wuchs jährlich noch immer um mindestens 15 Mio. Neugeborene.
1979 wurde die sog. Ein-Kind-Politik bzw. Ein-Kind-Familie beschlossen.
2.1. Inhalt
Die Ein-Kind-Politik ist
seit 1979 zu einem essentiellen Bestandteil chinesischer Staatsvorgaben geworden.
Nachdem alle vorherigen Maßnahmen lediglich inkonsequent durchgeführt wurden,
sollte die, unter der neuen Regierung beschlossene Ein-Kind-Kampagne, nun
erstmals auch Anreize bieten.
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