Caspar David Friedrich - Der einsame Baum
Das Werk „ Der einsame Baum“, das von Caspar David
Friedrich um das Jahr 1822 mit Öl auf Leinwand gemalt wurde, ist 55x71 cm groß
und befindet sich heute in der Nationalgalerie der Staatlichen Museen des
Preußischen Kulturbesitzes.
Mein erster Eindruck des Bildes ist zunächst, dass
das Bild sehr einsam auf einen wirkt. Der uralte Baum, welcher im Vordergrund
steht, bewirkt meine Ansicht der Einsamkeit. Er ist sehr groß und steht auf
einer dunklen grünen Wiese, die bis zur Hälfte des Bildes reicht.
Es scheint als
würde der Baum an der kahlen Baumkrone schon absterben. Der untere Teil des
Baumes, vielleicht der einer Eiche, ist noch mit Blättern geschmückt. Im Ganzen
sieht der Baum recht dunkel aus. Vor der Eiche befindet sich ein Sumpfloch.
Neben diesem lehnt sich ein Hirte gegen die Eiche und bewacht seine Schafe, die
links hinter dem Baum grasen. Ein weiteres Wasserloch, welches sich unmittelbar
hinter der Eiche befindet, bildet mit den alten Eichen links und rechts den
Bildmittelgrund. Zu dem Mittelgrund gehört ebenfalls das schwer erkennbare
Dorf, welches von Bäumen und Sträuchern umgeben ist inmitten von Feldern Und
Weiden. Weit im Hintergrund ragt ein Kirchturm hinter Hügeln hervor, die Dächer
einer Stadt sind sichtbar.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Da Caspar David Friedrich sehr viel Wert auf
Geometrische Formen legte, sind diese auch hierbei vertreten. Der Baum steht
genau in der Mittelsenkrechten des Bildes. Er überdeckt den Schneidepunkt, oder
auch Fluchtpunkt, der zwei flachen, halb zu sehenden Berge, die die Grenze vom
Mittelgrund zum Hintergrund darstellen.
Die beiden Linien treffen sich genau
auf der Mittelsenkrechten. Die Felsformation der Berge ist genau gleich. Sie
bilden alle Dreiecke. Aus diesem Grund ist die Linearperspektive aufjedenfall
gegeben. Das Verhältnis von Himmel Und Erdmasse ist ungefähr gleich. Der
Horizont liegt genau in der Mittelwaagerechten, wenn man jedoch die Berge auch
noch zu der Erdmasse zählt nimmt diese noch mal ein bisschen zu.
Ebenfalls wirkt das Bild aufgrund der Verteilung
symmetrisch. Auf jeder Seite sind die Berge, wie auch die Bäume. Zwar sind die
Bäume auf der rechten Seite des Bildes mehr ausgeprägt, aber genau das macht
das Bild natürlicher und lässt es trotzdem symmetrisch erscheinen.
Der Mittelgrund wird durch den Horizont und durch
die beiden zur Mitte hin abfallenden Berge gebildet. Diese Berge staffeln sich
nach hinten weg und treffen dann auf die hohen Berge im Hintergrund, die sich
ebenfalls staffeln. Alle Raumschichten lassen sich voneinander trennen, werden
aber trotzdem von den Weiden wieder miteinander verbunden.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Ebenso wie die Luftperspektive. Dies erkennt
man an der abnehmenden Detailschärfe, beispielsweise der der Bäume. Friedrich
malte ebenso sehr detailreich, die Natur scheint dadurch greifbar zu sein.
Jedoch muss man hinzufügen, dass der Hirte sehr klein erscheint und dadurch
keine allzu große Rolle spielen sollte. Durch die Schatten und Lichteffekte
sind die Farbtöne anders als die Eigenfarbe eines Objekts. Die Erscheinungsfarbe
ist also hierbei auch angewendet worden. Die dunklen Farben des Vordergrundes
werden immer heller desto weiter man in den Mittelgrund schaut. Im Hintergrund
verblassen alle Farben zu einem milchigen blau und alle Konturen verschleiern.
Die eintönige Farbigkeit des gesamten Bildes wird von dem morgigen bzw. abendlichen
Licht bestimmt. Dieses lässt keine weiteren koloristischen Farben zu. Dadurch
wirkt das Bild natürlich. Das Bild ist überwiegend in einem malerischen Stil
erstellt worden. Die Wolken, wie auch Felder verdeutlichen dies.
Das Licht liegt außerhalb des Bildes, am rechten
oberen Bildrand. Der Himmel scheint dort heller und blauer zu sein als sonst.
Das Licht wirkt auf den Betrachter sehr natürlich, weil die Objekte auch einige
Schatten werfen, wie z.B. dem „einsamen“ Baum.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
In Bezug auf meinen ersten Eindruck werde ich nun
Stellung zu dem Bild nehmen. Mein erster Eindruck, dass das Bild einsam wirkt,
ist nach der Analyse immer noch vorhanden. Die Eiche wirkt einsam, sie könnte
sozusagen einen Menschen darstellen, vielleicht Caspar David Friedrich. Er
lebte damals einsam, sehnte sich nach Treue und Herzensgüter und übertrug diese
Stimmung und Probleme auf die Erscheinung der Natur. Der Baum ist also ein
Mensch, der anfangs als er jung war fröhlich und frisch ist. Doch desto älter
der Mensch wird, umso zerbrechlicher wird er und stirbt am Ende. Ebenfalls
suchte er ein neues, ungestörtes Verhältnis zur Natur. Er wollte aus dem
strickten Leben des Klassizismus fliehen und ein neues Leben führen.
|