Capability
Traps and Self-Confirming Attribution Errors in the Dynamics of Process
Improvement
Teil A: Zusammenfassung
In dem Artikel von Repenning/Sterman
befassen wir uns mit der Dokumentierung und Erklärung von
Prozessverbesserungsstrategien, welche sowohl den internen Prozessablauf bzw.
Struktur als auch das Verhalten von Führungskräften gegenüber solcher Methoden,
aber auch von Mitarbeitern widerspiegelt. Weiters wird erklärt warum solche
Prozessverbmeth (Bsp. TQM) bei manchen Unternehmen erfolgreich wirken und bei
anderen fehlschlagen.
In der Fallstudie wurden die Versuche und
Ergebnisse von einem Unternehmen analysiert, welches zwei seiner wichtigsten
Abteilungen mit zwei unterschiedlichen Verbesserungsmethoden führte. Dem „Manufacturing Cycle Time“ (MCT) Und dem „Product Development
Process“ (PDP).
Ergebnis dieser Analyse ist ein Modell, welches die
wichtigsten Produktionsprozesse und deren Verbesserungsmöglichkeiten innerhalb
einer Organisation festzuhalten versucht. Das Modell wird in zwei Kategorien
unterteilt:
- Die physikalische Struktur der Verbesserung und
- verhaltensbezogene Prozesse.
Die physikalische Struktur beschreibt die Interdependenzen
und Feedbackprozesse zwischen dem Netto-Produktionsdurchsatz (Rate der
erfolgreichen Umwandlung von Inputs in Outputs), dem
Brutto-Produktionsdurchsatz, dem Fehlereinfluss und dessen Korrektur sowie dem
Problemeinfluss und seiner Beseitigung innerhalb der Organisation.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Verbesserungen erster Ordnung gelten als Fehlerkorrigierend
und können das existierende Problem direkt beheben, wobei der Netto-Durchsatz
durch zusätzliche Arbeitsleistung erhöht wird. Hingegen spricht man bei
Verbesserungen zweiter Ordnung von einer Fehlervermei-
dung . Dies bedeutet, daß Führungskräfte, um den
Arbeitsprozess zu verbessern, die Ressourcen umverteilen können d.h.
Mitarbeiter in Verbesserungstechniken zu schulen oder ihnen die Möglichkeit geben,
innovative Ideen zu testen. Obwohl die Verbesserung erster Ordnung meistens
mit wiederkehrenden zusätzlichen Kosten verbunden und langfristig auch noch
ineffizient gegenüber der Verbesserung zweiter Ordnung ist, wird sie dennoch
bevorzugt. Die genannten Gründe dafür wären, dass Vorteile und Nutzen an direkt
behobenen Fehlern deutlicher zu erkennen sind, wobei die zukünftigen Einsparungen
an Zeit und Kapital bei Anwendung von Präventivmaßnahmen nur schwer zu
ermitteln bzw. zu vergleichen sind. Dazu kommt noch, dass schwieriger zu
erkennen ist ob eine Prozessveränderung tatsächlich zu weniger Fehlern führt.
Weiters wäre der Faktor Zeit von Bedeutung. Fehlerkorrekturen erfolgen sofort,
wobei man bei Prozessverbesserungen die Vorteile erst nach Monaten oder sogar
Jahren deutlich erkennen kann.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Sie ergibt sich aus dem Zusammenhang zwischen der physikalischen
Struktur des Arbeitsprozesses. Im Falle eines Produktionsrückstandes sieht sich
die Arbeitskraft gezwungen mehr Zeit in die „echte Arbeit“
(Produktionsdurchsatz) zu investieren. Während der Durchsatz kurzfristig
steigt, führt die von der Verbesserungsarbeit geopferte Zeit zu einer
Verringerung der „Process capability“. Dieses Szenario wiederholt sich so
lange, bis man keine „Lern-Zeit“ mehr streichen kann. Man spricht auch von
einem „vicious cycle“ (Teufelskreis).
Es stellt sich nun die Frage, wieso man nicht aus den
Fehlern der Vergangenheit lernt, eine Capability Trap zu vermeiden bzw. so
einem Teufelskreis zu entkommen. Die Autoren deuten dabei auf eine Fehlwahrnehmung
der Feedbacks und behaupten, dass automatisches Lernen sich nicht als
selbstverständlich versteht. Führungskräfte tendieren immer wieder zur
scheinbar einfachen kurzfristigen Lösung, und ignorieren die langfristigen
negativen Konsequenzen, was als fundamentaler Attributionsfehler bei der Beurteilung
von mangelnder Durchsatzleistung gilt. Ein Grund dafür wäre, dass die
Ergebnisse der falschen Methode erst mit Verspätung erscheinen und das
Entkommen aus so einer Lage auch sehr schwer zu sein scheint, da die dann neu
angewandten Verbesserungssysteme die Produktionsleistung anfangs hemmen,
verstärkt von der Ungewissheit einer tatsächlichen positiven Wirkung, was die
Führungskräfte dazu verleitet auch dieses System aufzugeben.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Teil B: Gedanken zum Thema
Aus anerkannten Lektüren wie „The Economist“ oder „Fortune“
bin ich mit diesem Thema schon im vornhinein vertraut. Überraschend fand ich
jedoch das Ausmaß an möglicher Profitabilität solcher Systeme, als auch das
recht unprofessionelle Verhalten der Führungskräfte. Aufgrund ihrer Position in
dem Unternehmen kann man davon ausgehen, dass solche Personen eine Ausbildung
genießen durften, die wahrscheinlich an einer elitären Universität stattfand
oder dass sie zumindest eine beachtliche Menge an Erfahrung mit sich brachten. Daher
scheint es mir unverständlich, wieso man dieselben Fehler immer wieder begeht.
Es ist nicht meine Absicht zu behaupten, dass es einfach sei, ein Unternehmen
bzw. eine Organisationsabteilung zu leiten, doch ich schätze, dass nicht
unbedingt mehr als ein gesunder Hausverstand nötig ist, um die Effektivität und
Wichtigkeit des Gleichgewichts zwischen Produktions- und Verbesserungsleistung
zu erkennen. Dass Manager und CEOs unter Leistungsdruck stehen die geplanten
Ab- und Umsatzziele zu erreichen, ist mir vollkommen bewusst. Doch das ist auch
der Grund, wieso ihre Gagen so hoch ausfallen. Befehle, härter zu arbeiten,
kann jeder erteilen.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Bei großen Unternehmen (auf welche ich mich auch
beziehe) ist es wahrscheinlich der Rat der Großaktionäre bzw. die „Besitzer“. Diese
wollen wiederum im offenen Markt bzw. gegen die Konkurrenz bestehen.
Die Frage die sich nun stellt lautet, inwiefern können sie
(Besitzer/die Organisation) es sich leisten, Ab- und Umsätze in der
Umstrukturierungsperiode einzubußen, ohne die Existenz des Unternehmens zu
gefährden? Und was, wenn die geplanten Verbesserungen nicht den Weg einschlagen,
den man sich vorgestellt bzw. geplant hatte?
Meiner Ansicht nach müsste man quasi schon am Beginn der
Gründung eines Unternehmens nach einem bestimmten Produktions- oder
Funktionsoptimierungsschema vorgehen um sich Überlebenschancen ausrechnen zu
können. Denn laut Artikel hängt großteils eine Menge von der Rückmeldungsdauer
der Feedbacks ab. Beim MCT erhielt man schon nach wenigen Monaten eine
Rückmeldung über den gesamten Verlauf, beim PDP dauerte es jedoch Jahre, was
bedeutete, dass man die ganze Zeit über in Ungewissheit bezüglich des
Ergebnisses stand und währenddessen (rein hypothetisch) rote Zahlen schreibt.
Was, wenn nun ein schon länger bestehendes Unternehmen, welches sich in einem
vicious cycle befindet, sich dazu entscheidet, seine Arbeits-
Funktionsphilosophie zu ändern? Im Artikel wurde meiner Ansicht nach nicht
klargestellt, ob Organisationen sich finanziell so etwas leisten können.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! |