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Calciumhydrid Kurstag 15 .doc

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Natural Science
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Chemistry
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Universität Hamburg
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2009 Prosenc
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WS 2008/2009 Universität Hamburg

Protokoll - Versuch 15.1: Reaktion von Calciumhydrid mit Wasser

 

Durchführung:

Eine kleine Spatelspitze Calciumhydrid wurde in ein mit Wasser gefülltes Reagenzglas gegeben. Nach der Reaktion wurde der pH-Wert der Lösung mittels eines Indikatorpapiers bestimmt.

Beobachtung:

Nach der Zugabe von Calciumhydrid zum Wasser konnte ein Zischen vernommen werden, wobei ein Gas aufstieg. Die Lösung wurde daraufhin milchig und warm. Das in die Lösung gehaltene pH-Papier färbte sich blau.

Deutung:

Calciumhydrid ist ein stark hygroskopisches Salz, welches der Luft Wasser entziehen kann.

Die Reaktion von Calciumhydrid und Wasser führt zur Bildung von Wasserstoff und Calciumhydroxid. Aufgrund des Calciumhydroxids konnte ein alkalischer pH-Wert ermittelt werden. Das Gas, das entwichen ist war Wasserstoff, welches bei dieser exothermen Reaktion entstanden ist.

Versuch 15.2: Löslichkeit der Sulfate

 

Durchführung:

Magnesiumsulfat wurde in einem Becherglas mit so viel Wasser versetzt, bis es sich gerade gelöst hat. Die entstandene Lösung wurde in ein Zentrifugenglas gegeben, in dem sich 1 g Calciumchlorid in 5 ml Wasser gelöst befand.

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Beobachtung:

Die klaren Lösungen von Magnesiumsulfat und Calciumchlorid wurden nach dem Zusammenführen fest und weiß. Nach dem Zentrifugieren blieb ein klarer Überstand - welcher Zentrifugat genannt wird - und ein weißer Niederschlag, der sich abgesetzt hat, über.

Nach Zugabe von Strontiumnitrat zum Zentrifugat, fiel ein weiterer weißer Niederschlag aus, der die Lösung eintrübte.

Deutung:

Die beobachteten Niederschläge lassen sich mit der Löslichkeit erklären, die bei gleichem Anion vom Kation abhängt (s. Tabelle 1).

Tabelle 1: Löslichkeitsprodukte von Sulfaten mit Kationen aus der 2. Hauptgruppe

Sulfate

Löslichkeitsprodukte bei 20°C

Magnesiumsulfat

2,8

Calciumsulfat

1,5 * 10-2

Strontiumsulfat

6,0 * 10-4

Bariumsulfat

8,6 * 10-6

Anhand Tabelle 1 kann bestimmt werden, welche Sulfat-Ionen den ersten und den zweiten Niederschlag gebildet haben. Magnesiumsulfat hat ein höheres Löslichkeitsprodukt als Calciumsulfat, woraus geschlossen werden kann, dass bei Mischung dieser beiden Sulfate das Calciumsulfat den ersten Niederschlag gebildet hat.

Da Calciumsulfat als Niederschlag verworfen wurde und nur das Zentrifugat bei der weiteren Reaktion vorhanden gewesen ist, reagierten die dort noch vorhandenen Sulfat-Ionen mit dem zugegebenen Strontiumnitrat. Aus Tabelle 1 kann entnommen werden, dass das Löslichkeitsprodukt von Strontiumsulfat niedriger als Calciumsulfat ist, woraus abgeleitet werden kann, dass Strontiumsulfat bei der Reaktion ausgefallen ist.

 

 

Versuch 15.3: Untersuchung von Zigarettenasche

 

Versuch 15.3.1: Nachweis von Kalium-Ionen

 

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Durchführung:

Zum Nachweis von Kalium-Ionen wurden 3 Spatelspitzen Zigarettenasche in demineralisiertes Wasser gegeben und anschließend filtriert. 2 ml des Filtrats wurden mit einer Pipette Natriumtetraphenylborat-Lösung (Kalignost) versetzt.

Beobachtung:

Ein weißer körniger Niederschlag ist ausgefallen.

Deutung:

Bei der Reaktion von Kalium mit Kalignost entstand ein Kaliumkomplex, welcher als weißer Niederschlag ausgefallen ist.

Dieser Nachweis kann auch für Ammonium erfolgen, weshalb der durchgeführte Versuch kein eindeutiger Nachweis für Kalium gewesen ist. Da sich aber in der Zigarettenasche kein Ammonium befunden hat, ist der Nachweis für Kalium erfolgt.

 

Versuch 15.3.2: Nachweis von Carbonat-Ionen

 

Durchführung:

Zum Nachweis von Carbonat-Ionen wurden 3 Spatelspitzen Zigaretten-Asche im Reagenzglas mit 10 Tropfen Salzsäure angesäuert. Sofort danach wurde ein Gärröhrchen mit gesättigter Bariumhydroxid Lösung mittels eines Stopfens an der Öffnung des Reagenzglases angebracht. Das Reaktionsgemisch wurde vorsichtig gewärmt.

 

Beobachtung:

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Deutung:

Während der Erwärmung des Reaktionsgemisches sprudelte Gas durch das Gärröhrchen, in dem sich das Bariumhydroxid befand. Nach zwei Reaktionsschritten konnte Kohlendioxid und in Folge dessen Carbonat durch entstandenes Bariumcarbonat nachgewiesen werden.

1. Schritt:

2. Schritt:

Im ersten Schritt reagierte das Kaliumcarbonat mit der Salzsäure zu Kaliumchlorid und Kohlendioxid, das beim Erhitzen entwich und mit dem Bariumhydroxid als Bariumcarbonat, sichtbar in Form eines schwer löslichen, weißen Niederschlages, ausgefallen ist.

Versuch 15.4: Quantitative Analyse: Bestimmung der Wasserhärte

 

Versuch 15.4.1: Komplexometrische Bestimmung der Gesamthärte eines Wassers

 

Durchführung:

Von dem Leitungswasser aus dem Chemielabor wurden 100 ml in einem Messzylinder abgemessen. Dieses wurde mit einer Indikatorpuffertablette und 3 ml konzentriertem Ammoniak in einen Erlenmeyerkolben gegeben. Danach wurde mit einer 0,01 molaren Ethylendiamintetraacetat-Lösung (EDTA) (siehe Abbildung 1) bis zum Farbumschlag von rot nach grün titriert.

Beobachtung:

 

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Deutung:

Der beobachtete Farbumschlag kam dadurch zustande, dass Ethylendiamintetraacetat mit dem im Wasser vorhandenen Erdalkali-Ionen der 2. Hauptgruppe Chelatkomplexe bilden.

Ethylendiamintetraacetat ist ein gebräuchliches Mittel zur Titration welches eine komplexe Struktur ausbildet. Es ist ein chelatisierender Ligand, welcher sechs Bindungen mit dem Zentralatom eingeht (siehe Abbildung 2). Mehrzähnige Liganden sind stabiler als ein einfach bindender Ligand.

Vier Bindungen erfolgen über die Carboxylgruppe und zwei über das jeweils freie Elektronenpaar der Stickstoffatome. Durch diese Eigenschaft bindet das Calcium-Ion, welches sonst eine geringe Neigung zur Komplexbildung besitzt, stabil an das Ethylendiamintetraacetat an. Ein Ligand, der an ein Zentralatom bindet, ist im Allgemeinen ein Elektronenpaardonator und das Metall (Zentralatom) ist in der Regel ein Elektronenpaarakzeptor.

Abbildung1: Ethylendiamintetraacetat

Ethylendiamintetraacetat bildet allerdings nur in einem bestimmten pH-Bereich mit den vorhandenen Metallen einen Chelatkomplex aus. Daher musste ein Puffer hinzugegeben werden, damit die Reaktion auch bei entstehenden Protonen einen nahezu gleich bleibenden pH-Wert im Pufferbereich beibehält.

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