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C.D.Friedrich: Winderlandschaft mit der Kirche (Page 5).doc

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Arts & Design
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Art / Design / History of Art
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Freie Universität Berlin - FU
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Prof. W. Busch
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Art / Design / History of Art

Arnulf Rainer
Arnulf Rainer (* 8. Dez. 1929 Baden b. Wien, jetzt 79 Jahre) Arnulf Rainer gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Künstler seit der Nachkriegszeit und auch der Gegenwart. Internationale Be

Das Dortmunder Werk ist daher keine getreue Kopie nach dem Londoner Gemälde, sondern eine Variante.

 

Resümee

 

Die Zusammengehörigkeit der Bilder Winterlandschaft (Schwerin) und Winterlandschaft mit der Kirche (London, Dortmund) ist nun eindeutig nachvollziehbar. Durch die Veranschaulichung des irdischen Lebens und des Jenseits stellt hier Friedrich die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Welches Gewicht hat das Sein, umgeben von der Übermacht der Unendlichkeit, welchen Sinn die Lebenszeit des Menschen angesichts der Zeitlosigkeit des Universums? Auf das Jenseitige, das im Schweriner Bild unmittelbar an die todesbefangene Einöde grenzt, richtet der Wanderer seine Sehnsucht, seine Gedanken.

Seine Gebärde lassen große Angst erkennen. Während der Gläubige auf dem Londoner Bild die Gegenwart des Göttlichen überall ahnt, wird er sein Heil im überirdischen Leben entgegennehmen.

Diese Aussage verschärft Friedrich durch den Unterschied der ästhetischen Stilmittel auf den beiden Werken. Stehen die Unordnung und Düsternis der Schweriner Winterlandschaft für die Trostlosigkeit des Menschen im Alltagsleben, so korrespondieren die Harmonie der Darstellung, der präzise Bildaufbau nach dem Goldenen Schnitt mit der Geborgenheit des Subjekts im Himmelsraum.

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Sie erscheinen in ihrer Thematik mit unseren Bildern verwandt. Auch dort konfrontiert Friedrich „das Vorher“ mit „dem Nachher“.

Der Dualismus zwischen Realem und Irrealem, zwischen Wirklichkeitserfahrung und Wirklichkeitsüberwindung durchzieht das ganze Oeuvre Friedrichs. Je mehr das Tatsächliche erfaßt, die Welt in ihrem materiellen Inhalt beherrscht wird, um so mehr erwacht der Wunsch, daß sich hinter dem Materiellen und Endlichen ein Immaterielles und Unendliches offenbare. Friedrich gibt diesem Dualismus in seinem Werk stärker Ausdruck als z.

B. Runge, der von vornherein nur das Immaterielle darzustellen versucht.

Friedrichs Landschaftsbilder kann man unendlich lesen. Sie vermitteln am stärksten das Gefühl, nie am Ende sein zu können, nie das eigentliche Ziel ganz zu erreichen, lassen das Gleichnis von Welt und Natur, vom Weg des Menschen ahnen.

Literaturliste

Caspar David Friedrich. Das gesamte graphische Werk. München 1974.

Caspar David Friedrich, Winterlandschaften. Hrsg. von Kurt Wettengl.

Deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts. Hrsg. von Hans Joachim Neidhardt. Leipzig 1997.

Helmut Börsch-Supan / Karl Wilhelm Jähnig: Caspar David Friedrich. Gemälde, Druckgraphik, und bildmäßige Zeichnungen, München 1973.

Joseph Leo Koerner: Caspar David Friedrich. Landschaft und Subjekt, München 1998.

Jens Christian Jensen: Caspar David Friedrich. Leben und Werk. Köln 1983.

Novalis: Fragment 232 aus der Nachlese von Bülow, Minor- Ausgabe, Jena 1907.

P. O. Rave: Zwei Winterlandschaften C. D. Friedrichs, in: Zeitschrift für Kunstwissenschaft, Bd. 4. 1951.

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1 Zitiert in: Deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts. Hrsg. von Hans Joachim Neidhardt. Leipzig 1997. S.25.

2 Ebd. S. 25.

3 Novalis: Fragment 232 aus der Nachlese von Bülow, Minor- Ausgabe, Jena 1907, S. 45.

4 Helmut Börsch-Supan / Karl Wilhelm Jähnig: Caspar David Friedrich. Gemälde, Druckgraphik, und bildmäßige Zeichnungen, München1973. S. 319.

5 Ebd. S. 319.

6 Zitiert in H. Börsch-Supan, K.-W. Jähnig, a.a.O., S. 212.

7 Ludwig Volknamm (Hrsg.), Die Jugendfreunde des „Alten Mannes“. Johann Wilhelm und Friederike Tugendreich. Nach Briefen und Tagebüchern, Leipzig 1924, S. 233f.,: erstmals zitiert in P.

O. Rave, Zwei Winterlandschaften C. D. Friedrichs, in: Zeitschrift für Kunstwissenschaft, Bd. 4. 1951, S. 230.

8 Wettengl, Kurt: Winterlandschaft mit Kirche, in: C. D. Friedrich, Winterlandschaften. Hrsg. von Kurt Wettengl. S. 58.

9 Tannenstudie von 28. April 1807 befindet sich in Oslo, in der Nationalgalerie.

10 Zitiert in H. Börsch-Supan, K. W. Jähnig, a.a.O., S. 212.

11 H. Börsch-Supan, K. -W. Jöhnig, a, a, O., S. 316.

12 Ebd. S. 316.

13 Zitiert in Joseph Leo Koerner: Caspar David Friedrich. Landschaft und Subjekt, München 1998, S. 22.

14 Zitiert in H. Börsch-Supan, K. -W. Jähnig, a. a. O., S. 319.

15 Ebd. S. 202.

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17 Tina Grütter, a. a. O., S. 60.

18 Novalis, Fragment 314 aus der Nachlese von Bülow, 1907, Bd. 3., S. 70. Zitiert in: Tina Grütter, a.a.O., S. 61.


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