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Brandt, Rüdiger: Grundkurs germanistische Mediävistik, Literaturwissenschaft .doc

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Faculty
Human Science
Discipline
German
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Summary
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2007
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Brandt, Rüdiger: Grundkurs germanistische Mediävistik, Literaturwissenschaft. Eine Einführung. München: Fink 1999. Kapitel 4.4. Natur und Kosmologie, S. 149 – 174. (=UTB 2071)

Zusammenfassung

Rüdiger Brandt behandelt in seinem Text Natur und Kosmologie die Auffassung der mittelalterlichen Menschen im Bezug zur Natur. Er geht der Frage nach dem Bild, welches sich die Menschen im Mittelalter von der Welt, von der Natur und von Menschen machen, nach.

Brandt geht davon aus, dass sich die mittelalterliche Kultur aus drei Bestandteilen zusammensetzt, welche die christlichen, die antiken und die einheimisch-vorchristlichen sind.

Im Mittelalter kann man Theologie und Naturwissenschaft nicht trennen. Die Natur hatte im Mittelalter keinen Selbstzweck, alles war auf religiöse Deutungen bezogen. Dabei geht der Autor auf die Zweibücherlehre ein, welche besagt, dass es zwei wichtige Bücher im Mittelalter gibt, nämlich das Buch der Natur und die Bibel.
Die Bibel konnte nur von den Klerikern gelesen werden, darum benötigten diese das Buch der Natur nicht.

Nur das „normale Volk“ musste sich aus dem Buch der Natur bedienen, da sie die Bibel nicht lesen konnten, doch wurden ihnen die Bedeutungen aus dem Buch der Natur von den Klerikern gedeutet. Diese Deutungen wurden dann von ihnen literarisch verfasst und weitergegeben.

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Dadurch wird auch klar, warum sich die Menschen als etwas ganz Besonderes betrachteten. Den Menschen wurde ein Mythos auferlegt, und durch die fehlerhafte Empirie haben diese sich gegenseitig hochgeschaukelt. Dadurch, dass alles als religiös erachtet wurde, sieht man, dass die mittelalterlichen Menschen keineswegs beschränkt waren, nein, sie waren vielmehr, genau wie heute, Opfer von Mythen und Täuschungen.

Die mittelalterlichen Menschen glaubten daran, dass alles von Gott geschaffen worden war und dieser nur Gutes geschaffen hat. Alles wurde von Gott mit Aufgaben versehen und hat eine Positive und eine Negative Seite. Die Erde, sowie auch die Menschen wurden nach den vier Elementen, Feuer, Wasser, Luft und Erde erschaffen, dabei spielen die Zahlen Vier, für die vier Elemente und die Zahl Zehn, für Vollkommenheit eine besondere Rolle.

Laut der Elementenlehre hat der Mensch seinen Körper aus der Erde, sein Blut aus dem Wasser, den Atem aus der Luft, und seine Körperwärme aus dem Feuer. Dabei geht Brandt auch darauf ein, dass alles was existiert in einem bestimmten Verhältnis zueinander steht. Es galt der Glaube an eine hierarchisch gestufte Welt,

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Im Mittelalter wurde die Vorstellung, die Erde sei eine Kugel abgelehnt, doch war diese auch schon bekannt Erst mit Galileo Galilei bezog die Kirche Stellung gegen das heliozentrische Weltbild. Die Menschen hatten sich die Erde als eine Scheibe vorgestellt, deren Mitte Jerusalem war und welche von Wasser umgeben war.

Auch heute ist es so, dass wir (die einzelnen Menschen) nicht sicher wissen oder beweisen können, wo die Erde steht. Wir lassen uns das auch nur von Autoritäten sagen und auch im Mittelalter war das nicht anders. Heute fühlt sich der Mensch wegen seiner technischen Möglichkeiten als Herr der Natur.


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