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Borderline - Persönlichkeitsstörung .doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Psychology
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Specialised paper
University, School
BORG Birkfeld
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2006
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Borderlin - Persönlichkeitsstörung


1.   Einleitung

2.   Häufigkeit und Geschichte

3.   Verlauf

4.   Diagnose

            Symptome

            Abwehrmechanismen

            Gegenübertragung

5.   Ursachen

6.   Therapie

            Nichtmedikamentöse Therapie

            Pharmakotherapie

1.    Einleitung

Bei der Borderline-Störung handelt es sich um eine klar abgrenzbare psychische Erkrankung, die sehr verbreitet ist. Sie tritt häufiger auf als die Schizophrenie. Für Außenstehende ist diese Erkrankung schwer einfühlbar, weil das Verständnis für extreme Gemütsschwankungen innerhalb von Minuten und schwere, selbst zugefügte Verletzungen beschränkt ist.

Zu dem wirken die Betroffenen häufig zu gesund um als krank zu gelten.


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2. Häufigkeit und Geschichte

Die Diagnose Borderline-Persönlichkeitsstörung bedeutet eine tiefe Beeinträchtigung der Beziehung zu sich selbst und zu anderen Menschen. Der Begriff Borderline (=Grenzlinie) besagte ursprünglich, dass diese Störung zwischen Neurosen und Psychosen anzusiedeln ist.

Doch es handelt sich bei Borderline um eine eigenständige Erkrankung, die Züge von anderen psychischen Erkrankungen in sich trägt. An der Borderline-Störung leiden etwa 1 – 2 Prozent der Bevölkerung und zwei Drittel davon sind Frauen.

3. Verlauf

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Die Erkrankten neigen dazu ihre Mitmenschen in „Schwarz“ und „Weiß“ einzuteilen: Entweder ist ein Mensch nur gut oder nur schlecht. Grautöne wahrzunehmen fällt ihnen schwer. Dadurch können zwischenmenschliche Beziehungen in einem sehr kurzen Zeitraum äußerst intensiv, aber ebenso schnell wieder abgebrochen werden.

4. Diagnose

4.1 Symptome

4.1.1 Chronische, frei flottierende Angst:

Patienten mit einer Borderline-Störung betonen oft, dass sie vor nichts und niemandem Angst haben. Sie verstecken ihre Angst hinter einer scheinbar unverletzlichen Fassade, weil sie sich als angreifbar erleben würden. Häufig wird diese diffuse Angst vor nichts Bestimmtem so sehr verleugnet, dass sie nicht mehr bewusst wahrgenommen werden kann.

Die Angst muss als zentrales Symptom gesehen werden, weil sie der Motor für die Entstehung aller anderen Symptome und der Art der Abwehrmechanismen ist.

4.1.2 Multiple Phobien:

Phobien im Sinne einer Klaustrophobie oder Phobie vor großen Menschenansammlungen treten häufig kombiniert auf. Die Erklärung dafür ist, dass der Patient stets erwartet von anderen psychisch und/oder physisch verletzt zu werden und somit versucht solchen „Angriffen“ vorzubeugen, indem er Phobien entwickelt.

Sehr häufig sind außerdem Phobien, die den eigenen Körper, die eigene Person betreffen.

 

4.1.3 Zwänge:

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Zwangssymptome werden von Borderline-Patienten eingesetzt um einen Mangel an innerer Struktur mit einer zwanghaften äußeren Struktur auszugleichen. Neben Zwangshandlungen treten auch Zwangsgedanken mit paranoiden Inhalten auf. Zunächst wollen die Patienten diese Gedanken loswerden, aber mit der Zeit empfinden sie diese als unumstößliche Gewissheit.

4.1.4 Konversionssymptome:

Diese können an Körperhalluzinationen grenzen und mit bizarren Gefühlen und Bewegungsabläufen verbunden sein. Kopfschmerzen können von einem auf den anderen Tag verschwunden sein und nahtlos durch Übelkeit mit Erbrechen abgelöst werden.

Solche Wechsel haben mit der für Borderline- Patienten typischen raschen Veränderung des Seelenlebens zu tun. Hierbei kann es sich beispielsweise um unbewusstes Konkurrieren um die Aufmerksamkeit des Therapeuten handeln.

4.1.5. Dissoziative Reaktionen:

Es wird ein Trancezustand hervorgerufen und die Außenwelt wird aus dem momentanen Erleben ausgeschlossen, weil die Patienten angstmachenden Situationen entgehen wollen.

Dissoziative Reaktionen können so weit gehen, dass der Betroffene als „multiple Persönlichkeit“ lebt, wobei die eine „Person“ nichts von der anderen weiß.

 

4.1.6 Depression:

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Depressive Borderline-Patienten (im Gegensatz zu depressiven Patienten im Rahmen einer Neurose oder Psychose) fordern zwar Hilfe von Außenstehenden ein, aber können diese dann nicht annehmen und entwerten sie somit. Die Hilfsbereitschaft lässt nach und die Meinung des Patienten wird bestätigt, dass niemand helfen wolle und er immer im Stich gelassen werde.

4.1.7 Sexualität:

Die Schwankungen des Gefühls- und Seelenlebens eines Menschen mit Borderline-Störung betreffen auch die Sexualität. Zur Entlastung der inneren Spannung werden unterschiedliche, sich auch widersprechende sexuelle Praktiken vollzogen.

Dies geschieht ohne jegliche Intimität und ohne eine Beziehung zu dem Sexualpartner aufzubauen. Die Erkrankten leiden unter diesem Beziehungsmangel und stillen ihre Unruhe mit erneuten sexuellen Aktivitäten.

4.1.8 Psychosomatische Symptome:

Bei Borderline-Patienten können Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Hyperventilation oder zum Beispiel Herzschmerzen auf Grund von früheren schweren Konflikten, Problemen etc. auftreten. Überwiegend weibliche Borderline-Patienten weisen Essstörungen auf, die als Anzeichen auf Missbrauch in der Kindheit gelten.

 

4.1.9 Psychotische Symptome:

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Optische Halluzinationen sind meistens Bilder mit „blutigen“ Inhalten und lassen sich sehr schnell in Beziehung zu konkreten Trauma-Erinnerungen bringen.

Diese Halluzinationen entstehen häufig vor dem Einschlafen und sind dann die Ursache für regelmäßig auftretende Schlafstörungen.

4.1.10 Sozialverhalten/Delinquenz:

Das Bedürfnis nach sozialen Kontakten ist bei Borderline-Patienten besonders ausgeprägt. Durch die ständige Isolierung kann es jedoch nicht gestillt werden. Sie fürchten kaum etwas so sehr wie die mit einer Trennung verbundene Trauer. Deshalb sind Abschiede meist sehr spannungsgeladen, damit sie die alte Umgebung möglichst nicht vermissen.

Kriminelle Straftaten sind bei schwer gestörten Borderline-Patienten häufig. Dieses delinquente Verhalten muss als ungünstiges Zeichen gewertet werden, weil es diesen Personen deutlich seltener als anderen gelingt nach ihrer Entlassung den richtigen Weg einzuschlagen.

4.2 Abwehrmechanismen

4.2.1 Spaltung:

Die Spaltung ist der Hauptabwehrmechanismus der Borderline-Patienten.

Sie dient der Angstreduzierung: Wenn jemand nur gut oder nur böse ist, dann ist er einzuordnen, dann nimmt die Angst ab.


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