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Bodenkunde Prüfungszusammenfassung .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
Document category
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University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2007, Prüfungszusammenfassung
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Geo Sciences

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Bodenkunde

 

1        Faktoren der Bodenbildung

Die Faktoren für die Bodenbildung sind erstens das Gestein und dessen PH-Wert(sauer/basisch), Textur und Härte, wobei man hier zwischen Lockersedimenten (meist tiefgründige Böden) und Festgestein (weniger tief) unterscheidet.

Zweitens das Klima mit den Elementen Temperatur, Niederschlag und Wind, wobei hier die Strahlungsbilanz der wesentlichste Faktor für die Bodenbildung ist. Drittens die Flora und Fauna (Edaphon) die ein Ökosystem mit dem Boden bilden, dem Boden Stabilität geben, und einen Austauschkreislauf von organischen Nährstoffen und Mineralien im Gang halten. 4 Faktor ist das Relief, hier wirken Hangneigung, Exposition und Höhenstufe als indirekte Faktoren der Strahlung(Nordhänge bekommen weniger Strahlung = geringere Verwitterung) bzw. durch die Schwerkraft (Abtragung, Grundwasserabfluß).

Ein weiterer Faktor ist das Wasser, es modifiziert die Lebenwelt oder hemmt den Gasaustausch. Böden brauchen Zeit um zu ‚reifen‘ (Böden hier sind ca. 12-14 K Jahre alt), und als letzter Faktor wirkt auch der Mensch direkt auf die Böden ein (Schadstoffe, Abwässer) oder indirekt durch Versiegelung und Ackerbau (zerstört Horizonte durch Pflügen, verstärkt Belüftung und intensiver abbau organischer Substanzen, Kalken und Düngen).

 

2.      Prozesse der Bodenbildung

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Dauerhumus nennt man ihn wenn er aus schwer zersetzbaren Substanzen und Ton besteht. Der Humus ist die Gesamtheit aller toten organischen Substanzen, man unterscheidet den sauren unfertigen Rohhumus, den neutralen Moder und den fertigen Mull. Vergleyung ist die Bodenbildung unter Wassereinfluß und Sauerstoffmangel; Pseudogley entsteht bei Stauwasser, Gleye bei Grundwassereinfluß. Podsolierung (Bleichung), Al, Fe oder Mangan werden mit gelösten Stoffen abwärts verlagert, bleiche Horizonte entstehen, Grund ist ein ansteigender PH Wert (z.b.

Nadelabfall) oder Ca-Sättigung. Lateritisierung (Roterdebildung) tritt bei starker Verwitterung vor allem in den Tropen auf, leicht lösliche Elemente wie Silizium werden gelöst und in tiefer Schichten gespült, schwer lösliche wie Fe bleiben erhalten.

3.      Bodenart

Die Bodenart spricht die Korngrößenklassen an, und hat somit besondere Bedeutung für den Luft und Wasserhaushalt und für die Bodenbearbeitung. Es gibt 4 Bodenarten: Sandböden(S), Schluffböden(U), Tonböden(T) und Lehmböden(L) welche eine Mischform aus S, U und T darstellen.

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Die Feststellung der Bodenart erfolgt mittels der Fingerprobe:

Ton: gut formbar, schmutzt, zeigt glänzende Gleitflächen und läßt sich gut ausrollen

Schluff: mäßig formbar, mehlig, schmutzt nicht, zeigt rauhe Gleitflächen

Sand: ist nicht formbar, schmutzt nicht und ist körnig,

4. Bodentypen in Österreich

a)                  Grundwasserbereich: Moore die aus abgestorbenen Pflanzen unter Luftabschluß abgebaut werden wandeln sich in Torf um (Nährstoffarmut). Niedermoor (Verlandung), Übergangsmoor (herauswachsen, Birken, Schwingrasen), Hochmoor (über dem GW, Moose). Anmoore sind humusreiche Böden die bei hohem GW entstanden sind.

Auenböden entstehen aus Flußsedimenten, sind schichtig und werden periodisch überflutet. Gleye ist ein Mineralboden, entsteht im GW durch chem. Veränderungen / Blaue und Grüntone, sowie Rottöne wenn wechselfeucht. Salzböden z.b. Solonchak sind im Untergrund feucht, oben konzentrieren sich leicht lösliche Salze (Seewinkel)

b)                 Landböden: Rohböden sind unreif und am Anfang der Entwicklung, sie haben einen dünnen A Horizont, kaum Verwitterung. Ranker und Redsina sind die nächste Stufe, seichte Böden auf Rücken, Kuppeln und Buckeln.

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Sie enthält viel Ton/Schluff sowie hochwertigen Mull (östl. NÖ um Wien, Burgenland). Braunerde (häufigster Böden in Ö) ist in humiden gemäßigten Klimaten verbreitet und entsteht wenn intensive chemische Verwitterung von Silikaten im B-Horizont die Erde braun färbt.

Es gibt Felsbraunerde sowie Lockersedimentbraunerde. Parabraunerde besteht fast immer aus Lockersedimenten und ist eine Weiterentwicklung der Braunerde, oder auch degradierte Schwarzerde. Charakteristisch ist die Tonverlagerung von der Krume in die Tiefe. Podsole entstehen in kühlen niederschlagsreichen Regionen (Hoch-Gebirge) auf sauren grobkörnigen wasserdurchlässigen Gestein im Kristallin. (Zentralalpen / Granit und Gneisland).

Die Humusauflage ist mächtig, darunter ein nährstoffarmer Bleichhorizont. Typisch kommt er im Wald vor, außerhalb meist als Weide genutzt. Pseudogleye die im Stauwasser entsteht und eine wasserundurchlässige Schicht hat ist auch sehr sauer, nährstoffarm und eignet sich nur als Wald/Wiesen Standort.


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