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Biologische Psychologie .doc

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Social Science
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Psychology
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2008
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BIOLOGISCHE PSYCHOLOGIE I


..GRUNDLAGEN DES NERVENSYSTEMS..



Zentralnervensystem: Gehirn und Rückenmark (Spinal Cord), bestehen aus Neuronen

Peripheres Nervensystem: unterteilt in

-         Somatische Nervensystem: Afferente bzw. sensorische Nerven (von außen in Richtung ZNS), efferente bzw. motorische Nerven (vom ZNS in Richtung Organe etc.)

-         Vegetative Nervensystem: Afferente und efferente Nerven. Efferente Nerven in Sympathisches/Parasympathisches Nervensystem unterteilt

-         Darmnervensystem


Definition eines Nervs: Bündel von vielen Axonen


Unterscheidung im ZNS: „Graue Substanz“ (Zellkörper von Neuronen), „Weiße Substanz“ (vor allem Axone), „Retikuläre Substanz“ (dunkle Zellkörper und helle Axone vermischt)


KERN (Nucleus): Ansammlung von Zellkörpern von Neuronen im Hirn à graue Substanz

BAHN, Trakt (Tractus): Axonbündel à Weiße Substanz; beides im ZNS


GANGLION: Ansammlung von Zellkörpern von Neuronen à Peripheres NS

NERV: Peripheres Nervensystem



Neuroanatomische Richtungsbezeichnung – KOPF

„dorsal, superior“ – oben, Richtung Kopfoberseite
„ventral, inferior“ – unten, Richtung Kopfunterseite

„anterior, frontal“ – vorne, Richtung Kopfvorderseite

„posterior, caudal“ – hinten, Richtung Kopfhinterseite

„medial“ – in der Mitte, zur Mitte hin

„lateral“ – seitlich, von der Mitte weg



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..EINTEILUNG DES GEHIRNS..


Rhomencephalon (Hinterhirn), Mesencephalon (Mittelhirn), Di-Telencephalon (Vorderhirn)


Myencephalon: „Medulla oblangata“ – Verlängerung des Rückenmarks

Reticuläre Substanz bzw. Formatio reticularis; geht bis ins Mittelhirn hinauf, beteiligt an vielen Funktionen


Metencephalon: zwei große Bestandteile

-          PONS: afferent /efferent, „Locus coerculeus“ à viele Bahnen, die weiter rauf gehen, erhöhte Aktivität bei Panikattacken

-          CEREBELLUM: Ausführung von fließenden Bewegungen, motorische Funktionen)


Mesencephalon: zwei Strukturen

-          TECTUM: Colliculi superiores (Umschaltstelle für visuelles)

Colliculi inferiores (Umschaltstelle für akustisches)

-          TEGMENTUM: viele Nervenbahnen

o   PAG (Periaquaeduktales Grau, um das Graue herum), Schmerzhemmung,

§  Substantia Nigra: schwarze Substanz (Parkinsonkrankheit – absterbende, tote Neuronen),

§  „Nucleus ruber“: Roter Kern (wichtig fürs motorische System)



Diencephalon: sitzt am Hirnstamm auf

-          THALAMUS: zwei große eiförmige Teile

o   Corpus geniculatum laterale (Umschaltstelle visuell)

o   Corpus geniculatum mediale (Umschaltstelle akustisch)

Ua. Gedächtnisfunktion, bei Schaden keine Merkfähigkeit mehr

-          HYPOTHALAMUS: Hormonfreisetzung aus der Hypophyse



Telencephalon: cerebrale Hemisphären – Gehirnhälften

-          CORTEX

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o   Basalganglien

§  Nucleus caudatus und Putamen à „Striatum“

§  Putamen und Globus pallidus à “Nucleus lentiformis”

§  Wichtig für motorische Funktionen

o   Limbische Strukturen

§  Gyrus cinguli (vorderer Teil reich an Opiatrezeptoren)

§  Amygdala

§  Hippocampus (fürs Gedächtnis)

§  Wichtig für Motivation, Emotion




..CEREBRALER CORTEX..


Frontallappen, Parietallappen, Temporallappen, Okzipitallappen


In der äußeren Schichte, graue Substanz, 1,5-3mm dick, bis 2500m² Fläche, stark gefaltet

à Furchen und Windungen, ca. 2/3 sind Furchen

„Sulcus“ (flache Furchen), „Fissura“ (tiefere Furchen“), „Gyrus“ (Windungen)


Orientierungspunkte:

-          „Fissura longitudinalis“ (Längsfurche), trennt die linke von der rechten Hemisphäre

-          „Sulcus centralis“ (Zentralfurche), Grenze zwischen Frontal/Parientallappen

-          „Fissura lateralis“ (Lateralfurche), Grenze zum Temporallappen


-          „Gyrus praecentralis“ (vor Zentralfurche)

o   Primärer motorischer Cortex: Signal zur Muskelaktivität, Kontrolle linke Seite Axone die sich kreuzen – kontralateral, nicht kreuzen – ybsilateral

o   Prämotorischer Cortex: Planung von Bewegungen, motorische Funktionen

o   Broca Areal: Sprachproduktion, Sprechen


-          „Gyrus postcentralis“ (nach Zentralfurche)

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o   Primäres visueller Cortex: kaudales Ende, Neuronen von Sehbahnen

o   Wernick Areal: Sprachfunktion, Sprachverständnis

o   Primärer auditorische Cortex




„Zytoarchitektonische Felder“ – Brodmann Areale: nach Zellaufbau bestimmt, verschiedene Zellschichten, manche dicker/dünner, ca. 50 Brodmann Areale


Gliederung der Frontallappen: „Präfrontal“ - Regulation von Emotionen

Links stärker à Disposition zu positiven Emotionen, bessere Regulation von negativen Emotionen nach Belastungen, Krisen

Rechts stärker à Disposition zu negativen Emotionen, deprimierte Stimmung, Depression




CORTIKALE VERBINDUNGEN


„Assoziationsfasern“: Verbindung der cortikalen Areale mit derselben Gehirnhälfte, kurze/lange Fasern.

Bsp.: „Fasciculus Arcuatus“ (Große Assoziationsfaserbahnen, Verbindung der Sprachzentren, bei Schaden à Hören, Sprechen, Verstehen noch intakt aber kein nachsprechen des Gehörten


„Projektionsfasern“: auf/absteigende Bahnen

Bsp.: „Tractus corticospinalis“ (Teil des motorischen Systems, Axone vom Cortex zum RM)


„Kommissuren“: Verbindung linker, rechter Hemisphären

Bsp.: „Corpus collosum“ – größte Kommissur (anterior à Genu, posterio à Splenium)

-          Homotop: symmetrisch von einem zum anderen Cortex der anderen Hemisphäre

-          Heterotop: kontralateral; links vorne – rechts hinten

Primäre motorischer, sensorischer Cortex haben weniger Verbindungen über C.Collosum

Nur ca. 3% der Neuronen haben Axone die über Kommissuren laufen


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HIRNNERVEN: siehe Folien

Nr. 1 und 2 sind Teil des Gehirns, die restlichen gehören Peripheren NS an



RÜCKENMARK

ca. gleich dick wie der kleine Finger, wächst langsamer als die Wirbelsäule und hört weiter oben auf (ca. 1-2 Wirbeln) à Spinalnerven treten dort heraus

Bündel wo kein Rückenmark mehr ist à Cauda Equina (übersetzt Pferdeschwanz)


„Dorsales Horn“: Graue Substanz, dorsale Seite

„Ventrales Horn“: Graue Substanz, ventrale Seite

Spinalnerv – afferentes, efferentes Nervensystem

Bsp.: Bandscheibenvorfall (Zusammenquetschung von Spinalnerven): dorsale Seite à sensorische Störung, ventrale Seite à motorische Störungen



Efferente Unterteilung

-          Sympathisches Nervensystem, „Thorakolumbales System“

-          Parasympathisches Nervensystem, „Kraniosakrales System“


Sympathisches NS: Axone verlassen es – kurz Vorderwurzel – Abzweigung zu Grenzstrang Ganglion / Spinalnerv. Beim Parasympathischen NS gibt es keine Grenzstrang Ganglien, sie liegen gleich in der Nähe vom Zielorgan oder auch in der Wand drinnen


Die Wirkung der beiden ist entgegengesetzt. Beispiele siehe Folie

„Coaktivity“ – beides kann gleichzeitig größer werden

„Uncoupled ..“ – konstante Wirkung




Belege für die Spezifität der Regulation durch das sympathische Nervensystem:


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