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Biografie Jan Tschichold .doc

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Faculty
Arts & Design
Discipline
Art / Design / History of Art
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University, School
Fachhochschule Würzburg - FH
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1.Semester, Design, 2006
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Referat - Jan Tschichold

Gliederung:

  1. Kindheit als Sohn eines Schriftmeisters
  2. Tschichold wird Meisterschüler
  3. Der Einfluss des Bauhauses
  4. Die Zeit in München
  5. Flucht in die Schweiz
  6. Nachkriegsjahre in London
  7. Rückkehr in die Schweiz

 

  1. Kindheit als Sohn eines Schriftmeisters

 

-          am 2. April 1902 als Sohn eines Schriftmalers geb.

-          Beruf des Vaters -> in Kindesalter vertraut mit Formen gemalter Schriften

-          erlernte durch mithelfen beim Vater die Schriftmalerei -> wollte Beruf nicht ausüben

-          strebte in Richtung Kunstmaler -> Eltern unzufrieden

-          Kompromiss -> Zeichenlehrer

-          nach Beendigung der Schulzeit Lehrerseminar Nähe Leipzig

-          interessierte sich in Freizeit für Zierschrift u. angewandte Schrift, vor allem für alte Schriftschnitte

-          erhaltenes Schriftstück aus dieser Zeit zeigt -> gr. + kl. Alphabet einer Kursivschrift aus dem 17. Jh. -> bemerkenswerte Arbeit für einen 17-jährigen

-          Abbruch der des Lehrerseminars nach 3 Jahren -> Erkenntnis: zum Schriftzeichner berufen

-          Besuch der Akademie für grafische Künste in Leipzig

  1. Tschichold wird Meisterschüler

 

-          T. avancierte schnell zum Lieblingsschüler u. ihm wurde oft freie Hand erteilt -> sein Lehrer erkannte, d. er ihm nichts mehr beibringen konnte

-          mit 19 Jahren beauftragt Abendunterricht in Schriftschreiben an d. Akademie zu geben

-          Vorbilder Tschicholds damals Rudolf Koch -> beeindruckt von Maximilian-Grotesk

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-          zum Einsatz kam in dieser Zeit: kräftige – fette Schriften -> normale Schriften kaum

-          Schriftschnitte unendlich gemischt, allg. typograf. Qualität selten zu finden, wenig Kenntnisse der damaligen Buchkünstler, schlechter Umgang mit eigenen Schriften

-          Untersuchung Jan T.s dieser ganzen Mängel -> Beginn d. lebenslangen Auseinandersetzung mit Anordng. v. Schriften, Fragen d. Aufbaus usw.

-          1923 Beginn der Ausübung des Berufes des typografischen Entwerfer

-          Arbeit in d. gr. Leipziger Buchdruckerei Fischer & Wittig

  1. Der Einfluss des Bauhauses

 

-          1924 unter stilist. Einfluss d. Bauhaus u. elementar., funktion. Designs

-          war gleichzeitig schockiert u. fasziniert v. dieser neuen Bewegung u. ihren mögl. Auswirkg. auf d. Typografie

-          Beeindruckung v. russ. Künstlern so stark -> Umbenennung in Iwan Tschichold

-          Plakat f. Warschauer Verlag Philobibion -> neuer Tschichold -> Anordnung im Vordergrund nicht Schriftkunst -> Schrift bestehend aus Serifenlosen, nichts mehr mit Handschrift zu tun

-          T. entwickelte immer mehr Wut gegen die damalige Typografie -> seine Ansicht: d. Heilmittel der Typografie: Abschaffung d. Regel, Satz müsse symmetrisch sein u. bedingungsloser Einsatz v. Groteskschriften

-          1. Veröffentlichung d. Ansichten 1925 in Zeitschrift „Typografische Mitteilungen“

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-          Einige Jahre später erste Auswirkungen dessen -> Ornament u. antiquierte Schriften verschwanden, Verwendung d. zentrierten Satzes begann zu verblassen

Auszug aus Tschicholds Manifest

1. Die neue Typographie ist zweckbetont.

2. Zweck jeder Typographie ist Mitteilung (deren Mittel sie darstellt). Die Mitteilung muß in kürzester, einfachster, eindringlichster Form erscheinen.

3. ... zu den elementaren Mitteln neuer Typographie gehört in der heutigen auf Optik eingestellten Welt auch das exakte Bild: die Fotografie.
Elementare Schriftform ist die Groteskschrift aller Variationen: mager, halbfett, fett, schmal bis breit.

4. Äußere Organisation ist die Gestaltung stärkster simultaner Gegensätze durch Anwendung gegensätzlicher Formen, Grade und Stärken ...

  1. Die Zeit in München

 

-          wollte selbstständiger werden -> ließ sich 1926 in Berlin als Zeichner nieder

-          Heirat Edith Kramer

-          Briefwechsel mit Paul Renner bewirkte d. Umzug Tschicholds nach München an Meisterschule -> mit an deren Aufbau beteiligt

-          Ab Juni 1926 Unterricht d. Schüler in Typografie u. Kalligrafie

-          1927 – 1928 zahlreiche Plakate für Filme d. „Phoebus-Palastes“ eines Münchner Kinos

 

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-          Doch! Anfeindung d. neuen Typografie u. mit aufkommen d. Nationalsozialismus in großer Gefahr

  1. Flucht in die Schweiz

 

-          bis 1933 Entwurf vieler Arbeiten im Stil Bauhaus + neue Typografie

-          Flucht im selben Jahr vor Nationalsoz. in die Schweiz

-          Verbreitung u. Einführung d. neuen Typografie auch in d. Schweiz -> durch Machtergreifung Hitlers wieder Zerstörung dessen

-          Schlug sich in Basel mit verschd. Lehraufträgen durch, um finanzielle Schwierigkeiten zu überwinden

-          1935 Veröffentlichung d. Buches „Typografische Gestaltung“ -> 1000 Vorbestellungen

-          Im selben Ausstellung d. Buches bei gr. Londoner Druckerei Lund Humphries -> erhielt dadurch Aufträge v. d. Druckerei -> u. Aufgabe d. Erstellung d. Typografie für d. weltbekannten Penrose Annual für 1938

-          erst 1942 erschien neues Buch „Schriftkunde, Schreibübungen u. Skizzieren“ -> Verblassung des Einflusses vom Bauhaus u. d. Elementaren ->

-          Zuneigung zu klass. Typografie u. Schriftkunst -> zu sehen in vielen Entwürfen aus dieser Zeit

-          Ab 1938 widmet er sich ganz d. Buchtypografie -> u. setzte wieder alles auf Mitte

  1. Nachkriegsjahre in London

 

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-          Zusage T.s

-          Ab 1946 Überarbeitung d. typograf. Form d. Penguin Book -> große u. gewaltige Aufgabe -> vollst. Neuordnung d. Typografie -> Einführung v. Satzregeln zur Niveauhebung d. Druckwerks

-          Erlangtes hohes Ansehen in London -> Ehrenmitglied d. Londonder Double Crown Club(Vereinigung engl. Typografen u. Drucker)

  1. Rückkehr in die Schweiz

 

-          Ende 1949 Rückkehr durch massive Abwertung d. engl. Pfundes gezwungen

-          Erscheinung T. wichtig. Buch „Meisterbuch der Schrift“ -> Widerspiegelung seiner 30-jährigen Beschäftigung mit Schriftformen aller Zeiten

-          Ab 1955 Typograf im Hoffmann-La Roche-Konzern in Basel

-          In dieser Zeit zahlreiche Auszeichnungen + Angebote in Europa + USA

-          „Willkürliche Maßverhältnisse der Buchseite“ -> am weitesten verbreitet u. in meisten Sprachen übersetzt -> Erscheinung 1962 -> 18 mal neu auferlegt

-          Anfang 1967 Reise in die USA -> Vorträge an d. Harvard University, Yale University u. in Chicago

-          1967 Erscheinung d. Sabon bei Linotype, Stempel u. Monotype

-          11. August 1974 in Schweiz gestorben

Sabon-Antiqua

Zeichnung für Sabon-Antiqua, 1965

Anfang 60-Jahre verlangten Drucker vielfältig einsetzbare Schrift

1964 für Schriftgießereien Stempel, Linotype u. Monotype entworfen

in zwei Versionen für Bleisatz u. Stempelhandsatz

 

ausgezeichnete Wahl für klassisch-elegante Drucke

im Buchdruck dank lesefreundlicher Buchstaben weiter eigensetzt

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immer gut aussehen


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