Referat - Jan
Tschichold
Gliederung:
- Kindheit als Sohn eines Schriftmeisters
- Tschichold wird Meisterschüler
- Der Einfluss des Bauhauses
- Die Zeit in München
- Flucht in die Schweiz
- Nachkriegsjahre in London
- Rückkehr in die Schweiz
- Kindheit als Sohn eines Schriftmeisters
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am 2. April 1902 als Sohn eines Schriftmalers geb.
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Beruf des Vaters -> in Kindesalter vertraut mit Formen gemalter
Schriften
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erlernte durch mithelfen beim Vater die Schriftmalerei -> wollte
Beruf nicht ausüben
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strebte in Richtung Kunstmaler -> Eltern unzufrieden
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Kompromiss -> Zeichenlehrer
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nach Beendigung der Schulzeit Lehrerseminar Nähe Leipzig
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interessierte sich in Freizeit für Zierschrift u. angewandte Schrift,
vor allem für alte Schriftschnitte
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erhaltenes Schriftstück aus dieser Zeit zeigt -> gr. + kl. Alphabet
einer Kursivschrift aus dem 17. Jh. -> bemerkenswerte Arbeit für einen
17-jährigen
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Abbruch der des Lehrerseminars nach 3 Jahren -> Erkenntnis: zum
Schriftzeichner berufen
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Besuch der Akademie für grafische Künste in Leipzig
- Tschichold wird Meisterschüler
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T. avancierte schnell zum Lieblingsschüler u. ihm wurde oft freie Hand
erteilt -> sein Lehrer erkannte, d. er ihm nichts mehr beibringen konnte
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mit 19 Jahren beauftragt Abendunterricht in Schriftschreiben an d.
Akademie zu geben
-
Vorbilder Tschicholds damals Rudolf Koch -> beeindruckt von
Maximilian-Grotesk
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-
zum Einsatz kam in dieser Zeit: kräftige – fette Schriften -> normale
Schriften kaum
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Schriftschnitte unendlich gemischt, allg. typograf. Qualität selten zu
finden, wenig Kenntnisse der damaligen Buchkünstler, schlechter Umgang mit
eigenen Schriften
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Untersuchung Jan T.s dieser ganzen Mängel -> Beginn d. lebenslangen
Auseinandersetzung mit Anordng. v. Schriften, Fragen d. Aufbaus usw.
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1923 Beginn der Ausübung des Berufes des typografischen Entwerfer
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Arbeit in d. gr. Leipziger Buchdruckerei Fischer & Wittig
- Der Einfluss des Bauhauses
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1924 unter stilist. Einfluss d. Bauhaus u. elementar., funktion. Designs
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war gleichzeitig schockiert u. fasziniert v. dieser neuen Bewegung u.
ihren mögl. Auswirkg. auf d. Typografie
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Beeindruckung v. russ. Künstlern so stark -> Umbenennung in Iwan
Tschichold
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Plakat f. Warschauer Verlag Philobibion -> neuer Tschichold ->
Anordnung im Vordergrund nicht Schriftkunst -> Schrift bestehend aus
Serifenlosen, nichts mehr mit Handschrift zu tun
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T. entwickelte immer mehr Wut gegen die damalige Typografie -> seine
Ansicht: d. Heilmittel der Typografie: Abschaffung d. Regel, Satz müsse
symmetrisch sein u. bedingungsloser Einsatz v. Groteskschriften
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1. Veröffentlichung d. Ansichten 1925 in Zeitschrift „Typografische
Mitteilungen“
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Einige Jahre später erste Auswirkungen dessen -> Ornament u.
antiquierte Schriften verschwanden, Verwendung d. zentrierten Satzes begann zu
verblassen
Auszug aus Tschicholds Manifest
1. Die neue Typographie ist zweckbetont.
2. Zweck jeder Typographie ist Mitteilung (deren Mittel sie darstellt). Die
Mitteilung muß in kürzester, einfachster, eindringlichster Form
erscheinen.
3. ... zu den elementaren Mitteln neuer Typographie gehört
in der heutigen auf Optik eingestellten Welt auch das exakte Bild: die
Fotografie.
Elementare Schriftform ist die Groteskschrift aller Variationen: mager,
halbfett, fett, schmal bis breit.
4. Äußere Organisation ist die Gestaltung stärkster
simultaner Gegensätze durch Anwendung gegensätzlicher Formen, Grade und
Stärken ...
- Die Zeit in München
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wollte selbstständiger werden -> ließ sich 1926 in Berlin als
Zeichner nieder
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Heirat Edith Kramer
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Briefwechsel mit Paul Renner bewirkte d. Umzug Tschicholds nach München
an Meisterschule -> mit an deren Aufbau beteiligt
-
Ab Juni 1926 Unterricht d. Schüler in Typografie u. Kalligrafie
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1927 – 1928 zahlreiche Plakate für Filme d. „Phoebus-Palastes“ eines
Münchner Kinos
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Doch! Anfeindung d. neuen Typografie u. mit aufkommen d. Nationalsozialismus
in großer Gefahr
- Flucht in die Schweiz
-
bis 1933 Entwurf vieler Arbeiten im Stil Bauhaus + neue Typografie
-
Flucht im selben Jahr vor Nationalsoz. in die Schweiz
-
Verbreitung u. Einführung d. neuen Typografie auch in d. Schweiz ->
durch Machtergreifung Hitlers wieder Zerstörung dessen
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Schlug sich in Basel mit verschd. Lehraufträgen durch, um finanzielle
Schwierigkeiten zu überwinden
-
1935 Veröffentlichung d. Buches „Typografische Gestaltung“ -> 1000
Vorbestellungen
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Im selben Ausstellung d. Buches bei gr. Londoner Druckerei Lund
Humphries -> erhielt dadurch Aufträge v. d. Druckerei -> u. Aufgabe d.
Erstellung d. Typografie für d. weltbekannten Penrose Annual für 1938
-
erst 1942 erschien neues Buch „Schriftkunde, Schreibübungen u.
Skizzieren“ -> Verblassung des Einflusses vom Bauhaus u. d. Elementaren
->
-
Zuneigung zu klass. Typografie u. Schriftkunst -> zu sehen in vielen
Entwürfen aus dieser Zeit
-
Ab 1938 widmet er sich ganz d. Buchtypografie -> u. setzte wieder
alles auf Mitte
- Nachkriegsjahre
in London
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Zusage T.s
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Ab 1946 Überarbeitung
d. typograf. Form d. Penguin Book -> große u. gewaltige Aufgabe ->
vollst. Neuordnung d. Typografie -> Einführung v. Satzregeln zur
Niveauhebung d. Druckwerks
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Erlangtes hohes Ansehen
in London -> Ehrenmitglied d. Londonder Double Crown Club(Vereinigung engl.
Typografen u. Drucker)
- Rückkehr
in die Schweiz
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Ende 1949 Rückkehr
durch massive Abwertung d. engl. Pfundes gezwungen
-
Erscheinung T. wichtig.
Buch „Meisterbuch der Schrift“ -> Widerspiegelung seiner 30-jährigen
Beschäftigung mit Schriftformen aller Zeiten
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Ab 1955 Typograf im
Hoffmann-La Roche-Konzern in Basel
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In dieser Zeit
zahlreiche Auszeichnungen + Angebote in Europa + USA
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„Willkürliche
Maßverhältnisse der Buchseite“ -> am weitesten verbreitet u. in meisten
Sprachen übersetzt -> Erscheinung 1962 -> 18 mal neu auferlegt
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Anfang 1967 Reise in
die USA -> Vorträge an d. Harvard University, Yale University u. in Chicago
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1967 Erscheinung d.
Sabon bei Linotype, Stempel u. Monotype
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11. August 1974 in
Schweiz gestorben
Sabon-Antiqua
Zeichnung
für Sabon-Antiqua, 1965
→ Anfang
60-Jahre verlangten Drucker vielfältig einsetzbare Schrift
→
1964 für Schriftgießereien Stempel, Linotype u. Monotype entworfen
→ in
zwei Versionen für Bleisatz u. Stempelhandsatz
→
ausgezeichnete Wahl für klassisch-elegante Drucke
→ im
Buchdruck dank lesefreundlicher Buchstaben weiter eigensetzt
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