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Bildillustration Heilige Veronika .rtf

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Faculty
Arts & Design
Discipline
Art / Design / History of Art
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University, School
Universität Augsburg
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2007
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Universität Augsburg

Lehrstuhl für Kunstgeschichte

PS: Sehen und Beschreiben lernen

Die Kunstdenkmäler der Reichsstadt Nürnberg

Dozentin: PD Dr. Dorothea Diemert

Referentin: Trang Luong

"Madonna mit der Erbsenblüte"

·                     Künstler: Meister der Heiligen Veronika (benannt nach seinem Hauptwerk "die Heiligen Veronika" (Alte Pinakothek, München)), eines Kölner Malers um 1400

·                     Entstehungsjahr: um 1410, zu Gotik

Gemälder auf Holz, Maße : 54 x 36cm

Leihgabe Wittelbacher Ausgleichsfonds

Aufstellungsort: im Nürnberger Germanischen Nationalmuseum


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·                     Kurzbeschreibung:

1. Struktur des Bildes:

Mittelgrund: Maria in Halbfigur (erkennbar durch Nimbus): länglich, ovales Gesicht mit rundlichen Wangen, hoher Stirn, freigelegtem Haar, in langem rotem Gewand; Sanfte Neigung des Kopfes zu dem Kind, das in ihrem linken Arm liegt.

Der Blick der Mutter und des Kindes trifft sich.

Erbsenblüte in ihrer rechten Hand

Vordergrund: das Jesuskind, es hebt in seiner rechten Hand eine Erbsenblüte zu seiner Mutter empor.

 

1.1. Farbliche Behandlung des Bildes:

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- malerisches Prinzip: zuerst die farbliche Modellierung und Abtönung, dann kommt die Zeichnung bzw. die darauf gesetzte Pinselführung (z.B.: am Körper des Kindes und dessen Windels, am Gesicht oder Hände von Madonna, die Zeichnung der Erbsenblüte, der Gewandsäumung mit reinem Weiß,...)

1.2. Komposition von Linien und Kurven:

- Gewandsaum als Hauptträger der Linien -> Ausrichtung der Figur

- Verhältnis vom Gewandfläche zum Saumfluss: schwingende Kurven des Gewandes, sockelhaft angelegte Draperie, das in einem bestimmten Rhythmus mehrfach umgeschlagene Innenfutter

- die Falten: mal mit dunklen gelegten Linien, mal verschwimmend aus der Fläche heraus

- Verhätnis vom Kopf zum Nimbus: Zirkelpunkt zur Anlage des Nimbus; dunkle Linie an Kinnrundung -> Kreislinie des Nimbus

- schmale Randpunzierung aus kleineren Kreisen

1.3. Stimmung des Bildes:

- Mischung der Zärtlichkeit, Anmut und Ernst

- die Wiedergabe der Augenblicke: Mutter-Kind-Beziehung ; Haltung auf den Beter

- Streichelgestus am Fuß des Kindes: Assoziation von Mütterlichkeit und Zärtlichkeit

- die sanfte Farbe und das weiches Inkarnat -> starke innere Ruhe

 

2. Typus und Ikonographie

 

- typologische Merkmale des Bildes:

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·                     die Mutter hält mit linker Hand den linken Fuß des Kindes, in ihrer rechten Hand ist eine Erbsenblüte; Sie berührt mit rechter Hand den rechten Fuß des Kindes

- Koppelung verschiedener Bildtypen:

·                     byzantinische Kunst: Streichelgestus (Finger - Blumen - Fuß - Zipfel des Gewandes) ; Halffigurenbilder bzw.

Gnadenbilder

·                     italienisch-toskanische Tafelmalerei: Segnengestus (segnende Hand des Kindes mit der Blüte erhebt sich zur Mutter)

- Bezug der Erbse zur Marienikonographie bleibt unklar

- die aufgebrochene Hülse in der Hand der Maria: Symbol der Mutterschaft, der mädchenhaft jungen Frau

Literaturverzeichnis

Zehnder, Frank Günter: Der Meister der Hl. Veronika. Wuppertal, Sankt Augustin, 1981

Peter Strieder, Germanisches Nationalmuseum, Führer durch die Sammlungen, Nürnberg 1977

Lexikon der Christlichen Ikonographie, hrsg. Engelbert Kirschbaum, 8 Bde 1968-1976 (4 Bde. Themen, 4 Bde Heilige)


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