1.
Was sind die Komponenten des ganzheitlichen Denkansatzes?
3 Komponenten:
Technische Komponente
Ökonomische Komponente
Humankomponente
Die alleinige Berücksichtigung von technischen Problemlösungen und
ökonomischen Komponenten ist zuwenig. Ausschlaggebend für den Erfolg von
Projekten bzw. Unternehmen ist die Humankomponente.
2.
Was versteht man unter Soziologie?
Soziologie (Gesellschaftslehre)
= die Wissenschaft von der Gesellschaft, ihren Formen, Gesetzlichkeiten
und ihren Entwicklungen.
besondere Problemstellung: wechselseitigen Beeinflussung von Mensch und
Gesellschaft;
Erkenntnisgegenstand der allgemeinen Soziologie ist das regelhafte
Zusammenleben und Zusammenwirken von Menschen in verschiedenen sozialen
Gebilden, wie z.B. Familie, Dorf, Betrieb oder Schule
3.
Worin besteht der Unterschied zwischen
Betriebssoziologie und Betriebspsychologie?
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Betriebspsychologie
=
beschäftigt sich mit den psychologischen Gegebenheiten von Einzelpersonen und
den zwischenmenschlichen Beziehungen im Betrieb
Zielsetzung
dabei ist es, aufzuzeigen, weswegen eine unvollkommene Anpassung zwischen
Mensch und Betrieb erfolgt und welche Störfaktoren hier maßgebend sind
è erfasst die kleineren
informellen Faktoren
Betriebssoziologie
= die soziologische Wissenschaft von den durch den Betrieb gegebenen
sozialen Erscheinungen und vom Betrieb als soziales Gebilde insgesamt.
Der Betrieb ist ein integriertes Sozialsystem mit Organisationsgefüge
in Hinblick auf die Erreichung einer Zielsetzung.
è Untersuchungsgegenstand:
erfasst die innerbetrieblichen Arbeitsverhältnisse sowie das Verhalten der Mitarbeiter
untereinander und ihr Verhältnis zu Vorgesetzten und Untergebenen.
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è Die
betriebssoziologische Forschung weitet sich durch die Analyse überbetrieblicher
Konflikte (z.B. zwischen den Sozialpartnern) und erstreckt sich letztlich auf
die Erfassung von wechselseitigen Beziehungen zwischen Industrie und
Gesamtgesellschaft (Industriesoziologie), d.h. als Lehre der systematischen
Erforschung der Gesellschaft unter dem Aspekt des Industriealisierungsprozesses
è beide Begriffe (Betriebssoziologie
und Betriebspsychologie) sind in der Praxis eng mit einander verbunden!!
4.
Beschreiben Sie die Wechselwirkungen zwischen den
Lebensbereichen der Mitarbeiter!
Es gibt gegenseitige Wechselwirkungen
zwischen dem
·
beruflichen Bereich (Produktionsfaktor Mensch)
·
privaten Bereich (Familie, Freizeit) und
·
gesellschaftlichen Bereich (Wertedenken, Ethik)
Eine Trennung dieser Wechselwirkung ist nicht
möglich (Krankheit, Liebeskummer, viel im Ausland, Jobverlust, Ehekrise, etc.).
Eine Ereignis oder Problem in einem Bereich wechselwirkt unweigerlich in die
anderen Bereiche hinein.
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5.
Aus welchen Problemstellungen/Situationen und Beweggründen hat sich die
Betriebssoziologie entwickelt?
Die Entwicklung der Betriebssoziologie hängt stark mit der
industriellen Entwicklung zusammen. Hauptindustrieländer waren England,
Deutschland und Frankreich. Aus einfachen Handwerksbetrieben (Zünfte) wurde die
Hausindustrie und daraus wiederum Fabriken (Handwerk -> Hausindustrie +
Verleger -> Manufaktur -> Fabrik).
Mit diesen Entwicklungen (einhergehend mit der Entwicklung des
mechanischen Transports und der maschinellen Arbeit) stieg der Konkurrenzdruck,
der die Notwendigkeit von Kostensenkung nach sich zog. Rationalisierungen und
die Ausbeutung von Arbeitern waren die Folge.
So rückten soziale Fragen immer mehr in den Mittelpunkt und auch die
Wissenschaft nahm sich Fragen wie:
- Arbeitsteilung und
ihre sozialen Folgen
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- Bildung einer
Klassengesellschaft
an und daraus formte sich das Betätigungsfeld der Betriebssoziologie (=
wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Betrieb – eigentliche
Betriebssoziologie)
è
Begriff:
Betrieb (ab Jahrhundertwende)
Ø
Amerika
um 1900:
- Frederick Taylor: Produktivitätssteigerung
durch Arbeitsteilung (Gruppenbildung, Organisation, Produktivitätsfaktor,...)
- Elton Mayo:
Gruppenmotivation, Information
Ø
Europa (Deutschland) um
1928:
- Götz Briefs: Institut
für Betriebssoziologie und soziale Betriebslehre (Konflikt AG-AN, Automation,
Mitbestimmung,...)
Wissenschaftliche
Fragestellung der Betriebssoziologie nach 1945:
Amerika:
-
Gruppenbildungen
-
Organisation
-
Produktivitätsfaktoren
-
Managementlehre
-
Human Relations
Europa
(Deutschland):
-
Konfliktprobleme
-
Technik und Arbeit
-
Arbeitswissenschaft
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