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Betriebsorganisation - Lohnformen und Betriebssoziologie .doc

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Economics
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Business Studies
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HTL Villach
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1997
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Betriebsorganisation

Betriebssoziologie - Lohnformen

 

Definition Betriebssoziologie: Sie regelt das Zusammenleben der Menschen am Arbeitsplatz.

Lohnformen

Als Lohnform bezeichnet man das Verfahren der Berechnung des Arbeitsentgeltes für eine bestimmte Arbeitsleistung, bei gleicher Arbeitsschwierigkeit. Ein Entlohnungsverfahren muß so elastisch sein, daß es Leistungsunterschiede zwangsläufig im Arbeitsentgelt berücksichtigt, d.h. daß der Lohn mit zunehmender Leistung steigt, und mit fallender sinkt.

Soziale Komponenten bilden dabei eine Begrenzung nach unten ( Mindestlohn ). Man unterscheidet 2 Arten von Lohnformen, den Zeitlohn und den Leistungslohn. Beim Leistungslohn wird in Akkordlohn und Prämienlohn unterschieden.

Die Bezeichnung Leistungslohn sollte nicht den Eindruck erwecken als ob beim Zeitlohn die Leistung nicht Grundlage der Entlohnung sei. Man erwartet sich beim Zeitlohn eine bestimmte Mindestleistung, die allerdings üblicherweise nicht direkt meßbar ist, oder vom Arbeitnehmer nicht beeinflußt werden kann.

1)   Zeitlohn

 

Beim Zeitlohn erfolgt die Entlohnung nach der Dauer der Arbeitszeit, beim Arbeiter Stunden mal Stundenlohn, beim Angestellten pauschal der Monatslohn.

Zwischen dem gezahlten Lohn und der Leistung gibt es keine feste Beziehung. Beim Zeitlohn bestehen 2 Grundbeziehungen:

1) Der Lohn pro Zeiteinheit des Arbeitnehmers ist konstant. D.h. der Gesamtverdienst ist unabhängig vom Leistungsgrad.

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Die Lohnkosten pro Stück verhalten sich umgekehrt proportional zur Leistung.

Anwendungsgebiete, Vor und Nachteile

Der Zeitlohn bietet keinen Leistungsanreiz. Er wird also dort eingesetzt wo überdurchschnittliche Leistungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht zweckmäßig sind.

Das trifft auf alle Tätigkeiten zu, wo Sorgfalt und Qualität wichtiger sind als Quantität.

Weiters muß er dort angewendet werden wo keine Möglichkeit besteht eine Leistung zu messen, bzw. die Messung mit zu hohen Kosten verbunden wäre. Dies trifft auf dispositive Tätigkeiten zu, und auf Tätigkeiten bei welchen unterschiedliche Verrichtungen anfallen, bzw. diese Verrichtungen unregelmäßig ausgeführt werden. ( Büroarbeiten, Reparaturarbeiten, Transport, Hilfs- und Lagerarbeiten ) Zweckmäßig ist er auch dort, wo überhöhtes Arbeitstempo Gesundheitsschäden, Unfälle oder Schäden an den Betriebsmitteln hervorrufen können.

Der Nachteil des Zeitlohnes daß er zu wenig motivierend wirkt, kann durch die Gewährung einer Leistungszulage beseitigt werden, dies setzt allerdings voraus, daß die Leistung des Arbeitnehmers bewertet werden kann.

 

 

 

 

2) Akkordlohn

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Der Akkordlohn ist eine leistungsabhängige Lohnform: Er wird für ein Stück, ohne Beziehung auf die für die Produktion benötigte Arbeitszeit bezahlt. Vergütet wird also das mengenmäßige Ergebnis. Wesentliche Voraussetzung ist, daß die Verrichtung akkordfähig ist, d.h. daß ihr Ablauf bereits im Voraus bekannt ist, und sowohl zeitlich als auch mengenmäßig wiederholt werden kann.

Man unterscheidet den Zeitakkord und den Geldakkord.

Beim Zeitakkord geht man von einer Vorgabezeit aus, wird diese unterschritten, so wird dies vergütet.

Die Vorgabezeit ermittelt man durch Schätzung, oder mit Hilfe von Zeitstudien (REFA).

Der Akkordlohn ist heute an eine garantierten Mindestlohn gebunden, der dem Arbeitnehmer auf jeden Fall zusteht. Der Akkordlohn geht also in einen Zeitlohn über, wenn ein gewisses Leistungsniveau unterschritten wird.

Der Akkordlohn besteht aus 2 Bestandteilen: Dem Garantierten Mindestlohn und dem Akkordzuschlag (zw. 15 und 25 Prozent).

Berechnung:

Zeitakkord, Stundenverdienst = M*TS*GM

M; Menge

TS; Stückzeit

GM; Geldfaktor pro Minute

Geldakkord, Stundenverdienst = M*GE

GE; Geldsatz pro Menge

 

Sonderform des Akkordlohnes

 

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Weitere Vorteile sind die Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb der Gruppe, und eine gegenseitige Motivation.

Nachteile: Die Harmonie innerhalb der Gruppe muß gegeben sein, und das Verhältnis zwischen der Gruppe und der Betriebsleitung muß ein positives sein.

Vor und Nachteile:

·         Anreiz zu einer höheren Leistung

·         Einfache Kalkulation für die Kostenrechnung, da die Lohnkosten pro Stück konstant sind.

·         Die Nachteile liegen in der Gefahr, daß das Arbeitstempo übersteigert wird, und dadurch die Qualität sinkt.

·         Außerdem steigt der Verschleiß an Arbeitskraft und Betriebsmitteln.

·         Weniger Leistungsfähige Mitarbeiter werden zumeist unzufrieden.

·         Die richtige Ermittlung der Vorgabezeiten ist üblicherweise schwierig und Kostenintensiv.

Bsp. für den Geldakkord

Der Arbeiter erhält pro erzeugtem Stück 2.50 ÖS und produziert 40 Stück pro Stunde.

Bsp. für den Zeitakkord

Der Arbeiter hat einen Mindeststundenlohn von 60 ÖS, in einer Stunde produziert er 20 Stück.

Vorgegebene Zeit für ein Stück sind 4 Minuten.

60/4 = 15 = + 5 Stück 60 + 1/3 60 = 80

Prämienlohn liegt vor, wenn zu einem vereinbartem Grundlohn der nicht unter dem Tariflohn liegen darf planmäßig ein zusätzliches Entgelt (Prämie) gewährt wird. Die Höhe dieser Prämie muß objektiv und materiell Feststellbar sein, und auf einer Mehrleistung beruhen.

Im Gegensatz zum Akkordlohn kommt beim Prämienlohn die Vergütung für die Mehrleistung dem Arbeitnehmer nicht in voller Höhe zugute.

 

Die Prämie muß aber nicht unbedingt eine Folge einer quantitativen Mehrleistung sein. Man unterscheidet:

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·         Qualitätsprämien; Dabei werden die Güteklassen, bzw. der Ausschuß berücksichtigt.

·         Ersparnisprämien; Prämierungsgrundlage ist die Einsparung von Produktionsfaktoren.

·         Nutzungsprämie, Soll eine optimale Ausnutzung der Betriebsmittel sicherstellen. Z.B. das reduzieren von Wartezeiten, Leerlaufzeiten und Reparaturzeiten.

Arbeitszeitregelung

 

Die Gestaltung der Arbeitszeit muß ein Kompromiß zwischen den Interessen des Betriebes und denen der Arbeitskräfte sein. Der Betrieb muß bei der Festlegung der Arbeitszeit berücksichtigen, daß jeder Mensch eine bestimmte physiologische Belastbarkeitsstruktur aufweist.

Die tägliche Arbeitszeit beträgt 8 Stunden , die max. wöchentliche Arbeitszeit 48 Stunden. Die Verkürzung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich bedingt, daß die gleiche Leistung in kürzerer Zeit erbracht werden muß, was wiederum einen rationelleren Arbeitseinsatz voraussetzt. Wird die Wochenarbeitszeit täglich im gleichem Ausmaß gekürzt so konnte man feststellen, daß trotz dieser Verkürzung die gleiche, ja sogar eine bessere Arbeitsleistung erbracht werden konnte.

Die tägliche Arbeitszeit von 10 Stunden darf nicht überschritten werden.

 

Verteilung der Arbeitszeit auf den Arbeitstag

 

Der Mensch unterliegt einem best. Arbeitsrhythmus.


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