Was ist Rechnungswesen? Das Rechnungswesen dokumentiert Geld- und Güterströme eines Unternehmens um einerseits gegenüber Außenstehenden in der Lage zu sein, Rechenschaft über die finanzielle Lage d
Branchenstrukturan­alyse nach Porter: Theoretische Konzeption, Kritik und praktische Applikation am Beispiel der Schifffahrtsindust­rie (Bereich Logistik) Friedrich-Alexande­r-Universität
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Die Zinsstrukturkurve nimmt sowohl in der ökonomischen
Theorie, als auch bei vielfältigen praktischen Anwendungen eine zentrale Rolle
ein. Ihre Bedeutung liegt nicht nur in der makroökonomischen Bewertung der
Wirtschaft, sondern erstreckt sich auch auf Bereiche der Mikroökonomie.
Die
Zinsstrukturkurve findet Anwendung bei der Barwertrechnung von
Investitionsprojekten, in der Unternehmensbewertung, sowie der Bewertung von
Finanzprodukten. Zudem lässt sich mit ihrer Hilfe die Erwartungshaltung der
Marktteilnehmer durch zukünftige Zinssätze und daraus ableitbare
Terminzinssätze voraussagen.
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Eingangs beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit den
allgemeinen Charakteristika der Zinsstruktur und deren Zustandekommen anhand
von drei Erklärungsmodellen. Des Weiteren werden vier Methoden vorgestellt, mit
welchen die Zinsstrukturkurve für die Bundesrepublik Deutschland bestimmt
werden kann.
Eine mögliche Vorgehensweise ist auf Basis der Preise von an der
Börse gehandelten Nullkuponanleihen und Kuponanleihen Zinssätze zu bestimmen,
aus welchen sich die Zinsstrukturkurve ableiten lässt. Zudem wird darauf
eingegangen, wie man mithilfe von Zinsswaps laufzeitabhängige Zinssätze
ermitteln kann.
Abschließend wird ein ökonometrisches Schätzverfahren, die Svensson-Methode,
vorgestellt, welches die Zinsstrukturkurve mittels Regressionsparametern
schätzt.
Die Zinsstrukturkurve bildet den grafischen Zusammenhang
zwischen der Restlaufzeit und der Verzinsung von Anleihen ab. Als Synonym zum
Ausdruck Zinsstrukturkurve werden auch die Bezeichnungen Fristigkeitsstruktur der
Zinssätze oder term structure of interest rates verwendet.
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Während am kurzen Ende, welches einen Zeitraum von circa einem Jahr
umfasst, die Zinssätze durch die Zentralbanken mittels Geldpolitik und Leitzins
bestimmt werden, nehmen am langen Ende die Erwartungen von privaten und
institutionellen Anlegern Einfluss auf die Zinsen.[2]
Je nach Verhältnis von kurzfristigen und langfristigen Zinssätzen kann die
Zinsstrukturkurve verschieden Verläufe annehmen, wie aus Abbildung 1
ersichtlich wird.
Abbildung 1: Normale, flache und inverse Zinsstruktur
Die so genannte normale Zinsstruktur weist einen
steigenden Verlauf auf, das heißt mit zunehmender Restlaufzeit steigt der Zins.
Dieser Anstieg wird mit fortschreitender Laufzeit allerdings immer geringer.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Zinsstruktur flach verläuft.
Der
Zinssatz ist somit über die gesamte Laufzeit konstant. Die flachen Zinsstrukturen
können beim Wechsel von einer normalen zu einer inversen Zinsstruktur und vice
versa auftreten. Die inverse Zinsstruktur verhält sich genau entgegengesetzt
zur normalen Zinsstruktur. Hier liegen die kurzfristigen über den langfristigen
Zinsen und daher ist ihr Verlauf fallend.
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Um die verschiedenen Verläufe zu begründen, liegen drei
theoretische Ansätze vor: Die reine Erwartungstheorie, die
Marktsegmentierungstheorie und die Liquiditätsprämientheorie. Gemäß der
Erwartungstheorie ergibt sich der langfristige Zinssatz für eine Anleihe aus
den durchschnittlichen kurzfristigen Zinssätzen, die über die gesamte Laufzeit
der Anleihe geschätzt werden.
Wenn Marktteilnehmer in Zukunft bei niedrigen
kurzfristigen Zinssätzen eine Erhöhung dieser erwarten, nimmt die
Zinsstrukturkurve einen positiven Verlauf an, denn mit steigenden kurzfristigen
Zinsen erhöhen sich auch die durchschnittlichen langfristigen Zinsen. Im
umgekehrten Fall, also in Erwartung fallender kurzfristiger Zinsen, würde eine inverse Zinsstruktur entstehen, beziehungsweise
bei Annahme konstanter Zinssätze in der kurzen Frist eine flache
Zinsstrukturkurve.
Die Erwartungstheorie gilt unter der Voraussetzung, dass
Anleihen unabhängig von ihrer Laufzeit gegeneinander perfekt substituierbar
sind. Dies impliziert Indifferenz bei der Wahl zwischen einer langfristigen
Anleihe mit einer festgelegten Laufzeit und mehreren Papieren mit einjähriger
Laufzeit, wobei deren Anzahl den Anlagejahren der langfristigen Anleihe
entspricht. Grund dafür ist der
identische voraussichtliche Ertrag, welcher aus der Übereinstimmung der Zinsen
der langfristigen Anleihe und der Summe der Zinsen der Einjahrespapiere
hervorgeht.