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Bestimmung der Zinsstrukturkurve .docx

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Faculty
Economics
Discipline
Business Studies
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University, School
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
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2010,
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Bestimmung der Zinsstrukturkurve

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis. III

Tabellenverzeichnis. IV

Abkürzungsverzeichnis. V

Symbolverzeichnis. VI

1 Einleitung.. 1

2 Allgemeines zur Zinsstrukturkurve.. 2

2.1 Formen der Zinsstrukturkurve. 2

2.2 Erklärungsmodelle für die Existenz der Zinsstrukturkurve. 3

3 Bestimmung der Zinsstrukturkurve mittels Anleihen.. 5

3.1 Bestimmung der Zinsstrukturkurve mittels Nullkuponanleihen 5

3.1.1 Stripping von Bundesanleihen. 5

3.1.2 Berechnung der Zinsstrukturkurve mittels Nullkuponanleihen. 5

3.2.1 Eigenschaften der Kuponanleihe. 7

3.2.2 Berechnung von Stückzinsen. 7

4 Bestimmung der Zinsstrukturkurve mittels Swaps. 9

4.1 Funktionsweise von Swaps. 9

4.3 Berechnung der Zinsstrukturkurve mittels Swaps. 11

5 Bestimmung der Zinsstrukturkurve mit der Svensson- Methode 14

Quellenverzeichnis. 18


Abbildungsverzeichnis


1        Normale, flache und inverse Zinsstruktur 1

2        Unregelmäßige Zinsstrukturkurven 3

3        Zinsstrukturkurve am 27.09.2010 bestimmt mittels Zinsstrips 6

4        Zinsstrukturkurve am 27.09.2010 bestimmt mittels Kuponanleihen 9

5        Funktionsweise eines Plain Vanilla Swaps 10

6        Zinsstrukturkurve am 27.09.2007 bestimmt mittels Swap-Rates 12

7        Häufigkeitsverteilung der Restlaufzeit von Bundesanleihen 13

8        Zinsstrukturkurve am 27.09.2010 bestimmt mittels Svensson-Methode 15


Tabellenverzeichnis


1        Swap-Rates vom 27.09.2007 1

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Abkürzungsverzeichnis

EuroInterbank Offered Rate (EURIBOR)

Floating Rate Note (FRN)

International Securities Identification Number (ISIN)

Symbolverzeichnis

B Tagesbasis zur Errechnung der Stückzinsen

CF Kuponzahlung eines Wertpapiers

inom Nominalverzinsung des Wertpapiers

KWFRN Kapitalwert einer Floating Rate Note

KWSwap Kapitalwert eines Swaps

n Laufzeit eines Wertpapiers

N Nominalbetrag eines Wertpapiers

P0 aktuelle Marktpreis eines Wertpapiers

rt diskrete Kassazissatz in Periode t

S Stückzinsen

t Periode

tz Anzahl der Zinstage

Regressionsparameter Svensson Methode




1 Einleitung

Die Zinsstrukturkurve nimmt sowohl in der ökonomischen Theorie, als auch bei vielfältigen praktischen Anwendungen eine zentrale Rolle ein. Ihre Bedeutung liegt nicht nur in der makroökonomischen Bewertung der Wirtschaft, sondern erstreckt sich auch auf Bereiche der Mikroökonomie.

Die Zinsstrukturkurve findet Anwendung bei der Barwertrechnung von Investitionsprojekten, in der Unternehmensbewertung, sowie der Bewertung von Finanzprodukten. Zudem lässt sich mit ihrer Hilfe die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer durch zukünftige Zinssätze und daraus ableitbare Terminzinssätze voraussagen.

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Eingangs beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit den allgemeinen Charakteristika der Zinsstruktur und deren Zustandekommen anhand von drei Erklärungsmodellen. Des Weiteren werden vier Methoden vorgestellt, mit welchen die Zinsstrukturkurve für die Bundesrepublik Deutschland bestimmt werden kann.

Eine mögliche Vorgehensweise ist auf Basis der Preise von an der Börse gehandelten Nullkuponanleihen und Kuponanleihen Zinssätze zu bestimmen, aus welchen sich die Zinsstrukturkurve ableiten lässt. Zudem wird darauf eingegangen, wie man mithilfe von Zinsswaps laufzeitabhängige Zinssätze ermitteln kann.

Abschließend wird ein ökonometrisches Schätzverfahren, die Svensson-Methode, vorgestellt, welches die Zinsstrukturkurve mittels Regressionsparametern schätzt.




2 Allgemeines zur Zinsstrukturkurve

2.1 Formen der Zinsstrukturkurve


Die Zinsstrukturkurve bildet den grafischen Zusammenhang zwischen der Restlaufzeit und der Verzinsung von Anleihen ab. Als Synonym zum Ausdruck Zinsstrukturkurve werden auch die Bezeichnungen Fristigkeitsstruktur der Zinssätze oder term structure of interest rates verwendet.

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Während am kurzen Ende, welches einen Zeitraum von circa einem Jahr umfasst, die Zinssätze durch die Zentralbanken mittels Geldpolitik und Leitzins bestimmt werden, nehmen am langen Ende die Erwartungen von privaten und institutionellen Anlegern Einfluss auf die Zinsen.[2] Je nach Verhältnis von kurzfristigen und langfristigen Zinssätzen kann die Zinsstrukturkurve verschieden Verläufe annehmen, wie aus Abbildung 1 ersichtlich wird.


2Abbildung 1: Normale, flache und inverse Zinsstruktur










Restlaufzeit






Die so genannte normale Zinsstruktur weist einen steigenden Verlauf auf, das heißt mit zunehmender Restlaufzeit steigt der Zins. Dieser Anstieg wird mit fortschreitender Laufzeit allerdings immer geringer. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Zinsstruktur flach verläuft.

Der Zinssatz ist somit über die gesamte Laufzeit konstant. Die flachen Zinsstrukturen können beim Wechsel von einer normalen zu einer inversen Zinsstruktur und vice versa auftreten. Die inverse Zinsstruktur verhält sich genau entgegengesetzt zur normalen Zinsstruktur. Hier liegen die kurzfristigen über den langfristigen Zinsen und daher ist ihr Verlauf fallend.

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Abbildung 2: Unregelmäßige Zinsstrukturen

Restlaufzeit

Textfeld: Zinssatz

2.2 Erklärungsmodelle für die Existenz der Zinsstrukturkurve


Um die verschiedenen Verläufe zu begründen, liegen drei theoretische Ansätze vor: Die reine Erwartungstheorie, die Marktsegmentierungstheorie und die Liquiditätsprämientheorie. Gemäß der Erwartungstheorie ergibt sich der langfristige Zinssatz für eine Anleihe aus den durchschnittlichen kurzfristigen Zinssätzen, die über die gesamte Laufzeit der Anleihe geschätzt werden.

Wenn Marktteilnehmer in Zukunft bei niedrigen kurzfristigen Zinssätzen eine Erhöhung dieser erwarten, nimmt die Zinsstrukturkurve einen positiven Verlauf an, denn mit steigenden kurzfristigen Zinsen erhöhen sich auch die durchschnittlichen langfristigen Zinsen. Im umgekehrten Fall, also in Erwartung fallender kurzfristiger Zinsen, würde eine inverse Zinsstruktur entstehen, beziehungsweise bei Annahme konstanter Zinssätze in der kurzen Frist eine flache Zinsstrukturkurve.

Die Erwartungstheorie gilt unter der Voraussetzung, dass Anleihen unabhängig von ihrer Laufzeit gegeneinander perfekt substituierbar sind. Dies impliziert Indifferenz bei der Wahl zwischen einer langfristigen Anleihe mit einer festgelegten Laufzeit und mehreren Papieren mit einjähriger Laufzeit, wobei deren Anzahl den Anlagejahren der langfristigen Anleihe entspricht. Grund dafür ist der identische voraussichtliche Ertrag, welcher aus der Übereinstimmung der Zinsen der langfristigen Anleihe und der Summe der Zinsen der Einjahrespapiere hervorgeht.


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