Auswertung der Unterrichtsmethode (Einschätzung und Be-gründung
des Erfolgs/Misserfolgs, Kritikpunkte, Verbesse-rungsvorschläge)
Prinzipiell war
die Stunde mit der Gruppenarbeit ein voller Erfolg. Nicht nur, dass die
Schüler nun eine bessere Vorstellung davon haben, wie hoch das Himalaja ist und
sie nochmals ihr topographisches Wissen über Indien festigen konnten, son-dern
auch, dass sie unglaublich konzentriert dabei waren und Schule einmal mehr
anders erleben konnten.
Ich denke der
Erfolg dieser Unterrichtsstunde hing auch ganz entscheidend davon ab, dass sie
erstens gut vorbereitet war, da ich im Vorhinein bereits eine stark
vereinfachte Skizze Indiens auf ein Stück Pappe geklebt hatte und die Schüler
somit schon eine Arbeitsfläche hatten, diese also nicht mehr schaffen mussten
und demnach enorm viel Zeit sparten und sich ganz und gar der Schaffung des
Knetmodells widmen konnten.
Zweitens war auch der mich hospitierenden Lehrer
mit anwesend im Raum und konnte bei auftauchenden Problemen oder Fragen den
Schülern ebenfalls helfen beziehungsweise bei aufkommenden Unruhen mir
beistehen.
Ich bin mir
nicht sicher, ob ich zu einem gleichen Ergebnis gekommen wäre, wäre ich allein
mit den 27 Schülern gewesen. Aber das zeigt mir nur einmal mehr, dass selbst
wenn ich später in der solchen Situation sein sollte, dass kein
händchen-haltender Lehrer sowieso im Raum sitzt, ich halt jemand anderes um
Hilfe bitten werde, um eine möglichst hohe Qualität meines Unterrichts zu
sichern.
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6.
Persönliches Fazit
Bezugnehmend zu
den eingangs bereits erwähnten „Problem“schüler: Ich wusste mir aus eigener
leidlicher Erfahrung heraus zu helfen, indem ich mich an meine eigene Schulzeit
erinnerte und analysierte, wie meine damaligen Lehrer auf ein solches Verhalten
bei mir reagierten und welche Methoden mich ruhiger stimmten.
>>Beschäftigung<<
lautete das Zauberwort und nachdem der einstige Stö-renfried zuerst aus seiner
vertrauten Umgebung neben seinem leicht von ihm be-einflussbaren und zu
animierenden Klassenkameraden herausgenommen wurde und nach jedem erneuten
Versuch Klassenclown zu spielen eine sachbezogene Frage beantworten oder an die
Tafel bzw. Karte kommen musste, wobei er den in diesem Moment an ihn gestellten
Anforderungen nicht gerecht werden konnte und sich damit den Hohn der Klasse
einhandelte, verstummte er. Nach diesen anfänglich für den Schüler
schockierenden Maßnahmen, stimmte ich ihn darauf ein, dass er in Zukunft
„Antwortenlieferant Nummer 1“ sein wird. Damit setzte ich ihn unter Druck und
gab ihm zugleich die Chance, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen. Allerdings
nahm er mein Warnen vorerst nicht sonderlich ernst und sah keinen Grund sein
Verhalten zu ändern, welchen ich ihm aber schnellstmöglich vor Augen führte. Um
ihn aber nicht völlig seiner Schmach zu überlassen und dem Spott der Klasse
ausgeliefert zu sein, gab ich ihm natürlich immer wieder auch die Chance sich
mit richtigen Antworten in ein besseres Licht zu rücken.
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Was mir extrem
auffiel, war, dass man mit einer zu autoritären Haltung auch unter aller
möglichen Sanktionen beim Schüler nichts erreicht, sondern sich eher noch die
anderen Schüler gegen den Lehrer positionieren. Lässt man allerdings einen
humanen aber den Verlauf bzw. ja das Ergebnis einer Unterrichtsstunde nicht
gefährdenden Spielraum zu, welcher auch so aussehen kann, dass man die Schüler
mal eine Minute lassen macht, was sie wollen, sprich: sich mit dem Banknachbarn
unterhalten, einen Schluck Wasser trinken oder einen Papierflieger fliegen
lassen, dann kann man oft mehr erreichen, als man für möglich hält.
Natürlich kann
man das nicht in jeder Lernumgebung ohne weiteres machen, es gibt halt kein
Patentrezept, aber in meinem diesem Falle sowie in anderen Schulpraktika,
welche ich vor diesem gemacht hatte, war es sehr hilfreich.
Ich habe
abermals feststellen können, dass es wichtig ist, zuerst genau zu gucken:
1.
Wo kommt die Unruhe her?
2.
Wie breitet sie sich aus?
3.
Wer partizipiert sich schlussendlich daran?
und vor allem
4.
Was ist der Grund für eine Störung im akribisch geplanten
Unterrichts-verlauf?
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7.
Anhang CD-Rom mit
PowerPoint-Präsentationen, U-Planung und selbst entwickelten Arbeitsblättern
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