Wieso war die Wiedereingliederun­g der Forelle in einem 4 km langen Abschnitt (von der Steinhardenbergstr­aße bis zur Straße Höltigbaum) der Wandse erfolgreich? In diesem Portfolio werden die
Stammt die Menschheit wirklich vom Affen ab, so wie Darwin es behauptete oder haben Menschen und Affen nur dieselben Vorfahren? Diese Frage hat sich bestimmt jeder von Ihnen schon einmal gestellt und
Die lange anhaltende
Regenperiode in den Monaten April und Mai dieses Jahres, mit teils intensiven
Niederschlägen, führte neuerlich eine der wichtigsten Herausforderungen für den
landwirtschaftlichen Bodenschutz vor Augen: die Wassererosion.
In Österreich
sind etwa 25 % der Ackerflächen stark erosionsgefährdet. Neben der
Niederschlagsintensität wird das Ausmaß der Erosionsneigung durch Bodeneigenschaften,
topographische Gegebenheiten und Kulturart bedingt. Hohes Risiko besteht bei
Reihenfrüchten auf schluffreichen Hanglagen, wie es auf den Maisschlägen im
Weinviertel im heurigen Jahr deutlich zu beobachten war.
Für solche Situationen
gilt es vorsorglich mit Managementmaßnahmen gegenzusteuern.
Effektiver
Erosionsschutz durch Bedeckung der Bodenoberfläche mit Pflanzen oder Mulch.
Zwei Situationen
könne auf anfälligen Standorten die Erosion auslösen: die Übersättigung des
Bodenspeichers und das Überschreiten der Wasseraufnahmefähigkeit. Ersteres
tritt häufig im Frühjahr auf, wenn der Boden nach den Winterniederschlägen voll
ist und kein weiteres Wasser aufnehmen kann.
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Im zweiten Fall überschreitet
die Intensität von Starkregenereignissen das Infiltrationsvermögen des Bodens
auch wenn dieser noch nicht wassergesättigt ist. Mit dem abfließenden Wasser
wird in Folge wertvoller Oberboden inklusive der darin gespeicherten Nährstoffe
abtransportiert.
Dies führt nicht nur zu Schäden für die Öffentlichkeit,
sondern kostet dem Landwirt den fruchtbarsten Teil seines Ackerbodens. Den
Verlust von 1 cm Boden natürlich wieder auszugleichen braucht etwa 100 Jahre
Bodenbildung!
Erosionsrille
auf der Brache im Frühjahr. Zwischenfrucht (Phacelia-Mulch re., Winterwicke
li.) schützt vor Oberflächenabfluss.
Die ÖPUL-Maßnahme
„Begrünung von Ackerflächen“ ist für den vorbeugenden Erosionsschutz mehrfach
wirksam. Das wichtigste ist die schützende Pflanzen- und Mulchdecke auf der
Bodenoberfläche. Wie die Abbildung zeigt, erreicht man durch einen Deckungsgrad
von etwa 50 % bereits eine Reduktion des Erosionsrisikos um 80 %.
Demnach
sollte nach Möglichkeit eine rasch deckende Begrünung (Mischung mit Senf
und/oder Buchweizen) mit der Maßnahme Mulch- bzw. Direktsaat kombiniert werden,
um einen lang anhaltenden Schutz des Bodens zu gewährleisten. Die Pflanzen-
oder Mulchdecke federt die besonders bei intensiven Niederschlägen hohe Energie
der Regentropfen ab, der Boden kann nicht verschlämmen und erhält seine
Wasseraufnahmefähigkeit.
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Eine
intensive Durchwurzelung ist wesentlich für die Leistung der Begrünung
Neben der
Oberflächenbedeckung wirkt die Begrünung auch über die Stabilisierung des
Bodengefüges und die Verbesserung des Infiltrationsvermögens über die
Ausbildung von schnell dränenden Bioporen.
Die Zufuhr organischer Masse belebt
den Boden und fördert die Ausbildung eines Krümelgefüges mit etwa 20 % besser
Aggregatstabilität. Auch die Poren des Bodens werden stabilisiert und die Gänge
abgestorbener Grobwurzeln wirken als besonders gut leitende Kanäle.
Die Wirksamkeit einer
Begrünung und möglichst langen Mulchdecke gegen Bodenerosion ist aus
zahlreichen Versuchen und Praxiserfahrungen eindeutig bewiesen. Es kann daher
nicht oft genug betont werden, dass der Schutz der Bodenoberfläche vor „Wind
und Wetter“ eine Investition in die landwirtschaftliche Produktivität ist:
Wasser geht nicht oberflächlich verloren, der Boden ist vor Verdunstung
geschützt, die fruchtbare Erde bleibt am Acker.
Jenseits der eigentlichen
Förderung, fördert die Begrünung damit doppelt die nachhaltige Ertragsleitung
des landwirtschaftlichen Betriebs.
Gernot Bodner
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