Färben mit Indigo
Protokoll
Durchführung:
Am Anfang haben wir in einem großen 600ml
Becherglas 100ml Wasser und 17ml 3%ige Natronlauge vermischt. Zusammen mit
einem Thermometer haben wir das ganze über dem Bunsenbrenner bis auf 70°C
erhitzt.
In ein kleineres 100ml Becherglas gaben wir
3,5ml Brennspiritus und 17 ml 3%ige Natronlauge mit 0,35Indigo-Pulver vermischt
und verrührt bis die dunkelblaue Flüssigkeit klumpenfrei war. Während das große
Becherglas immer noch erhitzt wurde, wogen wir 3,5g Natriumdithionit ab.
Nachdem die Wasser-Natronlaugen-Mischung aus
dem großen Becherglas 70°C erreicht hatte, nahmen wir das Glas vom Ständer und
vermischten die Inhalte beider Bechergläser. Direkt danach gaben wir noch das
Nartiumdithionit hinzu und verrührten bis sich dieses komplett aufgelöst hatte.
Diese Flüssigkeit ließen wir einige Minuten stehen und beobachteten was
geschah.
Derweil hatte uns Frau Krüger Filterpapier
ausgeteilt, auf dieses wir mit der Pipette jeweils 3 Tropfen der Indigoküpe
gaben. Eine Minute pusteten wir auf das Papier um diese zu trocknen. Die
Beobachtungen schrieben wir auch hier wieder auf.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Beobachtungen:
-Beim hinzugeben des blauen Indigo Pulvers hat
sich auch die ganze Flüssigkeit im kleinen Becherglas blau gefärbt.
-Auf der Indigoküpe bildete sich durch das
hinzugeben von Natriumdirhionit ein ölähnlicher grün-blauer Film. Die Küpe
insgesamt war nicht komplett blau sondern mit leicht grünem Schimmer
durchzogen.
-Auf dem Filterpapier waren die Tropfen zuerst
grün-gelb, erst nach dem pusten und dem trocknen an der Luft wurden sie blau.
-Als wir die Stoffstücke in die Indigoküpe
gaben wurden diese mit der Zeit gelbgrün, aber nicht blau. Erst als wir die
Stücke aus der Küpe genommen hatten und sie an der Luft getrocknet wurden,
nahmen sie die blaue Farbe an.
Aufgaben:
1)
Die Küpe ist die Flüssigkeit
aus erhitztem Wasser/Natronlauge und Indigo/Brennspiritus in welcher wir die
Baumwollstreifen gefärbt haben. Die Küpenfärberei (auch als Küperei bezeichnet)
bedient sich in der Regel wasserunlöslicher Farbstoffe zum Färben von Textilien
auf Cellulosebasis. Obwohl diese Farbstoffklasse auch Affinität zu Protein-
bzw. Polypeptidfasern (Wolle, Seide aber auch Polyamid) zeigt, findet sie heute
fast ausschließlich auf Baumwolle und Leinen, selten auf
Celluloseregeneratfasern, sowie deren Mischungen mit
Polyethylenterephthalatfasern (Polyester) Verwendung.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Die
überwiegend in reduzierter Form vorliegenden in Wasser gelösten Farbstoffe
werden als Küpe bezeichnet. Die Unlöslichkeit des Indigo in Wasser und seine
Unfähigkeit, sich mit Beizen (s.d.) zu
vereinigen, erfordern seine Ueberführung in lösliche Form, um seine Anwendung in der Färberei zu
ermöglichen. Man fand diese zuerst in seiner Eigenschaft, durch Reduktion in eine in
alkalischen Flüssigkeiten lösliche
farblose Verbindung, das Indigweiß,
überzugehen, das sich durch Oxydation leicht wieder in Indigblau
zurückverwandelt. Da nun aus einer solchen alkalischen Indigweißlösung, einer Indigoküpe,
wie man diese nennt, das Indigweiß von der
eingetauchten Textilfaser aufgenommen wird, um dann in Berührung mit dem Sauerstoff der Luft in unlösliches Indigblau (Fayenceblau, Englischblau)
verwandelt zu werden und sich festhaftend in und auf der Faser niederzuschlagen, so ist
dadurch eine echte Färbung der letzteren gegeben. Den Begriff der Indigoküpe
hat man von der färbenden Lösung des Indigo auf das Gefäß übertragen, in
dem der Färbeprozeß ausgeführt wird.Je nach dem zu färbenden Fasermaterial
benutzt man warme und kalte Küpen. Zu den warmen
gehören die Waid-, Pottasche-, Soda-, Urin- und die Hydrosulfitküpe, zu
den kalten die Vitriol- und die Zinkstaubküpe. Die warmen Küpen werden für
animalische, die kalten für vegetabilische Fasern angewendet. Der
zum Ansetzen einer Küpe verwendete Indigo muß zur Beschleunigung seiner Lösung im Zustande möglichst
seiner Verteilung sein.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
2)
Da Indigo
ein wasserunlöslicher Stoff ist, kann er nicht direkt zur Färbung eingesetzt
werden. Daher muss das Indigo erst einer Reduktion in alkalischer Lösung mit
Natriumdithionit (Na2S2O4) unterzogen werden.
So wird es wasserlöslich. Dieses wasserlösliche Indigo ist gelblich und nennt
sich Leuko-Indigo. Das Gewebe wird mit dem Leuko-Indigo getränkt und an der
Luft zum Trocknen aufgehängt. Durch die Sauerstoffzufuhr erfolgt eine Rückoxidation
zu Indigo, dem blauen Farbstoff. Durch eine Redox Reaktion
wird das Indigomolekül zu dem gelben und löslichen Leuko-Indigo Molekül
reduziert.
Oxidation:
+ 4OH-
==>
2
+ 2e-
+ 2H2O
(Dithionit)
(Sulfit)
Reduktion:
+2e-
==>
Redox:
S2O42- +
Indigo + 4OH-
==> 2SO32- +
Leuko-Indigo
+ 2H2O
3) Schon in prähistorischer Zeit hat der Mensch Pelze, später
Textilien und andere Gegenstände gefärbt. Als Farbstoffe dienten Naturstoffe,
vor allem pflanzlichen, aber auch tierischen Ursprungs. In ägyptischen
Keilschriften findet man genaue Anleitungen zur Gewinnung von Naturfarbstoffen
und deren Anwendung. Doch lange Zeit fehlte das Blau. Die damaligen Menschen
sahen überall blau um sich herum: am Himmel, im Wasser. Und manche Blüte und
Frucht ist intensiv blau. Doch ist das eine Blau nicht greifbar, das andere
nicht beständig.Die Natur hatte zwar mehrere Möglichkeiten bereit, doch mussten
sie zuerst durch spezielle Technologien gefunden und erschlossen werden.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
4) Der Färberwaid wird seit mindestens zwei Jahrtausenden als
Rohstoff für einen blauen Farbstoff angebaut.Gefürchtet war der Gestank, der
durch die Vergärung enstand, die nötig war um den Farbstoff Indigo zu
gewinnen.Der Färberwaid wurde in England, Thüringen, Elsass und Südfrankreich
angebaut. Im 17. Jahrhundert löste Indigo aus dem Indigostrauch den aus
Färberwaid ab.Auch als Heilpflanze hat er eine lange Tradition, sowohl in
Europa als auch in Asien.Innerlich wurde Färberwaid in Europa selten
eingesetzt, er wurde meist in Salben verarbeitet.Nachdem der Färberwaid sowohl
als Farbstoff als auch als Heilpflanze fast vergessen war, wird der Färberwaid
heute wieder verstärkt genutzt.Zum einen eignet sich der Färberwaid für die
Behandlung (gegen Pilze) und Färben von Holz und es wird die Wirkung auf Viren
und Tumore untersucht.
http://www.seilnacht.com/Lexikon/Indigo.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Indigo
http://de.academic.ru/dic.nsf/technik/11511/Indigok%C3%BCpen
http://www.dutly.ch/indigohtml/indigo1.html
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/faerberwaid.htm
http://www.bautschweb.de/chemie/blaumach.htm
http://www.omikron-online.de/cyberchem/cheminfo/indigo.htm
|