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zur Monoedukation?
Auswirkungen
der partiellen und kompletten monoedukativen Unterrichtung
Inhalt
1 Einleitung. - 3 -
2 Monoedukation.. - 4 -
2.1 Was ist Monoedukation?. - 4 -
2.2 Aktueller Forschungsstand zur Monoedukation.. - 4 -
3 Geschlechterungleichheit & Schulqualität - 5 -
3.1 Ungleichheit der Geschlechter - 5 -
3.2 Monoedukation zum Abbau von Geschlechterungleichheit und
somit zur Verbesserung von Schulqualität?! - 6 -
3.3 Lösungsidee zum Abbau der Geschlechterungleichheit bzw. zur
Verbesserung der Schulqualität - 6 -
4 Studien zur Monoedukation.. - 8 -
4.1 Deutschsprachige Studien.. - 8 -
4.1.1 Internationale Studien.. - 8 -
4.1.2 Österreichische Studie: Was nützt die Einrichtung einer
Mädchenklasse? - 9 -
4.1.3 Allgemeine Kritikpunkte zu Vergleichen von mono- und
koedukativen Schulen - 12 -
5 Quellen.. - 13 -
Die Monoedukation ist eines der am häufigsten untersuchten
Themen in der Erziehungswissenschaft. Am interessantesten ist hier die
Fragestellungen, welche Auswirkungen die Monoedukation auf den Unterricht hat.
Damit sind gemeint, welche Erfolge und auch Misserfolge sie mir sich bringt und
welche Einstellungen monoedukativ, aber auch koedukativ unterrichtete Schüler,
sowie mono- und koedukativ unterrichtende Lehrer dazu haben? Der folgende Text
behandelt diese Fragen.
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Ergebnisse verschiedener deutschsprachiger wie auch internationaler Studien werden
vorgestellt. Eine österreichische Studie wird vorgestellt, in der eine
Mädchenklasse mit nicht geschlechtsgetrennten Klassen verglichen wird.
Im letzten Teil ist die Monoedukation im
naturwissenschaftlichen Anfangsunterricht Themenschwerpunkt. Probleme an
koedukativen Schulen und Einstellungen von Schülern und Schülerinnen zu
Monoedukation in bestimmten Fächern werden hier beschrieben. Letzteres anhand
von Studien von Rohr/Rolett und Faulstich-Wieland/Horstkemper. Abschließend
sind verschiedene Meinungen getrennt von Schülern und Schülerinnen zur
Auswirkung von Monoedukation aufgelistet. Hier ist interessant zu sehen welche
Ergebnisse bei der Studie heraus kamen.
Die Monoedukation ist die getrennte Klassenführung von
Mädchen und Jungen. Das Gegenteil ist die Koedukation.
Man unterscheidet die komplette Monoedukation (das
ist zum Beispiel eine Mädchenschule) und die partielle Monoedukation (das
ist zum Beispiel der geschlechtlich getrennte Unterricht nur in
naturwissenschaftlichen Fächern)
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Forschungsinteressen sind momentan besonders die Auswirkungen
der Monoedukation. Hierzu zählen Wissensstand und Noten der Schüler und Schülerinnen,
die in naturwissenschaftlichen Fächern monoedukativ unterrichtet werden. Unter
anderem liegen die Interessen der Forschung auf (fachbezogenem) Selbstkonzept
und Interesse, auf Klassenklima und Schulfreude und auf Leistungskurs-,
Studien- und Berufswahl.
Zum monoedukativen Unterricht im naturwissenschaftlichen
Unterricht wird später noch die aufschlussreiche Studie von Faulstich-Wieland/Horstkemper
(1995) gezeigt.
Früher galt als benachteiligste Person das „ katholische
Arbeitermädchen vom Lande“. Heute darf man das nicht mehr so stehen lassen. In
den 60er/70er Jahren, hat diese Ungleichheit mit der Bildungsexpansion einen
Wandel vollzogen. Mittlerweile sind eher die Jungen und Männer diejenigen, die
nicht mehr mit den Mädchen und Frauen, im Bezug auf Bildung, mithalten können.
Dies wird deutlich an der Anzahl der Hauptschulabsolventen im Vergleich zu der
Anzahl der Hauptschulabsolventinnen.
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Betrachtet man die Fächerwahlen lassen sich starke
Interessensungleichheiten der Geschlechter feststellen, die mit den
Leistungsungleichheiten korrespondieren. Mädchen zeigen mehr Interesse bei
sprachlichen Fächern und schneiden auch deshalb in diesen, wie zum Beispiel in der
Lesekompetenz deutlich besser ab als Jungen. Jungen wiederum schneiden deutlich
besser in der Mathematik ab, da ihre Interessen mehr im
mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich liegen.
Beim genaueren Vergleich leistungsgleicher Schüler und
Schülerinnen wird jedoch klar, dass man in jedem Fach Risikoschüler als auch
Risikoschülerinnen findet. Daher sollte man die Fächer nicht Mädchen oder
Jungen zuordnen, auch wenn eine geschlechterbezogene Interessenmehrheit
besteht.
Ungleichheiten im Bildungssystem die verändert werden müssen
sind vorhanden, da sie dem Qualitätskriterium, nämlich der bestmöglichen Förderung
aller Schüler, widersprechen. Diese Ungleichheit stellt nicht primär die
Benachteiligung von Mädchen dar, sondern betrifft in unterschiedlicher Weise
Mädchen und Jungen.
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Bildungsprozesse gezielter zu gestalten. Auch der Abbau der Geschlechterungleichheit
ist ein wichtiger Punkt, der in der Politik mit „Gender Mainstreaming“
betrieben wird. Dies bedeutet jede Maßnahme auf ihre potentielle Wirkung zu
prüfen und im Falle, dass sie zur Gleichheit der Geschlechter beiträgt, sie zu
realisieren. Der Abbau der Geschlechterungleichheit ist folglich ein wichtiges
Kriterium für Schulqualität.
Als Lösungsidee gelten geschlechterbezogene Aktivitäten und
Trennung der Geschlechter in bestimmten Fächern.
Die Bildungsreform in den 1960er und 1970er Jahren sollte mit
der Einführung der Koedukation den Bildungsnotstand abbauen. Mädchen durften
also ab jetzt an der gymnasialen Bildung teilhaben, weshalb die bisher reinen
Jungengymnasien für alle geöffnet werden mussten. Schon bald jedoch gab es
Kritik wegen einer Benachteiligung von Mädchen. Die Schulen sollten nicht mehr
getrennt werden, daher forderte und realisierte man die Trennung von einzelnen
Fächern, wie Sexualkunde oder Informatik, und bot zusätzlich Projekte gezielt
für Mädchen an. Diese Realisierung von geschlechtergetrennten Angeboten fand
laut Erfahrungsberichten guten Anklang, wurde jedoch fast ausschließlich für
Mädchen umgesetzt, obwohl es für Jungen genauso nötig gewesen wäre.
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