Eine
Patchworkfamilie wirkt sich nicht gleich auf beide Geschlechter aus. Jungen
werden durch die Trennung stärker negativ beeinflusst, als Mädchen und auch die
Anpassungsprobleme für Jungen nehmen mit der Gründung einer Patchwork-Familie
zu, während Mädchen eher von der Gründung von Stieffamilien zu profitieren
scheinen.
Entwicklung
von Patchworkfamilien:
Die
Entwicklung von Patchworkfamilien entsteht durch verschiedene Aspekte:
Heutzutage
ist es subjektiv und objektiv leichter sich vom Lebensgefährten zu trennen
ebenso neue Partnerschaften einzugehen, als noch vor Jahrzehnten. Frauen sind
heute finanziell und vom Selbstbild unabhängiger als früher.
Andere
Auswirkungen für dieses Familienbild sind:
Abkehr
vom autoritären Erziehungsstil, Wachsende Mobilität im Arbeitsbereich und das
gestärkte Bewusstsein für die Rechte der Frauen.
Probleme:
Geschwisterstreitigkeiten,
Spannungen zwischen Kindern und Eltern, Ungehorsam, sowie der Versuch die
Eltern gegeneinander auszuspielen sind allgemeine Probleme, die in Patchwork-
Familien
aufgrund der komplexen Struktur zu hohem Maße auftreten können.
Auch
die Rollenverteilung der Kinder ist für sie sehr anstrengend. Sie fühlen sich
weder als Gäste noch als direkte Familienmitglieder. Dies kann bei Kindern zu
gestörten, unberechenbaren Verhaltensweisen führen.
Chancen
für Kinder:
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Bewältigung:
Wie
Kinder die Patchwork-Familiensituation bewältigen bzw. die Situation sich auf
die Kinder auswirkt hängt von mehreren Faktoren ab wie z.B. das Alter, das
Geschlecht oder die Unterstützung von Seiten der Umwelt und des sozialen
Netzwerkes.
Wichtig
für die Bewältigung sind demnach die Handlungsstrategien, Anpassungsprozesse
und die Interaktion der Familie mit anderen Systemen.
Butzkamm, Wolfgang &
Butzkamm, Jürgen (2008), Wie Kinder sprechen lernen - kindliche Entwicklung und
die Sprachlichkeit des Menschen. Tübingen u.a.: Francke. 3. überarb. Aufl.
Giese, Hartmut M. (2001):
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Geulen,
Dieter
(2005): Sozialisation. In: Lenzen, Dieter (Hrsg.): Pädagogische
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Wilk, Liselotte / Zartler,
Ulrike (2004): Leben mit Stiefeltern: wie Kinder sich fühlen und was sie
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