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Arnulf Rainer .doc

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Faculty
Arts & Design
Discipline
Art / Design / History of Art
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Paper
University, School
BG Werndlpark Steyr
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2009
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Arnulf Rainer (* 8. Dez. 1929 Baden b. Wien, jetzt 79 Jahre)

Arnulf Rainer gilt als einer der bedeutendsten österreichischen Künstler seit der Nachkriegszeit und auch der Gegenwart. Internationale Bedeutung erlangte er dadurch, dass er die Übermalung als seine eigenständige Kunstform etablierte, womit er vor allem der europäischen Kunst neue Schwerpunkte verleihen konnte.

1.)  Biographie:
Nach seinem Studium (1947 bis 1949) an der Staatsgewerbeschule in Villach war er für relativ kurze Zeit Student an der Wiener Hochschule für Angewandte Kunst, ebenso an der Wiener Akademie der Bildenden Künste .Er verfasste vor allem Werke im Stil des phantastischen und abstrakten Realismus, oftmals auch surrealistisch angehaucht..

Nachdem Rainer 1951 in Paris die beiden Maler Jackson Pollock und Jean-Paul Riopelle traf, wundert es wenig, dass seine Werke aus dieser Zeit sehr von den beiden Künstlern beeinflusst scheinen, war Rainer zu diesem Zeitpunkt doch selbst noch auf der Suche nach seinem eigenen Kunstausdruck.

Jener schien jedoch noch im selben Jahr gefunden: Er begann mit den für ihn so typischen Übermalungen sowohl eigener als auch später fremder Werke. Zwei Jahre widmete er sich ausschließlich diesem Verfahren, 1953 folgten dann seine bekannten „Blindmalereien“ speziell ab 1954 die Hinwendung zu "Formzerstörungen", wie Schwarzbilder und Zustriche.

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In den darauf folgenden Jahren, der zweiten Hälfte der 1950er Jahre, übertrug er diese Übermalungen auch auf Photographien von seinen eigenen Körperteilen, großteils des ganzen Körpers aber vorwiegend des Gesichts, woraus seine bekannten, oft gestisch verzerrt wirkenden Portraits herrühren.

Aus diesen entstanden neben Rainers „Gesichtsübermalungen“ ab 1958 dann auch Übermalungen des ganzen Körpers.

Diesen Themen widmete er sich ausgiebig, bis er ab ca. 1977 seine Aufmerksamkeit auf ein anderes Thema lenkte, das sich alsbald zum neuen Zentrum seines Schaffens etablierte: Der, wie er dies bezeichnete, „Tod in der Motivik“.

Wie all die anderen Jahre arbeitete Rainer auch hier wieder mit seinen Übermalungen, nur dass ab jetzt nicht mehr Bilder seines Körpers sondern die von Totenmasken, Mumien, Leichengesichtern und Darstellungen von Kreuzigungen behandelt [und übermalt wurden.1981 tat Arnulf Rainer dann einen für seine Karriere enorm wichtigen Schritt: er folgte einer Berufung zum Professor an die Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo er Leiter einer Meisterklasse für Malerei wurde. Diese Lehr- und Forschungstätigkeit übte er bis zum Jahr 1995 aus.

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Werke seines surrealistisch-figurativen Frühwerk, die monochromen Schwarzbilder, die Übermalungen in den 50er Jahren, die Selbstdarstellungen „Face Farces“ und „Body Poses“ und weitere Werke bis zu seinen 1998 entstandenen Schleierbildern.

2.) Schaffen:
Seine anfänglichen Arbeiten realisierte Rainer noch im Stil des Phantastischen Realismus, bzw. des Abstrakten Realismus, den er nach Vorbild von Ernst Fuchs, Anton Lehmden und Erik Brauer dann auch für sich einvernahmte. Er betrieb die „Malerei, um die Malerei zu verlassen“.
Allgemein lässt sich sagen, dass jegliche künstlerische Beschäftigung Rainers mit dem eigenen Körper auf seine anfänglich unersättliche Identitätssuche und der Erkundung der eigenen Körpersprache zurückzuführen ist.

Daher rühren Werke mit Titeln wie z.B. „Face Farces“ und „Body Poses“, die nicht zu Unrecht an Arbeiten des Wiener Aktionismus erinnern. Von Rainers charakteristischen Übermalungen entstanden im Laufe der Zeit zahlreiche Variationen wie z.B. expressive Fingermalerei oder große Kreuzserien.

Dabei ging es Rainer früher vorrangig um ein Thema, das ihm bis heute ein großes Anliegen zu sein scheint:

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3.) Ehrungen, Ausstellungen und Preise:
1966 der Österreichische Staatspreis für Grafik
1978 d. Österreichische Staatspreis für Malerei
1981 d.

Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt /M
1981 Aufnahme i.d. Akademie d. Künste in Berlin
1972, 1977 & 1982 stellte Rainer auf der "documenta" in Kassel aus
1978 & 1980 vertrat er Österreich in der Biennale in Venedig
1993 wurde ein Rainer-Museum in New York eröffnet
2001 bekam er die Einzelausstellung unter dem Titel „Übermalungen von Caspar David Friedrich“ in der Berliner Galerie Dittmar
2003 erhielt Arnulf Rainer den Rhenus Kunstpreis, der zu den größten europäischen Kunstpreisen überhaupt zählt und mit 50 000 € dotiert ist, als Auszeichnung für sein künstlerisches Gesamtwerk.


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ARNULF RAINER
Zentralisation, 1951
Öl auf Jute, 102 x 100 cm
© Arnulf Rainer


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