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Angst im Sportunterricht .docx

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Sport and Recreation
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Universität Passau
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Angst im Sportunterricht -

Erscheinungsformen und Ursachen

sowie Möglichkeiten einer positiven Beeinflussung

Inhaltsverzeichnis

Seite

1 Bedeutung der Angst für den Menschen 3

2 Definition und Abgrenzung 3

3 Erscheinungsformen und Angstbewältigungsstrategien 4

4 Ursachen und Entstehungsbedingungen von Angst 5

4.1 Situationsspezifische Bedingungen 6

4.2 Personenspezifische Bedingungen 6

5 Äußerungsformen der Angst 6

5.1 Emotionale Reaktionen 7

5.2 Physiologische Reaktionen 7

5.3 Motorische Reaktionen 7

6 Möglichkeiten einer positiven Beeinflussung 8

6.1 Voraussetzungen auf Seiten der Lehrkraft 8

6.2 Methodische Hilfen 9

6.3 Erziehung zur Auseinandersetzung mit der Angst 10

7 Resümee 11

8 Literatur- und Quellenverzeichnis 12


1 Bedeutung der Angst für den Menschen

Das älteste und stärkste Gefühl ist Angst, die älteste und stärkste Form der Angst, ist die Angst vor dem Unbekannten."[1]

Dieses Zitat, das vom US-amerikanischen Schriftsteller Howard Phillips Lovecraft stammt, lässt erkennen, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens mit Angst konfrontiert wird. Ein Lebensbereich, in dem diese Emotion wohl gehäuft auftritt, ist der Sport.

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2 Definitionsansätze

Angst ist ein Phänomen, das in der Literatur vielfältig definiert wird. So beschreibt sie KRÜGER nicht nur als emotionale Reaktion, die „durch subjektive, bewußt wahrgenommene Gefühle der Besorgnis und Anspannung, eine damit einhergehende Aktivierung des Autonomen Nerven-Systems (ANS) und eine motorische Komponente gekennzeichnet ist“, sondern auch als ein Motiv, d.h. „ein Stimulus, der seinerseits Wahrnehmung, Lernen und Leistung beeinflußt.“[3]

Im Sportwissenschaftlichen Lexikon ist Angst hingegen die „Bezeichnung für eine Reihe komplexer emotionaler Zustände, die aufgrund realer oder vermuteter Bedrohung durch äußere oder innere Faktoren verursacht und mit Begriffen wie Beengung, Erregung, Lähmung, Beunruhigung beschrieben werden.“[4] Aus diesen Definitionen geht hervor, dass Angst das Verhalten der Menschen steuert und motiviert.

BOISEN bringt diese Definitionen auf einen Nenner, indem sie Angst an bestimmten Merkmalen festmacht:

„1. Angst ist eine emotionale Reaktion auf eine Gefahrensituation oder auf die Antizipation derselben.

2. Sie wird als unangenehm wahrgenommen und ist von physiologischen Veränderungen begleitet (z.B. Blutdruckanstieg, Schweißausbruch, Zittern, Erblassen, Weinen).

3. Sie ruft Verhaltensänderungen hervor.“[5]

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3 Erscheinungsformen und Angstbewältigungsstrategien

Im Wesentlichen gibt es vier Grundformen der Angst. So lässt sich Angst von Furcht, Zustandsangst und Ängstlichkeit abgrenzen.

Die Begriffe Angst und Furcht werden oft synonym verwendet, obwohl der Begriff Angst in der Regel umfassender ist. Bei der Angst ist die bedrohliche Reizkonstellation mehrdeutig und das Interpretationsschema eingeschränkt.

Das Angstobjekt ist nicht eindeutig benennbar, weshalb eine gezielte Reaktion auf die Bedrohung schwierig erscheint. Die Angst stellt also eine gegenstandslose, unmotivierte Emotion dar.

Furcht ist im Gegensatz zur Angst objektbezogen und hat immer eine spezifische Beziehung zu einem Gegenstand. Die Gefahrenquelle ist also eindeutig lokalisierbar und das betroffene Individuum kann den Auslöser der Frucht eindeutig benennen.

Laut SPIELBERGER 1972 lässt sich zudem Eigenschaftsangst (trait anxiety) von Zustandsangst (state anxienty) unterscheiden. Bei der Zustandsangst variiert die Intensität stark, da sie von der Zeit und Situation abhängig ist.

Sie umfasst eine biologische Schutzfunktion, die als Reaktion auf eine bedrohlich erlebte Umweltkonstellation interpretiert werden kann.

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Die Grundängstlichkeit steht in enger Verbindung zur häufig vorkommenden schulischen Leistungsangst. Das bedeutet, dass die Schüler mit starker dispositioneller Angst auch verstärkt von Leistungsangst betroffen sind.

Dies gilt auch für den Sportunterricht. Darüber hinaus tritt aktuelle oder langfristige chronische Angst verstärkt in schulischen Prüfungssituationen auf, da keine oder nur wenige Möglichkeiten für Vermeidungs- oder Fluchtreaktionen bestehen.

Typische Vermeidungsreaktionen im Sportunterricht sind beispielsweise das „Krank- oder Verletztsein“. Schülerinnen und Schüler fühlen sich nicht selten vor einer Sportstunde urplötzlich unwohl und verweigern als Konsequenz den Unterricht oder schauen nur zu.

Hinzu kommt die Tatsache, dass Kinder in der Regel noch kein Mittel für die Bekämpfung ihrer Angst kennen, nicht wissen, wie sie mit der Angst umgehen sollen und reagieren stattdessen mit Rückzug oder Aggression. „Besonders problematisch erscheinen solche Angstbewältigungsstrategien, die auf eine Art „Überkompensation“ hinauslaufen und dem Schüler nahelegen, sich (trotz eindeutiger Körperdefizite) energisch in die Übung zu „stürzen“.

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Die Eigenschaftsangst beeinträchtigt unter anderem die motorische Geschicklichkeit.

„Bezogen auf die motorische Leistungsfähigkeit bedeutet dies eine stark verminderte Leistungsfähigkeit, die aber keine Rückschlüsse auf das tatsächliche Leistungsvermögen zulässt, da dieses eben unter einem „Angstpanzer“ verdeckt bleibt.

Die Kinder (..) sind also nicht in der Lage, ihr tatsächliches Leistungsvermögen abzurufen und im Unterricht einzusetzen.“[8] Dass diese Schüler in der Folge wenig Freude an einer sportlichen Betätigung verspüren, ist nicht von der Hand zu weisen.

4 Ursachen und Entstehungsbedingungen von Angst

Doch unter welchen Bedingungen entstehen Ängste? Ängste können im Sportunterricht entstehen, „wenn eine Bewegungssituation auf der Grundlage einer gedanklichen Vorwegnahme oder aber der Erwartung einer Gefahr als bedrohlich empfunden und bewertet wird.

Dieser Angst auslösende Bewertungsprozess ist von personen- und situationsspezifischen Bedingungen abhängig.“[9]

4.1 Situationsspezifische Bedingungen

Situative Faktoren sind beispielsweise angeborene und konditionierte Furchtauslöser, die Über- und Unterstimulation eines Reizes sowie psychologische Stressoren. So können unter anderem als gefährlich eingestufte Gerätekombinationen, zu hohe Leistungsanforderungen oder Leistungsdruck, der in einem Spiel entsteht, situationsspezifische Bedingungen für eine Angstreaktion sein.

 

4.2 Personenspezifische Bedingungen


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