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Anfangsunterricht und Übergänge .doc

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Social Science
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Pedagogy
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University, School
Friedrich Alexander Universität Erlangen - Nürnberg - FAU
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Anfangsunterricht/Übergänge

1. Die Grundschule als erste Schule 3

2. Schulreife – Schulfähigkeit 4

2.1 Traditionelle Konzepte der Schulreife und der Schulfähigkeit 4

2.1.1 Reifungstheorie nach Arthur Kern (30er Jahre) 4

2.1.2 Schulreife auf der Grundlage der Eigenschaftstheorie 4

2.2 Neue Entwicklungen im Bereich der Schulfähigkeit 5

2.2.1 Schulfähigkeit auf der Grundlage von lerntheoretischen Konzepten 5

2.2.2 Schulfähigkeit aus ökosystemischer Sicht (80er Jahre) 5

2.2.3 Schulfähigkeit als Entwicklungsaufgabe 6

2.2.4 Schulfähigkeit als soziokulturelles Konstrukt 7

2.2.5 Schulfähigkeit als Ziel 7

2.3 Die Bedeutung von Schulfähigkeit in der aktuellen Diskussion 7

3. Schuleingangsdiagnostik 9

3.1 Entwicklungen der Schuleingangsdiagnostik 9

3.2 Diagnostikverfahren 10

3.2.2 Kieler Einschulungsverfahren 11

3.2.3 Informelle Verfahren 11

3.3 Neuere Ansätze zu Diagnose und Förderung von Schulfähigkeit 11

3.3.1 Orientierungen einer subjekt- und handlungsorientierten Schuleintrittsdiagnostik 11

3.3.2 „Blick in die Breite“ und „Blick in die Tiefe“ 12

3.3.3 Förderung von Schulfähigkeit 13

3.3.4 Schlussfolgerungen für die Praxis eines begleiteten Übergangs 13

3.3.4.1Schuleingangsdiagnostik als Entscheidungshilfe 13

3.3.4.2 Lernwegdifferenzierung als pädagogische Unterstützung 13

4. Der Übergang 14

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4.1.1 Historische Vorläufer 16

4.1.3 Die aufkommende Bedeutung der Schulanfangsproblematik 16

4.2 Begründungsansätze der Übergangsproblematik 17

4.2.1 Sozialisationstheoretischer Ansatz 17

4.2.2 Entwicklungsökologischer Ansatz 17

4.3 Lösungsansätze: Modelle für den Übergang 18

4.3.1 Die Idee der Schuleingangsstufe 18

4.3.2 Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule 19

4.3.2.1 Die Kooperation in Erlassen und Empfehlungen 19

4.3.2.2 Hindernisse und Schwierigkeiten 20

4.3.2.3 Der Kooperationskalender 20

4.3.2.4 Besuche und Hospitationen 20

4.3.2.5 Übergang und Elternarbeit 21

4.3.2.6 Die Schuleinschreibung 21

4.3.2.7 Korrespondenzen und Patenschaften 21

4.3.3 Die „neue“ Schuleingangsstufe 22

5. Der Anfangsunterricht 22

5.1 Der Kindergarten in seiner Bedeutung für den Schulanfang 22

5.2 Problemzone Schulbeginn 24

5.3 Zur Strukturierung des Schulanfangs 26

5.3.1 Der Schulanfang aus der Sicht der Beteiligten 26

5.3.2 Der erste Schultag 27

5.3.3 Der erste Unterricht 27

5.3.4 Die Einschulungszeit – die ersten Wochen 29

5.3.4.1 Zeiterfahrung und Rhythmisierung 29

5.3.4.2 Raumgestaltung und Raumerfahrung 30

5.3.4.3 Der Mitschüler – sozialer Umgang in der Klassengemeinschaft 31

5.3.4.4 Welt-, Sach- und Symbolerfahrung 31

5.3.4.5 Die Erfahrung der eigenen Person 33

5.4 Unterrichtsorganisation beim jahrgangsübergreifenden Schulanfang 34

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5.5.1 Förderkultur im mathematischen Anfangsunterricht 35

5.5.2 Förderkultur beim Lesen- und Schreibenlernen 36

6. Der Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe 38

1. Die Grundschule als erste Schule

(Schorch 2006)

-          vor Schulbeginn können Kinder schon schulische Erfahrungen machen (Förderunterrichtseinrichtungen, Schulkindergärten, Musikschulen etc.) => außerschulische oder vorschulische Lernangebote

-          GS in unserem Schulsystem: muss von jedem Kind besucht werden, besteht keine Wahlmöglichkeit (im Gegensatz zu weiterführenden Schulen), erste Schule im Schulsystem

-          GS als einzige für alle Kinder verpflichtende Schule im Schulsystem der BRD

-          Grundsatzüberlegungen in der Schuldiskussion:

o   Welches ist das optimale Eintrittsalter?

o   Wie können Kinder bestmöglich auf die Schule vorbereitet werden?

o   Welche Voraussetzungen werden von Kindern erwartet, die in die Schule aufgenommen werden?

o   etc.

-          da Schulanfänger noch kein lehrplanmäßig bestimmbares Vorwissen haben => keine (gemeinsame) schulische Vorbildung

-          GS muss erst einmal das schulische Lernen an sich, mit Hilfe der „Pädagogik des Anfangs“ als eine am Kind orientierte Pädagogik, einführen

-          Schwierigkeit der GS: Kinder mit unterschiedlichem Vorwissen optimal fördern

-          3 Aspekte kennzeichnen die Grundschule als die erste Schule:

o   gesetzliche Bestimmungen (Regelung der Schulpflicht)

o   theoretische Vorstellungen und empirische Erfassung der Schulfähigkeit der Kinder

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2. Schulreife – Schulfähigkeit

Die Begriffe Schulreife und Schulfähigkeit werden oft synonym verwendet, jedoch verbergen sich dahinter unterschiedliche Theorien:

2.1 Traditionelle Konzepte der Schulreife und der Schulfähigkeit

2.1.1 Reifungstheorie nach Arthur Kern (30er Jahre)

(Hacker 1992, Kammermeyer 2005)

-          Auslöser der Theorie: Hohe Versagensquote der Schüler im ersten Schuljahr

ð  Kern führt Versagensquote nicht auf mangelnde Begabung oder Intelligenz, sondern auf den Reifestand des Kindes zurück (Schulreife als endogen gesteuerter Reifungsprozess)

-          Einteilung der Entwicklung in drei Phasen:

o   Frühstadium: veränderte Wahrnehmung der Welt

o   Mittelstadium: Zwischenstufe

o   Schlussstadium: Denken entwickelt sich weiter

ð  Kern ist der Meinung, dass jedes Kind irgendwann den Entwicklungspunkt des Schlussstadiums erreicht, an dem es die Schullaufbahn erfolgreich durchschreiten kann

ð  Schulreife kann nicht durch Lernangebote beschleunigt werden

-          Zur Ermittlung des Stadiums werden Tests verwendet, die sich weitgehend auf das Merkmal der Gliederungsfähigkeit beschränken, da sich nach Kerns Reifungstheorie sowieso alle Bereiche gleichmäßig entwickeln

ð  Nicht „schulreife“ Kinder werden zurückgestellt (Scharfe Kritik!), bis sie so weit sind

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2.1.2 Schulreife auf der Grundlage der Eigenschaftstheorie

(Kammermeyer 2005)

-          Annahme: Menschen verfügen über ein relativ stabiles Bündel von Eigenschaften und Fähigkeiten, in deren Ausprägung sie sich unterscheiden

-          Schulfähig ist demnach, wer die von der Schule geforderten Persönlichkeitsmerkmale oder Fähigkeiten besitzt => Fehlen sie, wird das mit mangelnder Begabung erklärt

-          Ziel der Schuleingangsdiagnostik ist bei dieser Theorie nahezu ausschließlich die Selektion

è Auch diese Theorie ist heute nicht mehr haltbar

2.2 Neue Entwicklungen im Bereich der Schulfähigkeit

2.2.1 Schulfähigkeit auf der Grundlage von lerntheoretischen Konzepten

(Schorch 2006, Nickel 1997, Portmann 1999, Kammermeyer 2005)

-          Kritik an Reifungstheorie und biologischer Sichtweise

-          Seit 60er Jahren grundlegender Wandel der entwicklungstheoretischen Orientierung: Entwicklung als das Ergebnis von Lernprozessen

ð  Empirische Untersuchungen ergaben, dass die Gliederungsfähigkeit nicht reifungsabhängig ist (Kern), sondern trainierbar ist

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