David Hrovat (0611600)
Andenstaaten
Zusammenfassung:
Entstehung:
Die Anden sind ein über 8000 km langes Gebirge im Westen
Südamerikas, und sind Teil des zirkumpazifischen Feuergürtels. Sie entstanden
durch die Kollision zweier Lithosphärenplatten, wobei die ozeanische Kruste der
Pazifik-Platte von der leichteren Südamerika-Platte subduziert wurde und in der
Asthenosphäre aufschmolz.
Die Anden werden sehr stark von vulkanischer und seismischer
Aktivität geprägt.
Lagerstätten:
In den Anden liegen viele Lagerstätten in großer Höhe. So
zum Beispiel eine Schwefelmine in 6100m Höhe am Vulkan Aucanquilcha, welche als
höchstes Abbaugebiet der Erde zählt. Auch Kupfer und Zinn hat in den Anden
einen großen Stellenwert, und außerdem einen erheblichen Anteil an den
Weltreserven. Auch Blei, Zink, Kupfer, Gold, Silber, Rohöl, Erdgas und Kohle
findet man in den Anden reichlich.
Boden:
Die Böden in Südamerika und speziell in der Andenregion
kennzeichnen sich durch eine sehr geringe Fruchtbarkeit. Diese bestehen hauptsächlich
aus den sogenannten Lithosoleen, wobei es sich hierbei um Gesteinsrohböden auf
Festgestein handelt. Die einzigen fruchtbaren Böden in den Anden sind
Kastanozems und Andosols.
Klima:
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Anden ist die Westseite wüstenhaft, die östliche Seite erhält dagegen reichlich
Niederschläge. Die Schneegrenze liegt am Südende Patagoniens bei etwa
1 200 Metern, in der Trockenregion der zentralen Anden bei maximal
6 200 Metern und im Bereich des Äquators bei circa
5 500 Metern.
Seit etwa 1980 schrumpfen die kleineren Gletscher der Anden.
Hauptursache dafür ist die globale Erwärmung, hier
speziell das dadurch verstärkte Klimaphänomen El Niño.
Vegetation:
Nördliche Anden: trop. Regenwald – Bergwald – Nebelwald –
Paramo (Formation in feuchten Tropen, Strauchparamo , Grasparamo)
Zentrale Anden: trockener als im Norden,
Vegetationsformation: Puna (auf gleicher Höhe wie Paramo, Feucht-, Trocken-,
Wüsten-, Dornpuna)
Südliche Anden: immergrüne Wälder (Chile) – Patagonische
Steppe
Vulkanismus und
Erdbeben:
Aufgrund der Tatsache dass die Anden im Bereich eines
andinen Konvergenzrandes liegen, und Teil des zirkumpazifischen Feuergürtels
sind, ist dieses Gebiet stark durch Vulkanismus und Erdbeben geprägt.
In den Anden gibt es zahlreiche
Vulkane, unter denen vor allem die folgenden erwähnenswert sind: Tungurahua
(5 033 Meter), Cotopaxi (mit 5 897 Meter
der höchste aktive Vulkan der Welt) und Chimborazo
(6 310 Meter) in Ecuador; Nevado del Tolima (5 616 Meter)
in Kolumbien und Llullaillaco 6 739 Meter) im Grenzbereich zwischen
Argentinien und Chile.
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amerikanischen Kontinente. Die Bergketten umschließen Hochplateaus wie das von Quito (circa
3 000 Meter) und das des Titicacasees
(3 810 Meter).
Vulkanausbruch in Kolumbien:
Im Herbst des Jahres 1985 brach der Vulkan Nevado del Ruiz
(5400m) aus. Zuerst entstand eine über 15km hohe Eruptionswolke, gefolgt von 2
Ausbrüchen im Abstand von 90 Minuten. Daraufhin schmolz eine rund 20km2 und
200m dicke Eiskappe, was wiederum zu einer gewaltigen Lahar führte. Diese
vereinigte sich mit Flüssen und zerstörte die Stadt Armero vollständig. (20000
Tote)
Erdbeben in Chile:
Am 22. Mai des Jahres 1960 ereignete sich das schwerste
jemals gemessene Erdbeben in Südchile. Die Aufzeichnungen ergaben eine
Magnitude von 9,5.
Sein Epizentrum lag in Valdivia, ungefähr 700
Kilometer südlich von Santiago
de Chile. Das Erdbeben verursachte einen Tsunami, der sich über den
pazifischen Ozean ausbreitete. Das 10.000 Kilometer entfernte Hilo, Hawaii und Küstenregionen von Südafrika wurden verwüstet.
Die Anzahl der Todesopfer wurde auf mehr als 3.000 geschätzt.
In Folge des Erdbebens
verschüttete ein Erdrutsch den Ausfluss des Lago Riñihue, sodass der
Wasserspiegel des Sees um 20 m anstieg und es befürchtet wurde, dass der
natürliche Damm brechen und die Flutwelle Ortschaften entlang des Río San Pedro überschwemmen könnte. Weiter
führte das Beben zu einem Ausbruch des Vulkangebietes Cordón Caulle.
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