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Andenstaaten Vulkanismus .doc

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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
Document category
Summary
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2009
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David Hrovat (0611600)

Andenstaaten

Zusammenfassung:

Entstehung:

Die Anden sind ein über 8000 km langes Gebirge im Westen Südamerikas, und sind Teil des zirkumpazifischen Feuergürtels. Sie entstanden durch die Kollision zweier Lithosphärenplatten, wobei die ozeanische Kruste der Pazifik-Platte von der leichteren Südamerika-Platte subduziert wurde und in der Asthenosphäre aufschmolz.

Die Anden werden sehr stark von vulkanischer und seismischer Aktivität geprägt.

Lagerstätten:

In den Anden liegen viele Lagerstätten in großer Höhe. So zum Beispiel eine Schwefelmine in 6100m Höhe am Vulkan Aucanquilcha, welche als höchstes Abbaugebiet der Erde zählt. Auch Kupfer und Zinn hat in den Anden einen großen Stellenwert, und außerdem einen erheblichen Anteil an den Weltreserven. Auch Blei, Zink, Kupfer, Gold, Silber, Rohöl, Erdgas und Kohle findet man in den Anden reichlich.

Boden:

Die Böden in Südamerika und speziell in der Andenregion kennzeichnen sich durch eine sehr geringe Fruchtbarkeit. Diese bestehen hauptsächlich aus den sogenannten Lithosoleen, wobei es sich hierbei um Gesteinsrohböden auf Festgestein handelt. Die einzigen fruchtbaren Böden in den Anden sind Kastanozems und Andosols.

 

Klima:

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In den zentralen Anden ist die Westseite wüstenhaft, die östliche Seite erhält dagegen reichlich Niederschläge. Die Schneegrenze liegt am Südende Patagoniens bei etwa 1 200 Metern, in der Trockenregion der zentralen Anden bei maximal 6 200 Metern und im Bereich des Äquators bei circa 5 500 Metern.

Seit etwa 1980 schrumpfen die kleineren Gletscher der Anden. Hauptursache dafür ist die globale Erwärmung, hier speziell das dadurch verstärkte Klimaphänomen El Niño.

Vegetation:

Nördliche Anden: trop. Regenwald – Bergwald – Nebelwald – Paramo (Formation in feuchten Tropen, Strauchparamo , Grasparamo)

Zentrale Anden: trockener als im Norden, Vegetationsformation: Puna (auf gleicher Höhe wie Paramo, Feucht-, Trocken-, Wüsten-, Dornpuna)

Südliche Anden: immergrüne Wälder (Chile) – Patagonische Steppe

Vulkanismus und Erdbeben:

Aufgrund der Tatsache dass die Anden im Bereich eines andinen Konvergenzrandes liegen, und Teil des zirkumpazifischen Feuergürtels sind, ist dieses Gebiet stark durch Vulkanismus und Erdbeben geprägt.

In den Anden gibt es zahlreiche Vulkane, unter denen vor allem die folgenden erwähnenswert sind: Tungurahua (5 033 Meter), Cotopaxi (mit 5 897 Meter der höchste aktive Vulkan der Welt) und Chimborazo (6 310 Meter) in Ecuador; Nevado del Tolima (5 616 Meter) in Kolumbien und Llullaillaco 6 739 Meter) im Grenzbereich zwischen Argentinien und Chile.

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Dieser Gipfel ist der höchste Berg der amerikanischen Kontinente. Die Bergketten umschließen Hochplateaus wie das von Quito (circa 3 000 Meter) und das des Titicacasees (3 810 Meter).

Vulkanausbruch in Kolumbien:

Im Herbst des Jahres 1985 brach der Vulkan Nevado del Ruiz (5400m) aus. Zuerst entstand eine über 15km hohe Eruptionswolke, gefolgt von 2 Ausbrüchen im Abstand von 90 Minuten. Daraufhin schmolz eine rund 20km2 und 200m dicke Eiskappe, was wiederum zu einer gewaltigen Lahar führte. Diese vereinigte sich mit Flüssen und zerstörte die Stadt Armero vollständig. (20000 Tote)

Erdbeben in Chile:

Am 22. Mai des Jahres 1960 ereignete sich das schwerste jemals gemessene Erdbeben in Südchile. Die Aufzeichnungen ergaben eine Magnitude von 9,5.

Sein Epizentrum lag in Valdivia, ungefähr 700 Kilometer südlich von Santiago de Chile.

Das Erdbeben verursachte einen Tsunami, der sich über den pazifischen Ozean ausbreitete. Das 10.000 Kilometer entfernte Hilo, Hawaii und Küstenregionen von Südafrika wurden verwüstet. Die Anzahl der Todesopfer wurde auf mehr als 3.000 geschätzt.

In Folge des Erdbebens verschüttete ein Erdrutsch den Ausfluss des Lago Riñihue, sodass der Wasserspiegel des Sees um 20 m anstieg und es befürchtet wurde, dass der natürliche Damm brechen und die Flutwelle Ortschaften entlang des Río San Pedro überschwemmen könnte.

Weiter führte das Beben zu einem Ausbruch des Vulkangebietes Cordón Caulle.


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