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Anatomie und Bewusstsein beim Menschen .doc

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Faculty
Medical Science
Discipline
Medical Science
Document category
Miscellaneous
University, School
ASZ Laubegg
Additional information
2009
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10. Der Blutkreislauf und der Blutdruck

Das Herz-Kreislaufsystem besteht aus zwei hintereinander geschalteten Hauptabschnitten:

  • dem "großen" Körperkreislauf mit der linken Herzkammer(Ventrikel) als Pumpe
  • dem "kleinen" Lungenkreislauf mit der rechten Herzkammer als Pumpe

Körperkreislauf
Im Körperkreislauf wird das Blut vom linken Ventrikel über die Aorta in zahlreiche kleine Arterien gepumpt, die dann zu den entsprechenden Organsystemen ziehen. Dort erfolgt nach weiterer Aufteilung in Arteriolen und Kapillaren die Abgabe von Sauerstoff und Nährstoffen bzw. die Aufnahme von Kohlendioxid und Stoffwechselprodukten.

Schließlich sammeln sich die Kapillaren zu Venolen und Venen, die dann das nun sauerstoffarme Blut über obere und untere Hohlvene zum rechten Vorhof zurückbringen.

Lungenkreislauf
Im Lungenkreislauf wird das Blut aus dem rechten Ventrikel über die Pulmonalarterien in die Lunge gepumpt. Nach Aufteilung in Arteriolen und Kapillaren erfolgt dort der Gasaustausch (Aufnahme von Sauerstoff, Abgabe von Kohlendioxid).

Danach sammeln sich die Kapillaren wieder zu Venolen und Venen, die dann über die Pulmonalvenen in den linken Vorhof einmünden

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Der Blutdruck schwankt zwischen einem systolischen, höheren Wert während der Systole des Herzens und einem diastolischen, niedrigeren Wert während der Diastole des Herzens. Unter Blutdruck wird allgemein der arterielle Druck verstanden. Er ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel der Schlagkraft des Herzens, der kreisenden Blutmenge und der Elastizität der Arterien.

Der Blutdruck ist auch von verschiedenen Umständen beeinflussbar.(Stress, körperliche Betätigung, Alter)

11. Bestandteile und Aufgaben des Blutes


·                     Atmungsfunktion:
Das Blut nimmt in den Lungen Sauerstoff auf und transportiert ihn zu den Zellen des Körpers.

Es transportiert zugleich Kohlenstoffdioxid CO 2 von den Zellen zu den Lungen.

·                     Transportfunktion:

Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett werden wie auch Hormone und Vitamine zu den einzelnen Zellen transportiert.

·                     Spülfunktion:

Abfallstoffe werden zu den verschiedenen Ausscheidungsorganen befördert.

·                     Pufferfunktion:
Das ebenso notwendige Säure-Basen-Gleichgewicht wird durch das Blut aufrecht erhalten. (konstant halten des pH-Wertes)

·                     Wärmetransport:

Durch das Blut wird auch Wärme durch den Körper transportiert, um einen Wärmeausgleich zu schaffen.

·                     Abwehrfunktion:

Das Blut hat außerdem noch wichtige Aufgaben bei der Abwehr von Krankheitserregern


Ein erwachsener Mensch besitzt zwischen 5 und 7 Liter Blut. Ein Blutverlust von mehr

als 50% ist tödlich.

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Feste Bestandteile (sind Blutzellen, deren Anteil man Hämatokrit nennt):

Erythrozyten (rote Blutkörperchen):
Die roten Blutkörperchen machen ca. 90 % der festen Blutbestandteile aus.

Sie können den Sauerstoff transportieren und enthalten den Farbstoff Hämoglobin, der das sauerstoffreiche Blut rot aussehen lässt.

Leukozyten (weiße Blutkörperchen):
Die weißen Blutkörperchen dienen der Abwehr gegen Krankheitserregern und Fremdstoffen.

Sie werden noch in Granulozyten und Lymphozyten unterschieden. Zum Zwecke der Immunabwehr können sie die Kapillarwände durchdringen, also aus der Blutbahn austreten und eingedrungene Erreger vernichten.

Thrombozyten (Blutplättchen):
Die Blutplättchen sind für die Blutgerinnung notwendig. Es sind sehr kleine unregelmäßig geformte Scheiben.

Flüssige Bestandteile:

Die flüssigen Bestandteile werden Blutplasma genannt. Das Blutplasma besteht zu 93 %

aus Wasser und zu 7 % aus gelösten Stoffen. (Magnesium, Kalium, Calcium, Natrium,

Chlorid, Bikarbonat, Phosphat, Sulfat, Albumin, Globuline, Lipide, Fibrinogen,

Glukose, Aminosäuren)


12. Leber, Bauchspeicheldrüse und Milz: Lage und Aufgabe

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Bauchspeicheldrüse: liegt hinter dem Magen. Sie bildet wichtige Verdauungsfermente die direkt in den Zwölffingerdarm gelangen. Weiters produziert sie auch wichtige Hormone wie zum Beispiel Insulin, die direkt ins Blut abgegeben werden.

Milz: liegt im linken Oberbauch und vom Rippenbogen geschützt. Sie bildet einen Teil der weißen Blutkörperchen und speichert diese.

13. Sichere und unsichere Todeszeichen Verhalten nach erfolgloser Reanimation?

Sichere Todeszeichen:

·         Totenflecken (grau bis blaurot- Blut versackt)

·         Totenstarrre( 1-2 h nach dem Tod)

·         Verwesungserscheinungen (Fäulnis, Geruch, aufgetribener Bauch..)

·         Tödliche Verletzungen (Kopfabtrennung, Deformation, Hirnaustritt,..)

Unsichere Todeszeichen:

·         Fehlendes Bewusstsein, fehlende Atmung, fehlender Kreislauf

·         Lichtstarre Pupillen

·         Blässe, Kälte

·         Muskelerschlaffung

·         Reflexlosigkeit

Verhalten bei erfolgloser reanimation:

·         Verstorbenen wenn möglich ins Bett legen

·         Angehörigen beistehen

·         Leitstelle informieren, KIT Team anfordern

·         SvE

o   In Ausnahmefällen auch die Exekutive verständigen und den Toten in der Position belassen.

14. Welche Regelkreise gibt es im Körper noch?

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Wasser- und Elektrolythaushalt: dient der Steuerung der chemisch- physikalischen Reaktionen. Es kommt zu ständigen Konzentrationsverschiebungen, die für diese Steuerung wichtig sind.

Säure- Basen Haushalt: dient für das Gleichgewicht der Lebensvorgänge. Ständige Pendelaktion im sauren und basischen Bereich um auszugleichen. Bei zu viel sauren Substanzen= Acidose. Bei zu viel alkalischen Substanzen= Alkalose.

Stoffwechsel: dient zur Verwertung von Nahrugsbausteinen um dem Körper die nötige Energie zukommen zu lassen.

15. Bewusstsein: Definition, Einteilung, Ursachen und Bewertung

Bewusstseinsklarheit: wenn der Mensch auf äußere Reize situationsgerecht reagiert und in der Lage ist seine Umgebung ungestört wahrzunehmen. Orientiert zu sich, örtlich und zeitlich.

Bewusstseinsveränderung: keine situationsgerechte Reaktion auf äußere Reize. Meist bei Erregungs- und Rauschzuständen.

Bewusstseinseintrübung: Reaktionen erfolgen langsam und inadäquat. Patient wirkt teilnahmslos und apathisch, öffnet aber die Augen spontan auf Zuruf. Einer der drei Bewusstseinsreaktionen fehlt.

Somnolenz: schläfriger Zustand der durch äußere Reize aber unterbrochen werden kann.

Sopor: starke Benommenheit. Ein Aufwecken ist nur mehr durch zufügen von sehr starken Schemrzreizen zu erreichen.

Bewusstlosigkeit: kein Wecken mehr möglich. Keine Reaktion auf äußere Reize. Manchmal auf ungerichtet Abwehrbewegungen möglich.

Koma: tiefste Bewusstlosigkeit mit Verlust der Schutzreflexe. Es kommt zu einer erheblichen Beeinträchtigung von Atmung und Kreislauf

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Genauso wie Vergiftungen, Stoffwechselstörungen oder Sauerstoffmangel. Einer Kreilaufeintrübung folgt meist eine Bewusstseinsveränderung.

Die Bewertung erfolgt mittels der Glasgow Coma Scale:

·         Augenöffnen

o   Spontan 4

o   Nach Aufforderung 3

o   Auf Schmerzreiz 2

o   Nicht 1

·         Reaktion auf Ansprechen

o   Klar 5

o   Verwirrt 4

o   Einzelne Wörter 3

o   Einzelne Laute 2

o   Nicht 1

·         Motorische Reaktion

o   Nach Aufforderung 6

o   Gezielte Abwehrbewegung 5

o   Beugen auf Schemrz 4

o   Strecken auf Schmerz 3

o   Streckkrämpfe 2

o   Nicht 1



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